Rhein-​Kreis Neuss: Hilfe des Kreisjugendamtes – Beratung und Unterstützung nach einer Trennung

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Nach einer Trennung ste­hen Mütter und Väter nicht nur am Anfang eines neuen Lebensabschnitts; häu­fig kom­men auch noch finan­zi­elle Sorgen hinzu. 

Hilfe bie­tet in die­ser Situation Ulrike Schmitz-​Doering mit ihrem Team der wirt­schaft­li­chen Hilfen und der recht­li­chen Vertretung Minderjähriger an.

Kostenlos bera­ten Anke Claßen, Doris Schwandt und Karsten Troppenz alle Betroffenen bei Fragen rund um Vaterschafts-​Feststellung und Unterhalt. Ihr Ziel: Zwischen bei­den Parteien ver­mit­teln. „Wir set­zen nicht auf Konfrontation, son­dern wol­len vor allem Vater und Mutter an einen Tisch brin­gen”, betont Abteilungsleiterin Ulrike Schmitz-​Doering. „Auf diese Weise ver­su­chen wir, beide Eltern für das Kind zu erhalten.”

Fingerspitzengefühl ist bei sol­chen Begegnungen gefragt, aber auch Fachwissen, das die Verwaltungsmitarbeiter sich unter ande­rem in Fortbildungen ange­eig­net haben. In Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen haben die Mitarbeiter der Beistandschaften allein im letz­ten Jahr mehr als 500 Fälle bear­bei­tet. Vor fünf Jahren waren es noch rund 450 Fälle jähr­lich. Denn immer mehr Paare tren­nen sich, und immer mehr Alleinerziehende haben Fragen zu Unterhaltszahlungen.

Um finan­zi­elle Unterstützung küm­mert sich die Abteilung Unterhaltsvorschuss im Kreisjugendamt. Anne Fischer und Simone Wingerath ver­an­las­sen diese Vorschusszahlungen an Alleinerziehende von Kindern bis zu 12 Jahren. „Wenn die Väter zah­lungs­fä­hig sind, for­dern wir die­ses Geld zurück”, berich­tet Ulrike Schmitz-​Doering. Während diese Rückholquote NRW-​weit bei 19 Prozent liegt, erreicht das Kreisjugendamt, das für Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen zustän­dig ist, zur­zeit eine Quote von 27 Prozent bei rund 680 Fällen pro Jahr.

Eng arbei­ten Gertrud Engels, Julia Loskant und Doris Schwandt von der Wirtschaftlichen Jugendhilfe mit ihren Kollegen von der Jugend- und Familienhilfe zusam­men. Darüber hin­aus sind die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes sowohl als Amtsvormund als auch als Amtspfleger im Einsatz, wenn Eltern das Sorgerecht nicht selbst wahr­neh­men können.

Ulrike Schmitz-​Doerings Team pro­fi­tiert davon, dass hier neben Verwaltungsfachkräften auch Pädagogen tätig sind. Sie selbst ist neben ihrer Ausbildung als Verwaltungsbeamtin auch Soziologin. „Wenn die Menschen in einer schwie­ri­gen Situation zu uns kom­men, inter­es­sie­ren meine Mitarbeiter und ich uns zum einen für die ver­wal­tungs­tech­ni­schen Fragen, schauen aber auch sehr genau auf die per­sön­li­che Situation”, betont die 47-Jährige.

Allgemeine Informationen zu den Leistungen des Kreisjugendamtes gibt es auf der Internetseite www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​j​u​g​e​n​d​amt. Fragen zu den Wirtschaftlichen Hilfen und der recht­li­chen Vertretung eines jun­gen Menschen als Beistand, Vormund oder Pfleger beant­wor­ten die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes unter Telefon 02161 6104–5140.

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