Neuss: Neues Regenüberlaufbecken „Im Rosengarten”

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss-​Holzheim – Am Ortsrand von Holzheim hat die InfraStruktur Neuss AöR (ISN) in den ver­gan­ge­nen Wochen den Mischwasserkanal, der in den Roisdorfer Graben führt, kom­plett modifiziert. 

Im Zuge des Neubaugebietes „Am Wannloch“ war die Baumaßnahme aus gewäs­ser­öko­lo­gi­schen Gründen not­wen­dig gewor­den. Das Ergebnis wird ein Regenüberlaufbecken im natur­na­hen, offe­nen Ausbau sein. Es ersetzt dann die bis­lang in der freien Landschaft stö­rende Betonsohle. Die Gesamtkosten belau­fen sich auf rund 400.000 Euro. Darin ent­hal­ten sind auch die Kosten für den Ankauf von rund 8.000 Quadratmeter Waldfläche.

Das Drosselbauwerk am Ende des Erdbeckens: Wilhelm Heiertz, technischer Leiter der ISN, Andreas Jentzsch, technischer Leiter Untere Wasserbehörde und Martin Hartmann, Bauleiter (v.r.n.l.)
Das Drosselbauwerk am Ende des Erdbeckens: Wilhelm Heiertz, tech­ni­scher Leiter der ISN, Andreas Jentzsch, tech­ni­scher Leiter Untere Wasserbehörde und Martin Hartmann, Bauleiter (v.r.n.l.)

Das Waldgebiet „Im Rosengarten“ sowie der Roisdorfer Graben sind wohl nur den unmit­tel­ba­ren Anwohnern bekannt. Am süd­öst­li­chen Ortsrand von Holzheim und Nahe der Eppinghovener Mühle zweigt ein klei­ner land­wirt­schaft­li­cher Weg ab und führt direkt in das Waldgebiet. Der Besuch lohnt sich.

Der Um- und Ausbau des Regenüberlaufbeckens „Im Rosengarten“ ist durch­aus ein Musterbeispiel, wie das Meistern einer tech­ni­schen Herausforderung zu einer Verbesserung des Landschaftsbildes füh­ren kann“, ist Wilhelm Heiertz, tech­ni­scher Leiter der ISN, hoch­zu­frie­den mit der in der Umsetzung befind­li­chen Lösung. „Primäres Ziel ist es, die bei stär­ke­ren Niederschlägen – so wie auch in den ver­gan­ge­nen Tagen – aus dem Roisdorfer Graben in den Millischgraben abge­lei­tete Wassermenge zu redu­zie­ren“. Dieses Ziel wird erreicht, indem im Waldgebiet „Im Rosengarten“ das erfor­der­li­che Wasserrückhaltevolumen im auf­ge­wei­te­ten Roisdorfer Graben rea­li­siert wird. Ein Drosselbauwerk am Ende des Erdbeckens regu­liert fortan den Wasserabfluss.

Zufrieden zeigt sich auch der Rhein-​Kreis Neuss als Untere Wasser- und Untere Landschaftsbehörde. „Die plan­ge­recht umge­setzte Maßnahme ent­spricht sowohl den wasser- als auch den land­schafts­recht­li­chen Anforderungen an eine gewäs­ser­ver­träg­li­che Einleitung. Die Zeiten natur­fer­ner was­ser­bau­tech­ni­scher Lösungen gehö­ren seit Jahren zur Vergangenheit“, so Andreas Jentzsch, tech­ni­scher Leiter der Unteren Wasserbehörde beim Rhein-​Kreis Neuss.

Dies ist es gutes Beispiel für einen natur­na­hen Ausbau. Mit der Reaktivierung eines rund 160 Meter lan­gen, bis­lang wei­test­ge­hend ver­lan­de­ten Abschnittes schaf­fen wir die not­wen­dige Verbindung zwi­schen Ober- und Unterlauf des Roisdorfer Grabens“, erklärt ISN-​Bauleiter Martin Hartmann. Im Rahmen eines soge­nann­ten land­schafts­pfle­ge­ri­schen Begleitplans wer­den in den kom­men­den Wochen durch ein beauf­trag­tes Gartenbauunternehmen wei­tere nach­hal­tige öko­lo­gi­sche Verbesserungen vor Ort durch­ge­führt. Die Gesamtfertigstellung ist für Oktober 2014 geplant.

(17 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)