Meerbusch: Einsatzreiches Wochenende für die Feuerwehr

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Der Freitagabend star­tete um 22:20 Uhr mit einer lan­gen Ölspur, die sich über die Wirtschaftswege rund um Nierst und durch den Ortsteil selbst zog. 

Der Traktor eines Landwirts hatte den Inhalt sei­nes Treibstofftanks wäh­rend der Fahrt ver­lo­ren und die Ölspur erzeugt.

Die Löschgruppe Nierst musste die Verunreinigung der Fahrbahn mit rund drei Dutzend Säcken Bindemitteln ent­fer­nen und wurde dabei vom Löschzug Strümp unter­stützt. Anschließend nahm eine Kehrmaschine das kon­ta­mi­nierte Bindemittel wie­der auf. Der Einsatz dau­erte über drei Stunden und erfor­derte 13 Einstkräfte.

Noch wäh­rend die­ser Einsatz lief ging von der Strümper Straße in Osterath die Meldung über einen aus­ge­lös­ten Rauchmelder ein. Die Löschzüge aus Osterath und Lank konn­ten vor Ort von außen kei­nen Brand fest­stel­len und gin­gen über eine Steckleiter ins 1. OG vor. Da die Bewohner nicht zu Hause waren muss­ten die Feuerwehr sich Zugang über eine gekipp­tes Fenster ver­schaf­fen und konnte so zer­stö­rungs­frei in die Wohnung gelan­gen. Dort kon­trol­lierte sie alle Räume auf einen mög­li­chen Brand. Nachdem zum Glück aber weder eine Verrauchung noch Flammen gefun­den wur­den, nah­men die Einsatzkräfte die Batterie aus dem noch immer piep­sen­den Raumelder, ver­schloss das Fenster wie­der von außen und klet­terte die Steckleiter wie­der run­ter. Nach rund 35 Minuten war der Einsatz für die 27 Einsatzkräfte beendet.

Am Samstagmorgen folgte dann der Feuerwehrklassiker. Über den aus­ge­fah­re­nen Drehleiterkorb wurde eine Katze vom Dach eines Hauses auf der Mittelstraße geholt. Kaum waren Feuerwehr und Tier wie­der auf dem siche­ren Boden, nahm die Katze reiß aus und rannte ohne Dank an die Helfer von dan­nen. Die zwei­köp­fige Besatzung der Drehleiter war 26 Minuten im Einsatz.

Um 8:40 Uhr wurde die Feuerwehr dann aber­mals zu einem Brandereignis auf die Kapellenstraße geru­fen. Dort sollte sie eine Wohnung nach einem Brand ledig­lich kon­trol­lie­ren. Vor Ort stel­len die Einsatzkräfte vom Löschzug Osterath aber fest, dass die Wohnung noch ver­raucht war und gin­gen mit einem Trupp unter Atemschutz und einem Strahlrohr zur Erkundung vor. Besonders im Deckenbereich fand sie wei­tere Glutnester und löschte diese ab. Dafür musste die Decke teil­weise geöff­net wer­den. Nach 25 Minuten waren alle Schwelbrände gelöscht und die Feuerwehr konnte „Feuer aus“ mel­den. Insgesamt 51 Minuten dau­erte die­ser Einsatz und erfor­derte 17 Einsatzkräfte. Die Ursache des Brandes ist unklar. Ebenso die Schadenshöhe.

Am Samstagmittag rückte der Löschzug Osterath dann erneut aus, als um 13:50 Uhr die Meldung über ein bren­nen­des Motorrad auf der A57 in Höhe der Anschlussstelle Bovert ein­ging. Die Feuerwehr kon­trol­lierte die Autobahn in beide Fahrtrichtung, konnte aber kei­nen Brand fest­stel­len. Wie sich im Verlauf des Einsatzes her­aust­sellt, befand sich die Einsatzstelle in Meerbusch son­dern in Höhe des Autobahnkreuzes Wanlo, das die A46 mit der A61 ver­bin­det. Die Notrufmeldung war so zwei­deu­tig for­mu­liert, dass die Kreisleitstelle sowohl die Feuerwehr Meerbusch als auch die Feuerwehr Jüchen alar­miert hatte.

In die­sem Zusammenhang weist die Feuerwehr dar­auf hin, wie wich­tig es beim Absetzen des Notrufes ist, neben der Angabe über das Schadensereignisses und etwai­ger Verletzter auch immer eine ein­deu­tige Ortsangabe zu machen. Gerade bei Unglücksfällen auf Autobahnen kön­nen Sie sich an klei­nen Kilometertafeln am Rand der Fahrbahn ori­en­tie­ren. So kön­nen Sie zum Beispiel bei Notrufsäulen ange­ben, auf wel­cher Autobahn und an wel­chem Kilometer Sie sich befinden.

Am Sonntagmorgen wurde in der Höhe von Meerbusch Büderich um 9:50 Uhr eine Person im Rhein gemel­det. Noch auf der Anfahrt kam bereits die Rückmeldung, dass die Kollegen aus Düsseldorf die Person gesi­chert hat­ten und die Feuerwehr Meerbusch mit den bis dahin aus­ge­rück­ten Kräften aus Büderich nicht mehr aktiv wer­den musste.

Die Feuerwehr warnt ein­dring­lich im Rhein schwim­men zu gehen. Auch wenn die äuße­ren Temperaturen fast dazu ein­la­den, set­zen sich auch ver­meint­lich gute Schwimmer einer Lebensgefahr aus. An den schma­len, in den Rhein ragen­den künst­li­che Landzungen und in Untiefen im Flussbett kön­nen sich über­all Strudel bil­den, die selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer nach unten in den Tod zie­hen. Diese kom­men auch nicht gegen den erheb­li­chen Wellenschlag an, der durch den Schiffsverkehr erzeugt wird und eben­falls nicht unter­schätzt wer­den darf.

Um 12:02 folgte dann der zweite Tiereinsatz an die­sem Wochenende. Auf dem Görgesheideweg in Osterath war eine Katze in den Motorraum eines Fahrzeuges gelangt. Vermutlich hatte sie sich zum Schlafen unter das Fahrzeug gelegt und sprang, auf­ge­schreckt vom Starten des Motors, in die Lichtmaschine. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte aus Osterath war das Tier bereits lei­der ver­stor­ben, so dass die Feuerwehr nicht mehr tätig wer­den konnte.

Sonntagnachmittag erreichte die Feuerwehr die Meldung über einen bren­nen­den Fernseher auf dem Birkenweg in Strümp. Die Feuerwehr konnte vor Ort eine ganz leichte Verrauchung des Wohnzimmers und einen Schmorgeruch war­neh­men. Zum Glück brannte der Fernseher aber nicht. Die Strümper Einsatzkräfte nah­men den Fernseher außer Betrieb und tru­gen ihn in den Garten. Die Besitzer blie­ben unver­letzt, wer­den den Fernsehr aber nicht mehr nut­zen kön­nen. 20 Einsatzkräfte der Löschzüge Strümp und Osterath waren ca. 30 Minuten im Einsatz.

(23 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)