Kaarst: Wieder ein Top-​Film im Kino Kaarst – Die gelieb­ten Schwestern

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Leider gab es am ver­gan­ge­nen Mittwoch wegen der Umbauarbeiten im Albert-​Einstein-​Forum für die VIP-​Party KaarstTotal für die Filmfans kein Kinoprogramm.

Nun star­tete aber das Septemberprogramm mit dem sehens­wer­ten Film „Die gelieb­ten Schwestern“. Im Jahr 1787 lernt Friedrich Schiller die sich innig lie­ben­den Schwestern Caroline und Charlotte ken­nen. Die eine, Caroline, ähnelt ihm: Ungestüm, wis­sens­durs­tig, ein Widerspruchsgeist. Die andere, Charlotte, ergänzt ihn: Sanft, lie­bens­wert und ihn bedin­gungs­los verehrend.

Schiller ver­liebt sich in beide. Doch Caroline ist bereits ver­hei­ra­tet. Der Wunsch der drei, auf ewig zusam­men zu sein, lässt sich nur auf eine Art ver­wirk­li­chen: Charlotte soll Schillers Frau wer­den, um so eine Liebe zu dritt zu ermög­li­chen. Immerhin haben sich Caroline und Charlotte schon als junge Mädchen geschwo­ren, alles im Leben zu tei­len. Nur ein ein­zi­ger Brief ist erhal­ten, aus dem her­vor­geht, dass Caroline von Beulwitz und Friedrich Schiller ver­mut­lich eine Beziehung unter­hiel­ten, die über Freundschaft hinausging.

Dominik Graf nutzt die­sen Brief als Grundlage für seine fik­tio­nale Interpretation der his­to­ri­schen Ereignisse rund um Schillers Liebesbeziehung mit den Schwestern. Entstanden ist dabei ein roman­tisch mit­rei­ßen­der Film über eine tra­gi­sche Liebe zwi­schen drei Menschen, die in gewis­ser Weise auch ein Spiegel für die Sturm- und Drang-​Bewegung der dama­li­gen Zeit dar­stellt. Gefühle erhe­ben sich über den Verstand, Grenzen und Tabus wer­den durch­bro­chen und das Ideal der abso­lu­ten Liebe beherrscht das Empfinden.

Hannah Herzsprung als lebens­lus­tige und feu­rige Caroline ist eben so tref­fend besetzt wie Henriette Confurius als schüch­terne und gleich­zei­tig cha­rak­ter­starke Charlotte. Und Florian Stetter ver­kör­pert den jun­gen Schiller inten­siv und glaub­wür­dig als wild­ro­man­ti­schen Dichter und Denker, der sein spi­ri­tu­el­les Zuhause erst bei den Schwestern findet.

Das aktu­elle Programm sowie wei­tere Informationen sind im Internet zu fin­den unter: www​.kunst​-kaarst​.de/​k​ino. Zu fin­den ist das Kino Kaarst im Albert-​Einstein-​Forum, Am Schulzentrum 16. Der Eintritt beträgt 7.- Euro (5.- Euro bis 13 Jahre) auf allen Plätzen (Mehrpreis wegen Überlänge !).

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