Rhein-​Kreis Neuss: Kreisgesundheitsamt – An Reiseapotheke und Impfungen denken

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Vor dem Urlaub an die Reiseapotheke und an Impfschutz den­ken – dazu rät das Gesundheitsamt des Rhein-​Kreises Neuss zu Beginn der Sommerferien. 

Kleinere Verletzungen, Durchfall oder Fieber kön­nen leicht auf­tre­ten, und nicht immer ist sofort ein Arzt erreich­bar. Deshalb soll­ten Urlauber zumin­dest für eine Erstbehandlung aus­ge­stat­tet sein”, rät das Team um Amtsleiter Dr. Michael Dörr.

Folgende Dinge gehö­ren in die Reiseapotheke: Verbandsmaterial, Fieberthermometer, Schere, Splitterpinzette, Zeckenzange, Einmalhandschuhe, anti­sep­ti­sche Wundsalbe oder Lösung, Antihistaminsalbe gegen Insektenstichreaktionen, Augentropfen gegen Bindehautentzündung, Ohrentropfen gegen Gehörgangsentzündung sowie Tabletten gegen Fieber, Schmerzen und Entzündungen.

Das Kreisgesundheitsamt erin­nert daran, dass es Probleme bei Auslandsreisen geben kann, wenn sich Medikamente im Gepäck befin­den. Hier gilt es diverse Zollvorschriften und Einfuhrbestimmungen zu beachten.

Wer in tro­pi­sche Regionen reist, sollte unbe­dingt an Sonnen- und Mückenschutz den­ken. So kön­nen Mücken in feucht-​warmem Klima eine Vielzahl von Erkrankungen über­tra­gen. Nicht gegen jede Erkrankung gibt es eine Impfung wie zum Beispiel gegen Gelbfieber oder die Möglichkeit der Vorbeugung durch Medikamente wie gegen Malaria. Daher emp­fiehlt das Kreisgesundheitsamt als Mückenschutz Crème oder Sprays zum Auftragen auf die Haut, so genannte „Moskito Abwehrbänder” und Moskitonetze.

Vor der Reise soll­ten Urlauber auch ihren Standardimpfschutz über­prü­fen las­sen. Während einige Impfungen wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten nur eine Auffrischung benö­ti­gen, kön­nen zusätz­li­che Schutzimpfungen auch bei Reisezielen in der Nähe sinn­voll sein. Wer Wanderungen zum Beispiel in Baden Württemberg, Bayern oder Thüringen unter­nimmt, sollte gegen die von Zecken über­tra­gene FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) geimpft sein. Dies gilt auch für den Urlaub in der Schweiz, Österreich, Skandinavien oder Osteuropa.

Zu den wich­tigs­ten Impfungen im Mittelmeerraum gehört die Hepatitis A‑Vorsorge. Diese Erkrankung wird über Schmutz- und Schmierkontakte oder ver­un­rei­nigte Lebensmittel ver­brei­tet. In bestimm­ten Reisegebieten wer­den außer­dem Typhus‑, Cholera- und Meningokokkenimpfungen empfohlen.

Weitere rei­se­me­di­zi­ni­sche Auskünfte erteilt das Kreisgesundheitsamt unter Telefon 02131 928 5308. 

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