Dormagen: „Helfende Hände“ sind erfolg­reich gestar­tet

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Dormagen – Gute Nachbarschaft hat in Dormagen künftig eine noch stärkere Bedeutung: Mit dem Netzwerk „Helfende Hände“ wurde jetzt eine neue Form der organisierten Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen.

Mehr als 50 interessierte Bürger kamen zum Auftaktabend in der Stadtbibliothek. „Es geht um kleine Dienste, mit denen man sich um seine Mitmenschen oft schon sehr verdient machen kann“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld bei der Begrüßung. Wer beispielsweise für einen alleinstehenden Senior einmal einkaufen geht, bevor dieser aus dem Krankenhaus zurückkehrt, oder einer Alleinerziehenden beim Aufbau des neuen Kinderbetts hilft, opfert dabei nicht allzu viel Zeit. Häufig ist durch diese nachbarschaftliche Unterstützung aber schon ein erhebliches Problem gelöst.

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Sie riefen die "Helfenden Hände" ins Leben: Dagmar Drossart, Wolfgang und Inge Brechel, Ingrid Fleckenstein, Bärbel Breuer, Heinz Schneider und Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Hinter dem Netzwerk „Helfende Hände“ stehen die Freiwilligen-Agentur des Diakonischen Werkes, der Caritasverband und die Stadt Dormagen. „Die Idee ist mit dem ehrenamtlich engagierten Ehepaar Inge und Wolfgang Brechel von Köln aus nach Dormagen gekommen“, berichtete die Leiterin der Freiwilligen-Agentur, Dagmar Drossart, bei der Startveranstaltung. Heinz Schneider vom Caritasverband zählte zahlreiche praktische Beispiele dafür auf, welche Aufgaben das Netzwerk übernehmen können. Dazu gehört etwa, im Krankheitsfall für Andere einmal den Hund auszuführen oder älteren und nicht mehr so beweglichen Nachbarn dabei zu helfen, die Leuchtmittel im Haushalt auszutauschen. Auch einen behinderten Menschen einmal bei einem Weihnachtsmarktbesuch zu begleiten oder kleinere Ratschläge am Computer zu geben, wären mögliche Einsätze für die „Helfenden Hände“.

„Das Netzwerk wird damit nicht in Konkurrenz zu Handwerksbetrieben oder anderen Dienstleistern treten“, erläutert die städtische Seniorenbeauftragte Bärbel Breuer. Es geht um Arbeiten, die so geartet sind, dass im Regelfall kein professioneller Anbieter sie übernimmt. Bei ihren Einsätzen sind die Helfer über die Freiwilligen-Agentur versichert. Den zeitlichen Umfang ihrer Arbeit bestimmen sie selbst und gehen keine feste Bindung ein. Allerdings unterliegen alle Ehrenamtler bei ihren Einsätzen der Schweigepflicht.

Schon 15 Dormagener hatten sich im Vorfeld des Auftaktabends zur Mitarbeit bei den „Helfenden Händen“ bereiterklärt. Jetzt hofft das Netzwerk, dass viele weitere Bürger in den kommenden Wochen dazustoßen. „Niemand sollte sich auch scheuen, die Hilfen in der Nachbarschaft in Anspruch zu nehmen, denn sie werden gerne geboten und gehören für alle Beteiligten mit zu einem guten solidarischen Miteinander in Dormagen“, appelliert Bürgermeister Lierenfeld. Koordiniert werden die Einsätze über ein ehrenamtliches Team rund um das Ehepaar Brechel, das telefonisch unter 02133/257-919 erreichbar ist.

Nähere Auskunft zu den „Helfenden Händen“ geben gern auch die Freiwilligen-Agentur (Tel. 02133/53 92 21), der Caritasverband (Tel. 02133/2500 108) oder die städtische Seniorenbeauftragte (Tel. 02133/257-255).

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