Dormagen: „Helfende Hände“ sind erfolg­reich gestartet

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Gute Nachbarschaft hat in Dormagen künf­tig eine noch stär­kere Bedeutung: Mit dem Netzwerk „Helfende Hände“ wurde jetzt eine neue Form der orga­ni­sier­ten Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen. 

Mehr als 50 inter­es­sierte Bürger kamen zum Auftaktabend in der Stadtbibliothek. „Es geht um kleine Dienste, mit denen man sich um seine Mitmenschen oft schon sehr ver­dient machen kann“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld bei der Begrüßung. Wer bei­spiels­weise für einen allein­ste­hen­den Senior ein­mal ein­kau­fen geht, bevor die­ser aus dem Krankenhaus zurück­kehrt, oder einer Alleinerziehenden beim Aufbau des neuen Kinderbetts hilft, opfert dabei nicht allzu viel Zeit. Häufig ist durch diese nach­bar­schaft­li­che Unterstützung aber schon ein erheb­li­ches Problem gelöst.

2014-09-05_Dor_HelfendeHaende2
Sie rie­fen die „Helfenden Hände” ins Leben: Dagmar Drossart, Wolfgang und Inge Brechel, Ingrid Fleckenstein, Bärbel Breuer, Heinz Schneider und Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Hinter dem Netzwerk „Helfende Hände“ ste­hen die Freiwilligen-​Agentur des Diakonischen Werkes, der Caritasverband und die Stadt Dormagen. „Die Idee ist mit dem ehren­amt­lich enga­gier­ten Ehepaar Inge und Wolfgang Brechel von Köln aus nach Dormagen gekom­men“, berich­tete die Leiterin der Freiwilligen-​Agentur, Dagmar Drossart, bei der Startveranstaltung. Heinz Schneider vom Caritasverband zählte zahl­rei­che prak­ti­sche Beispiele dafür auf, wel­che Aufgaben das Netzwerk über­neh­men kön­nen. Dazu gehört etwa, im Krankheitsfall für Andere ein­mal den Hund aus­zu­füh­ren oder älte­ren und nicht mehr so beweg­li­chen Nachbarn dabei zu hel­fen, die Leuchtmittel im Haushalt aus­zu­tau­schen. Auch einen behin­der­ten Menschen ein­mal bei einem Weihnachtsmarktbesuch zu beglei­ten oder klei­nere Ratschläge am Computer zu geben, wären mög­li­che Einsätze für die „Helfenden Hände“.

Das Netzwerk wird damit nicht in Konkurrenz zu Handwerksbetrieben oder ande­ren Dienstleistern tre­ten“, erläu­tert die städ­ti­sche Seniorenbeauftragte Bärbel Breuer. Es geht um Arbeiten, die so gear­tet sind, dass im Regelfall kein pro­fes­sio­nel­ler Anbieter sie über­nimmt. Bei ihren Einsätzen sind die Helfer über die Freiwilligen-​Agentur ver­si­chert. Den zeit­li­chen Umfang ihrer Arbeit bestim­men sie selbst und gehen keine feste Bindung ein. Allerdings unter­lie­gen alle Ehrenamtler bei ihren Einsätzen der Schweigepflicht.

Schon 15 Dormagener hat­ten sich im Vorfeld des Auftaktabends zur Mitarbeit bei den „Helfenden Händen“ bereit­erklärt. Jetzt hofft das Netzwerk, dass viele wei­tere Bürger in den kom­men­den Wochen dazu­sto­ßen. „Niemand sollte sich auch scheuen, die Hilfen in der Nachbarschaft in Anspruch zu neh­men, denn sie wer­den gerne gebo­ten und gehö­ren für alle Beteiligten mit zu einem guten soli­da­ri­schen Miteinander in Dormagen“, appel­liert Bürgermeister Lierenfeld. Koordiniert wer­den die Einsätze über ein ehren­amt­li­ches Team rund um das Ehepaar Brechel, das tele­fo­nisch unter 02133/257–919 erreich­bar ist.

Nähere Auskunft zu den „Helfenden Händen“ geben gern auch die Freiwilligen-​Agentur (Tel. 02133/​53 92 21), der Caritasverband (Tel. 02133/​2500 108) oder die städ­ti­sche Seniorenbeauftragte (Tel. 02133/257–255).

(3 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)