Neuss: Jröne Meerke – Aus Kostengründen abge­schrie­ben?

Neuss – Die "Not" ist groß - nicht nur im Neusser Haushalt, sondern auch in einer der beliebtesten Freizeitanlagen in Neuss. Über Jahrzehnte tummelten sich im Jröne Meerke Generationen von Erholungssuchenden. "Früher haben wir hier gebadet" erzählt ein älterer Herr.

2014-07-23_Ne_Jroene-Meerke_010"Auch meine Kinder schwammen hier" meinte er. Nur den Enkeln ist dieses Vergnügen nicht mehr möglich. Seit 2012 berichtet Klartext-NE über den Niedergang des Sees und das schwindende Verständnis von Besuchern und Anwohnern.

Grillanlagen, die den Namen fast nicht verdienen - Kinderspielplätze, von Gänsekot verseucht - der See, in weiten Bereichen eine Algenpampe - das ist nicht ein Ort wo sich Menschen wohl fühlen.

Einiges ist von "Gästen" verursacht. Die Schmierereien im Grillbereich haben hirnlose Vandalen hinterlassen. Deren Beseitigung kostet die Stadt Neuss Geld. Mit Zäunen sollte der Verunreinigung des Spielplatzes vorgebeugt werden, nur können Gänse fliegen - sinnlos ausgegebene Gelder.

2014-07-23_Ne_Jroene-Meerke_015Ein Problem, an Land wie im Wasser, stellen die zahlreichen Gänse dar. Für diese ist der See mit seinen Grasflächen fast ein Paradies. Zumal es keine Bedrohung durch natürliche Feinde gibt. Auf der Insel lässt sich ungestört brüten. Mensch wie Tier haben keinen Möglichkeit diese zu erreichen.

Eine Idee um diese "Plage" einzudämmen war das Ansiedeln von eben den genannten "natürlichen Feinden". Füchse wären eine Möglichkeit. Nur verbreiten diese auch Krankheiten. Vielleicht "geimpfte" Meister Reineke?

Nach dem Sturm "Ela" liegen noch immer Bäume auf den Wegen. Fahrradfahrer, Erwachsene wie Kinder, müssen zum Teil waghalsige Umwege fahren.

Das Jröne Meerke ist scheinbar abgeschrieben - aus Kostengründen.

 Berichte aus 2012 und 2013

[youtube]http://youtu.be/VJAe5YeOfZs[/youtube]

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