Rhein-​Kreis Neuss: Trinkwasser auf Kirmesplätzen ganz genau prüfen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Schützenfestsaison läuft auf Hochtouren, und der Rhein-​Kreis Neuss prüft die Qualität des Trinkwassers auf den Kirmesplätzen auch in die­sem Jahr wie­der ganz genau. 

An den Imbissständen und Getränkewagen sowie in den Bierzelten erfri­schen sich schließ­lich Tausende von Gästen. Die Wasserversorger lie­fern Trinkwasser in bes­ter Qualität, aber die Schläuche kön­nen zum Problem wer­den. „Wenn die Schläuche etwa in der pral­len Sonne lie­gen und kaum Wasser durch sie fließt, kann es zu einer uner­wünsch­ten Vermehrung von Bakterien kom­men. Das Wasser bekommt einen unan­ge­neh­men Geschmack, und es besteht die Gefahr, dass sich bestimmte Krankheitserreger ver­meh­ren”, so Karsten Mankowsky, Umwelt- und Gesundheitsdezernent des Rhein-​Kreises Neuss.

Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass das Gesundheitsamt die Qualität des Trinkwassers sowie die hygie­ni­sche Beschaffenheit der Leitungen und der Imbiss- und Getränkewagen auf den Festplätzen stich­pro­ben­ar­tig über­prüft. Zu die­sem Zweck hat der Leiter der Abteilung „Infektionsschutz, Umweltmedizin und TBC-​Fürsorge”, Siegfried Hauswirth, ein Einsatzteam gebil­det. Seine Mitarbeiter Iris Hollaus und Johannes Lembke kon­trol­lie­ren, ob der Weg vom Hydranten bis zur Entnahmestelle am Wagen des Schaustellers den Vorschriften ent­spricht. Außerdem ver­an­las­sen sie Wasserproben. Schließlich hat der Veranstalter jede Verteilung durch ein zuge­las­se­nes Trinkwasserlabor bepro­ben zu las­sen. Der Schausteller muss Proben an der Entnahmestelle im Wagen ent­neh­men las­sen, wenn der letzte Test mehr als drei Monate zurückliegt. 

Es dür­fen nur Schläuche ver­wen­det wer­den, die für Trinkwasser geeig­net und nach den ein­schlä­gi­gen Bestimmungen geprüft sind. In den ver­gan­ge­nen Jahren haben aber fast alle Betreiber ent­spre­chende Schläuche beschafft”, berich­tet Iris Hollaus. Besonders wich­tig sei der hygie­nisch ein­wand­freie Umgang mit den Schläuchen, wes­we­gen auch viel Aufklärungsarbeit geleis­tet wer­den müsse. „In der Aufbauphase für das größte Schützenfest in Neuss arbei­ten wir eng mit dem Ordnungsamt der Stadt und den Stadtwerken zusam­men”, ergänzt Johannes Lembke. Er zieht eine durch­weg posi­tive Bilanz: „Der Rückgang der Zahl der zu bean­stan­den­den Wasserproben bei den vie­len im Lauf des Jahres zu prü­fen­den Veranstaltungen vom Schützenfest bis zum Weihnachtsmarkt zeigt, dass wir deut­li­che Verbesserungen für den Schutz der Verbraucher erzielt haben.” 

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