Neuss: Polizei ist zufrie­den mit dem Verlauf des Schützenfestes 2014

Neuss (ots) - Das Fazit von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke als Leiter der Polizei im Rhein-Kreis Neuss und seiner Beamten, die seit vielen Jahren einen Überblick über die polizeiliche Einsatzlage während der Schützenfesttage haben, schließt sich nahtlos an die Tendenz der letzten Jahre an:

"Auch im Jahr 2014 haben die Neusser mit ihren Gästen ein größtenteils friedliches und harmonisches Fest gefeiert"
stellte der Polizeichef dann auch am Mittwoch nach dem Schützenfest zufrieden fest. Der Landrat hatte sich schon in den frühen Morgenstunden abschließend über den Verlauf des großen Heimatfestes berichten lassen. Sein Dank galt all denen, die dazu beigetragen haben. Ausdrücklich bedankte er sich auch bei den vielen tausend Schützen für ihr diszipliniertes Verhalten und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von der Kreispolizeibehörde. Besonders hob der Behördenleiter die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Bürgerschützenverein im Vorfeld des Schützenfestes hervor.

Dieses große Fest mit den hohen Besucherzahlen aus Nah und Fern bedeutet natürlich für die Neusser Polizei ein mehr an Arbeit. Trotzdem schafft es die Behörde mit eigenen Kräften den Anforderungen gerecht zu werden.

Die wieder eingesetzte mobile Wache wurde gut angenommen und hat das Sicherheitsgefühl der vielen Besucher erhöht.
Wie angekündigt, hat die Kreispolizeibehörde die sichtbare Polizeipräsenz noch einmal deutlich erhöht. Die vielen uniformierten Streifen im Bereich der Innenstadt und auf dem Festplatz haben sich bewährt. Es gab viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, aber auch von den Schützen selber.

Geht man davon aus, dass sich von Freitag bis Mittwochmorgen mehrere hunderttausend Menschen in der Neusser Innenstadt und auf dem Kirmesplatz aufgehalten haben, so ist das Einsatzaufkommen für die Polizei trotzdem mit einem normalen Wochenende zu vergleichen.

Zum Vergleich: In der Zeit 22.08. - 27.08.2014, also der Zeitraum eine Wochen vor dem Schützenfest, mussten die Beamten der Polizeiwache Neuss im gesamten Stadtgebiet 543 Einsätze wahrnehmen. Am Kirmeswochenende waren es in der gleichen

Zeit (29.08. - 03.09.2014) 581.
Insbesondere am Freitag, Samstag und Sonntag war die Stadt voller Menschen, die auch bei nicht immer optimalem Wetter bis in die frühen Morgenstunden in der Innenstadt blieben.

Das Verhalten der Autofahrer war in diesem Jahr nicht zu beanstanden. Bei den vielen Kontrollen wurde lediglich zwei Verkehrsteilnehmer, die zuviel alkoholische Getränke zu sich genommen hatten, festgestellt.

Gar nicht zufrieden konnten die Ordnungshüter wieder einmal mit dem Parkverhalten einiger Festbesucher sein. Obwohl in gewohnt guter und enger Zusammenarbeit mit der Stadt Neuss ein optimaler Beschilderungsplan erstellt worden war, mussten auf Anordnung der städtischen Mitarbeiter 105 Fahrzeuge, die verbotswidrig abgestellt worden waren, abgeschleppt werden (Vorjahr 104)

Drei Personen mussten ihren Rausch im "Hotel" an der Jülicher Landstraße ausschlafen, weil sie aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums ihren Heimweg nicht mehr aus eigener Kraft fortsetzen konnten, nicht wussten, wo denn ihr zu Hause ist oder weil sie sich nach Streitigkeiten und Randaliererei in den Zellen der Polizei wieder beruhigen mussten. Zwei Gewahrsamnahmen weniger als im Vorjahr.

Bei drei als "Hilopes" (hilflose Personen) gemeldeten Menschen gelang es den Beamtinnen und Beamten momentane, alkoholbedingte Schwächen durch Wecken und gutes Zureden zu beseitigen. (Vorjahr 3) Den letzte Einsatz dieser Art mussten die Beamten am Mittwoch (03.09.), um 06.45 Uhr, in der Neusser Innenstadt wahrnehmen. Ein junger Mann hatte offensichtlich sehr intensiv und auch lange den letzten Tag des Schützenfestes gefeiert. In einer Bushaltestelle in der Innenstadt überkam den Neusser eine tiefe Müdigkeit. Er machte es sich so gut es ging bequem und schlief beim Eintreffen der Streifenwagenbesatzung tief und fest. Auch in diesem Fall sorgten die Beamten dafür, dass der müde Schützenfestfreund sein zu Hause ansteuerte.

Wegen Ruhestörungen gab es in diesem Jahr im Innenstadtbereich keinen Anruf bei den Ordnungshütern. Im Vorjahr gab es vier Beschwerden.

Natürlich gab es auch wieder Streitigkeiten und Körperverletzungen, die ausnahmslos mit alkoholischen Beeinträchtigungen zu tun hatten. Diese Vorfälle spielten sich überwiegend in den Zelten auf dem Kirmesplatz bzw. in der Innenstadt ab. 8 Mal (Vorjahr 9) musste geschlichtet und getrennt werden. Fast alle Sachverhalte verliefen aber eher harmlos.

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