Neuss: Neue Unterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die wie­der ver­stärkte Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in die Bundesrepublik Deutschland ist auch in der Stadt Neuss zu spü­ren wie die fol­gen­den Zahlen zeigen:

1. Asylanträge in Deutschland

  • 2011 53.347
  • 2012 77.651
  • 2013 127.023 
  • 2014 62.602 bis Mai 
  • Schätzung 2014 175.000

2. Zuweisungszahlen Stadt Neuss 

  • 2011 87 Personen
  • 2012 68 Personen
  • 2013 171 Personen
  • 2014 14 Personen

(auf­grund Anrechnung Plätze der Landesstelle im ehe­ma­li­gen St. Alexius-​Krankenhaus seit 01.01.2014 nur Zuweisungen im Rahmen Familienzusammenführung)

Syrische Kontingentflüchtlinge 2014 39 Personen

Die Stadt Neuss ver­fügt über drei aner­kannte Übergangsheime an der Bergheimer Straße 250 (152 Plätze), dem Berghäuschensweg 90 (40 Plätze) und dem Derendorfweg 8 (75 Plätze) mit ins­ge­samt 267 Plätzen. Außerdem sind in einem leer­ste­hen­den Gebäude des Neusser Bauvereins an der Hülchrather Straße befris­tet bis Ende Oktober die­sen Jahres 50 Personen untergebracht.

Die Entwicklung der Aufnahmequoten – die maß­geb­lich sind für die Weiterleitung der Asylbewerber in die Kommunen – lässt erwar­ten, dass die Stadt Neuss ab September 2014 wie­der regel­mä­ßige Zuweisungen in grö­ße­rem Umfang haben wird. Deshalb hat die Verwaltung in Abstimmung mit der Politik beschlos­sen, eine neue Übergangseinrichtung für Asylbewerber und Flüchtlinge zu bauen.

Für das Projekt wur­den diverse Standorte und städ­ti­sche Objekte unter­sucht. Letztlich ist die Entscheidung auf den Standort Berghäuschensweg 92 gefal­len. Da jedoch auf­grund des bun­des­wei­ten Anstiegs der Asylbewerber- bzw. Flüchtlingszahlen wahr­schein­lich wei­tere Unterbringungskapazitäten geschaf­fen wer­den müs­sen, sind wei­tere Optionen in der Prüfung. Außerdem endet der Mietvertrag des Landes NRW im ehe­ma­li­gen St. Alexius-​Krankenhaus im Mai 2015.

Die neue Übergangswohneinrichtung für Asylbewerber und aus­län­di­sche Flüchtlinge am Berghäuschensweg 92 wird vom Gebäudemanagement der Stadt Neuss (GMN) für ins­ge­samt bis zu 100 Personen errich­tet. Da die Verwaltung von einer län­ger­fris­ti­gen Nutzung aus­geht, wurde ein sehr fle­xi­bles Unterbringungskonzept (mit abge­schlos­se­nen Appartements) zu Grunde gelegt. Außerdem ist ein robus­ter Ausstattungsstandard geplant, damit der lau­fende Unterhaltungsaufwand dau­er­haft mini­miert wer­den kann.

Die neue Unterkunft besteht aus einem zwei­ge­schos­si­gen Gebäude mit drei sepa­ra­ten Baukörpern, die über außen­lie­gende Treppenanlagen ver­bun­den sind. Durch die Modulbauweise kön­nen die im Werk vor­ge­fer­tig­ten ein­zel­nen Stahlmodule ver­gleichs­weise schnell errich­tet, mon­tiert und bezugs­fer­tig gemacht wer­den. So soll die Einrichtung bereits in die­sem November von den ers­ten Bewohnern bezo­gen wer­den. Der Wohntrakt beher­bergt ins­ge­samt 16 Einheiten mit jeweils sepa­ra­tem Zugang, jede Einheit besteht aus drei Wohn- bzw. Schlafräumen, Küche sowie Sanitärräumen. Die Anlage ver­fügt auch über einen Gemeinschaftstrakt mit Büros der städ­ti­schen Sozialarbeiterinnen, Wasch- und Trockenräumen sowie einem Gruppen-Aufenthaltsraum.

Im Außenbereich wird ein Spiel- und Aufenthaltsbereich für unter­schied­li­che Altersgruppen geschaf­fen und ein­ge­frie­det. Die Gesamtkosten für die neue Einrichtung lie­gen bei 2,65 Millionen Euro.

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