Rhein-​Kreis Neuss: Afrikanische Schweinepest – Schweinehaltungen unbe­dingt regis­trie­ren lassen

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Rhein-​Kreis Neuss – Vor dem Hintergrund von Fällen der Afrikanische Schweinepest in der Europäische Union appel­liert Kreisveterinär Dr. Frank Schäfer, alle Schweinehaltungen, auch Kleinhaltungen, zu registrieren.

Denn auch Kleinhaltungen von Schweinen, so der Fachmann, kön­nen bei der Verbreitung von Tierseuchen eine Rolle spie­len – ins­be­son­dere weil sie in der Regel keine Biosicherheitsmaßnahmen wie die Abschirmung vor Wildschweinen durchführen.

Es ist zudem gesetz­lich vor­ge­schrie­ben”, betont Schäfer, „dass alle Schweinehalter sich grund­sätz­lich bei der Tierseuchenkasse regis­trie­ren lassen.”

Anfang des Jahres 2014 wurde das Virus der Afrikanischen Schweinepest in Polen und Litauen in Wildschweinen nach­ge­wie­sen und hat damit die Grenze der EU über­schrit­ten. In Lettland wurde das Virus im Juni eben­falls nach­ge­wie­sen. Danach gab es wei­tere Nachweise in Hausschweinebeständen und bei Wildschweinen.

Wie aus der qua­li­ta­ti­ven Risikobewertung des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland aus Osteuropa von April 2014 her­vor­geht, wäre ein Kontakt mit infi­zier­ten Wildschweinen in ers­ter Linie bei Freilandhaltungen, beson­ders in wald­na­hen Lagen und bei Betrieben mit nied­ri­ger Biosicherheit wie bei Kleinhaltungen mög­lich. „Bei einer Einschleppung die­ser für Schweine hoch anste­cken­den Krankheit muss dies mög­lichst schnell erkannt wer­den. Daher ist es von größ­ter Bedeutung, dass alle Schweinehaltungen, auch Kleinhaltungen, unse­rer und den ande­ren Veterinärbehörden bekannt sind”, erläu­tert Dr. Schäfer. In die­sem Zusammenhang weist er auch dar­auf hin, dass die Verfütterung von Speiseabfällen an Schweine ver­bo­ten ist, da auch diese Träger von Krankheitserregern sein können.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruserkrankung, die aus­schließ­lich Schweine, sowohl Haus- als auch Wildschweine, betrifft. Andere Tierarten sind dafür nicht emp­fäng­lich. Für Menschen ist das Virus unge­fähr­lich. Für Schweine ist der aktu­ell gras­sie­rende Seuchenstamm jedoch sehr gefähr­lich und führt in nahezu allen Fällen inner­halb von zehn Tagen zum Tod. Impfstoffe oder andere Heilmethoden ste­hen nicht zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema und zur Meldungen von Schweinehaltungen gibt es beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-​Kreises Neuss unter Telefon 02181/​601‑3901 oder per E‑Mail: veterinaeramt@rhein-kreis-neuss.de.

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