Neuss: Feuerwehr – Großübung der Löschzüge Rosellen, Hoisten und Holzheim

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Mehrmals im Jahr fin­den von der Feuerwehr Neuss orga­ni­sierte Großübungen statt, in denen nicht all­täg­li­che Einsatzsituationen sehr rea­lis­tisch simu­liert werden.

Damit wer­den die Einsatzkräfte der ver­schie­de­nen Löschzüge der Feuerwehr Neuss und der Rettungsdienste im Ernstfall auf ver­schie­dene Szenarien vor­be­rei­tet Am Dienstag, den 29.07.2014 fand wie­der eine sol­che Großübung statt, gemein­sam orga­ni­siert von Kameraden des Löschzuges Rosellen und der Johanniter Unfallhilfe e. V. aus Neuss.

Eine Großübung ist mit einem enor­men Aufwand, vor allem durch sorg­fäl­tige Vorbereitung, ver­bun­den. Schon Monate vor­her muss Rücksprache mit ver­schie­dens­ten Ämtern gehal­ten wer­den, unter ande­rem natür­lich mit der Polizei, in die­sem Fall aber auch mit der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn, da diese Übung nahe der S‑Bahn Strecke Köln Düsseldorf statt­fand. Insgesamt muss­ten so zwölf Ämter infor­miert werden. 

Am Tag der Übung muss­ten viele wei­tere vor­be­rei­tende Maßnahmen getrof­fen wer­den. Zunächst wur­den die demo­lier­ten Autos in Position gebracht und die Schauspieler, die die Unfallopfer simu­lier­ten, geschminkt und in ihre Rolle ein­ge­wie­sen. Unfallopfer wer­den meist von Kräften der betei­lig­ten Löschzüge, der Jugendfeuerwehren, ehe­ma­li­gen Feuerwehrleuten, aber auch manch­mal von Familie und Angehörigen der Feuerwehrkräften gespielt. Diese erhal­ten vor der Übung eine Karte mit Anweisungen über ihren vita­len Zustand, den sie wäh­rend der Übung dar­stel­len sol­len, zum Beispiel ein gebro­che­nes Bein, oder Bewusstlosigkeit.

Gleichzeitig rück­ten die betei­lig­ten Einsatzfahrzeuge zu den bereit­ge­stell­ten Räumen, meist in der Nähe lie­gende Parkplätze, ein. Die Kräfte, die aktiv an einer Großübung mit­wir­ken, wer­den vor­her nicht instru­iert, so dass sie ohne Nähere Erkenntnisse am Einsatzort ein­tref­fen. Insgesamt waren 90 Personen an die­ser Großübung beteiligt.

Die Kräfte der Feuerwehr und der Rettungsdienste stan­den fol­gen­dem Szenario gegenüber:

Durch ein ille­ga­les Autorennen ist es auf der Bustrasse zwi­schen Allerheiligen und Elvekum zu einem Verkehrsunfall, hin­ter der Bahnunterführung gekom­men. Beteiligt waren zwei PKW und meh­rere Passanten, die an der dor­ti­gen Bushaltestelle auf den Bus war­te­ten. In und unter den Fahrzeugen waren meh­rere Personen eingeklemmt.

Zuerst tra­fen ein Rettungswagen und ein Notarzt an der Unfallstelle ein, um die Sachlage zu erkun­den, erste Verletzte zu ver­sor­gen und Rückmeldung an die Leitstelle zu geben. Die Leitstelle, im Fall einer Übung ist es eine Übungsleitung, alar­mierte dar­auf­hin die wei­te­ren Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter, sowie die Einsatzfahrzeuge der Löschzüge Rosellen, Hoisten und Holzheim.

Nun musste die Einsatzstelle, durch Bilden von Abschnitten, gemäß der vor­ge­fun­de­nen Lage zunächst struk­tu­riert wer­den. Danach muss­ten die ver­let­zen Personen aus den stark demo­lier­ten Unfallfahrzeugen befreit und ver­sorgt wer­den. Außerdem musste eine Einsatzleitung vor Ort auf­ge­baut wer­den und ein Landeplatz für einen theo­re­tisch ange­for­der­ten Rettungshubschrauber vor­be­rei­tet werden.

Ziel und Zweck einer Großübung ist natür­lich die bereits oben erwähnte Erprobung des Ernstfalles. Allerdings wird so auch die Kommunikation zwi­schen den betei­lig­ten Einheiten ste­tig ver­bes­sert. Nach zwei Stunden hat­ten die Einsatzkräfte die Übung erfolg­reich abgeschlossen.

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