Rhein-​Kreis Neuss: Neue Tierschutz-​Regelungen betref­fen Hundetrainer und den Import von Haustieren

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Seit August gel­ten in Deutschland neue Regelungen des Tierschutzes. 

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-​Kreises Neuss macht dar­auf auf­merk­sam, dass es nun stren­gere Regeln für den Import und die Vermittlung von Haustieren gibt. Auch für ganz nor­male Tierkäufe und Hundeschulen gibt es neue Regeln.

Die Einfuhr von Wirbeltieren – aus­ge­nom­men Nutztiere – aus der Europäischen Union, die in Deutschland ver­kauft und wei­ter ver­mit­telt wer­den sol­len, muss jetzt geneh­migt wer­den. Die ent­spre­chende Erlaubnis erteilt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-​Kreises Neuss. Verantwortliche Personen müs­sen zum Beispiel die erfor­der­li­che Sachkunde und Zuverlässigkeit nach­wei­sen. So sol­len die Tiere, bis sie ver­mit­telt wer­den, beim Transport und in der Haltung so wenig Stress wie mög­lich aus­ge­setzt sein.

Diese Regelung betrifft nicht allein den gewerbs­mä­ßi­gen Handel mit Tieren, son­dern auch das Mitbringen ein­zel­ner Tiere, die in Deutschland gegen Entgelt an neue Besitzer wei­ter ver­mit­telt wer­den. Ziel der neuen Erlaubnispflicht ist es, Verstöße gegen tier­schutz­recht­li­che Bestimmungen bes­ser fest­stel­len und ahn­den zu kön­nen. Damit soll vor allem dem unse­riö­sen Welpenhandel ein Riegel vor­ge­scho­ben werden.

Wer gewerbs­mä­ßig Hunde aus­bil­det, benö­tigt seit August eben­falls die Erlaubnis der Veterinärbehörde. Hundeschulen haben einen wesent­li­chen Einfluss auf die Ausbildung von Hunden und geben Kenntnisse an die Hundehalter wei­ter. Fehler bei der Ausbildung oder Erziehung von Hunden kön­nen sich auf deren Wohlbefinden und Gesundheit aus­wir­ken. Mit der neuen Erlaubnispflicht sol­len hier Mindestqualitätsstandards im Hinblick auf die Sachkunde der Ausbilder und Schulungsleiter sicher­ge­stellt werden.

Ebenfalls neu ist, dass beim Verkauf von Wirbeltieren als Haustier dem künf­ti­gen Tierhalter schrift­li­che Informationen über die wesent­li­chen Bedürfnisse des Tieres mit­ge­ge­ben wer­den müs­sen. Das sind Informationen über die ange­mes­sene Ernährung und Pflege des Tieres, seine ver­hal­tens­ge­rechte Unterbringung sowie art­ge­mäße Bewegung. Die Tierhalter sol­len durch diese Maßnahme unter­stützt wer­den, ihren neuen Schützlingen die best­mög­li­che Versorgung zukom­men zu lassen

Den Antrag für die Erlaubnis zur Hundeausbildung und zur Haustier-​Einfuhr/​Vermittlung gibt es ebenso wie Informationen zur Antragstellung im Internet unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​h​u​n​d​e​s​c​h​u​len.

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