Wir kön­nen nur schüt­zen, was wir kennen

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Robert Schilken, Herausgeber



Düsseldorf – Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Mit Hilfe der neuen Smartphone-​App „app in die Natur“ kön­nen ab sofort alle unter Schutz ste­hen­den Gebiete in Nordrhein-​Westfalen abge­ru­fen wer­den. Informationen zu über 3600 Natur‑, FFH- und Vogelschutzgebieten, über 5.000 Alleen und über 60.000 unter Schutz ste­hende oder schüt­zens­werte Lebensräume aller Größen für sel­tene Tier- und Pflanzenarten kön­nen über die App abge­ru­fen wer­den. „Nur was man kennt, kann man auch schüt­zen“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium Horst Becker. „Natur muss zudem erlebt wer­den kön­nen, die App weist den Weg und zeigt, wo die Schätze vor unse­rer Tür lie­gen. Es gibt von die­sen Schätzen sehr viel mehr als uns bewusst ist und zwar über­all in Nordrhein-Westfalen.“

Die Daten der App fußen auf dem NRW-​Biotopkataster. Dazu wer­den jedes Jahr von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des NRW-​Landesamtes für Natur‑, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) schüt­zens­werte Biotope doku­men­tiert und in die Datenbank ein­ge­pflegt. Auf Grund die­ser Daten wird dann ent­schie­den, wel­chen Schutzstatus ein Gebiet erhält und ob zum Beispiel neue Naturschutzgebiete aus­ge­wie­sen wer­den kön­nen. „Es ver­schwin­den täg­lich in NRW etwa zehn Hektar an wert­vol­len Flächen, die als Lebensraum und Brutstätten für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten ver­lo­ren gehen“, erklärte Horst Becker, der sich heute im Naturschutzgebiet im „Wurmtal“ in der Nähe von Aachen im Rahmen der Sommertour „Wildes NRW“ über die Dokumentation von sel­te­nen Biotopen für den Erhalt der Artenvielfalt infor­miert hat. „Man kann nur das schüt­zen, was man kennt. Und um zu schüt­zen, müs­sen wir auch kleinste Flächen und Biotope ken­nen, auf denen sel­tene Tier- und Pflanzenarten eine Chance haben. Damit wird deut­lich, wel­chen Schatz wir vor unse­rer Haustür haben, der immer wie­der neu ent­deckt wer­den will, aber auch geschützt wer­den muss“, sagte Becker.

Im Naturschutzgebiet „Wurmgarten“ in Herzogenrath erläu­ter­ten dem Staatssekretär Kartiererinnen und Kartierer des LANUV, nach wel­chen Kriterien schüt­zens­werte Lebensräume erfasst und doku­men­tiert wer­den. „Wir benö­ti­gen die Daten, um die rich­ti­gen Maßnahmen im Kampf gegen den Artenverlust ein­lei­ten zu kön­nen“, erklärte Staatssekretär Becker. „Auch wenn wir in den ver­gan­ge­nen Jahren deut­li­che Erfolge im Artenschutz erreicht haben, darf das nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass das wilde NRW noch immer bedroht ist.“ Denn der Artenverlust setze sich auch in NRW wei­ter fort. „Wir sind dabei, die Festplatte unse­rer Natur unwie­der­bring­lich zu löschen und müs­sen gegen­steu­ern. Etwa 45 Prozent der unter­such­ten Tier- und Pflanzenarten sind gefähr­det, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.“

In Nordrhein-​Westfalen gibt es der­zeit 3.151 Naturschutzgebiete, einen Nationalpark, 518 Gebiete unter dem euro­päi­schen Schutzstatus der Flora Fauna Habitatrichtlinie (FFH-​Gebiete), 28 Vogelschutzgebiete mit euro­päi­schem Schutzstatus, 29.234 schutz­wür­dige und 33.471 unter Schutz ste­hende Biotope als kar­tierte Lebensräume für sel­tene Tier- und Pflanzenarten sowie 5.581 Alleen.

Die neue Smartphone-​App „app in die Natur“ kann her­un­ter­ge­la­den wer­den unter: www​.lanuv​.nrw​.de
Als Webversion ist sie erreich­bar unter: www​.app​-in​-die​-natur​.nrw​.de

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