Dormagen: Jüdische Familie Zuntz kehrt an ihren Herkunftsort zurück

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Zons – An den Ursprungsort ihrer Geschichte kehr­ten jetzt 20 Mitglieder der jüdi­schen Familie Zuntz zurück. Ihr Name geht auf einen Pesach von Zons zurück, der in his­to­ri­schen Quellen für das Jahr 1488 belegt ist.

Foto: Privat
Foto: Privat

Mit sei­ner Ehefrau Ogy und sei­nem Sohn Michel zog er aus der rhei­ni­schen Zollfeste nach Frankfurt am Main in die Judengasse. 16 Generationen spä­ter trägt die Familie immer noch den Namen ihres Herkunftsortes in der eins­ti­gen Schreibweise. Sie hat bekannte Wissenschaftler her­vor­ge­bracht – wie etwa den 1794 gebo­re­nen Leopold Zuntz, der als Begründer der Wissenschaft vom Judentum gilt, oder den Physiologen Nathan Zuntz, der 1847 in Bonn zur Welt kam. Bekannt ist auch die 1837 ent­stan­dene Kaffeemarke Zuntz, die noch bis 1980 bestand. In Frankfurt erin­nern heute Stolpersteine an die Familienmitglieder, die im Dritten Reich ermor­det oder ver­trie­ben wurden.

Bereits vor vier Jahren kam eine grö­ßere Gruppe aus der Familie nach Zons, um ihren Ursprungsort ken­nen­zu­ler­nen. Die jet­zi­gen Besucher reis­ten alle aus Israel an, wo sie in dem Kibbuz Beit Shean in der Nähe des Toten Meers leben. Bürgermeister Erik Lierenfeld emp­fing die Gäste in der Zonser Tourist-​Info und konnte von ihnen einen Familienstammbaum ent­ge­gen­neh­men. Diesen ver­wahrt jetzt Kreisarchivar Dr. Stephen Schröder, der in per­fek­tem Englisch eine Führung durch die Zollfeste anbot. Als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Dormagen-​Kiryat Ono nahm auch Uwe Schunder an der Begegnung teil.

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