NRW-​Arbeitsmarkt: Aufschwung rückt in weite Ferne – Es feh­len 15.000 Betriebe

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Robert Schilken, Herausgeber



Düsseldorf (BVMW) – Wie der eine Kölner Zeitung berich­tet, wird Nordrhein-​Westfalen in die­sem Jahr das ein­zige Bundesland sein, des­sen Arbeitsmarkt nicht vom sta­bi­len wirt­schaft­li­chen Aufschwung pro­fi­tie­ren kann.

Nach Angaben des Blatts rech­net die Regionaldirektion Nordrhein-​Westfalen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sogar mit einem leich­ten Anstieg der Zahl der Arbeitslosen von der­zeit 753.000 auf durch­schnitt­lich 773.000. 300.000 gel­ten als lang­zeit­ar­beits­los und sind dem­entspre­chend schwer ins Erwerbsleben zu integrieren.

Die Zahlen machen deut­lich, dass die Förderpolitik nach Himmelsrichtung ein Ende haben muss. Strukturförderung, Kreditprogramme und Investitionen in Weiterbildungsangebote für Langzeitarbeitslose soll­ten künf­tig nach öko­no­mi­schen Kriterien wie der Arbeitslosenquote, lang­fris­ti­gen Wachstumsraten und der volks­wirt­schaft­li­chen Investitionsneigung der öffent­li­chen Hand sowie der Privatwirtschaft gelenkt und damit ein Stück weit ent­po­li­ti­siert wer­den“, meint NRW-​Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mit­tel­stän­di­sche Wirtschaft (BVMW), der auf eine gene­relle Neuausrichtung des Solidarpaktes drängt, der vor allem NRW als Förderschwerpunkt vorsieht.

Strukturförderung müsse nach Ansicht des Mittelstandsverbands vor allem die Gründungsbereitschaft der Menschen wecken und flan­kie­ren: „Die Selbständigenquote in Nordrhein-​Westfalen ist mit 10,1 Prozent mar­kant nied­ri­ger als die in den öko­no­misch erfolg­rei­chen süd­li­chen Bundesländern (12 Prozent).

NRW feh­len nach die­ser Rechnung gut 15.000 Unternehmerinnen und Unternehmer, eine Entwicklung, die durch die Streichung der Fördermittel für Arbeitslose noch ver­stärkt wurde. Hier müs­sen wir anset­zen und dafür sor­gen, dass Beschäftigung in jun­gen Unternehmen ent­steht, die den Strukturwandel mutig und visio­näre ange­hen“, so Schulte.

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1 Kommentar

  1. Das sind Zeichen für eine nicht effek­tive Wirtschaftspolitik in NRW. Insgesamt hat es der Mittelstand bis­her geschafft ‚zu Jahresanfangs vor­sich­tige Prognosen teil­weise ein­zu­hal­ten und trotz schwie­ri­ger Rahmenbedingungen für Arbeitpplatzwachstum gesorgt. Hier gilt es jetzt auch in NRW anzu­set­zen und dafür zu sor­gen, dass Existenzgründungen wie­der attrak­ti­ver durch eine Verbesserung der Förderung und behörd­li­chen Infrastruktur werden.

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