Meerbusch: Gemeinsamer Workshop der Jugendfeuerwehr und der Johanniter-Jugend

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Meerbusch – Mit großer Begeisterung nahmen Ende Juni knapp fünfzig Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren der Jugendfeuerwehr Meerbusch und der Johanniter-Jugend Meerbusch am ersten gemeinsamen „Workshop Erste-Hilfe & Feuerwehr“ teil.

Die Feuerwehr Meerbusch und die Johanniter-Unfall-Hilfe, die den Rettungsdienst in Meerbusch stellt, sind im täglichen Einsatzgeschehen aufeinander angewiesen und arbeiten Hand in Hand. So liegt es nahe, die Zusammenarbeit auch auf die Jugendgruppen der beiden Organisationen auszudehnen.

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Fotos(7): Ffw Meerbusch

Berit Sonnenburg (Johanniter) und Daniel Marzinzik (Jugendfeuerwehr) hatten ein interessantes Programm auf die Beine gestellt. Hauptkommissar Baumeister von der Polizeiinspektion Büderich sensibilisiert die Teilnehmer in einem ca. 20 minütigen Vortrag über die Außenwirkung und das angemessene Verhalten als Mitglied der Feuerwehr bzw. der Johanniter-Unfall-Hilfe. Im Anschluss bildeten die Teilnehmer in fünf altersgerecht gemischte Helferteams und absolvierten sechs Ausbildungsstationen.

Als erstes übten die Teilnehmer an Übungstelefonen einen korrekten Notruf über die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 abzusetzen. Ziel war die wichtigen Informationen anhand der bekannten W-Fragen („Wo ist es passiert?“, „Was ist passiert?“, „Wie viele verletzte Personen?“, „Welche Verletzungen haben diese Personen?“, „Warten auf Rückfragen!“) zu übermitteln. Anschließend wurden feuerwehrtechnischen Grundtätigkeiten spielerisch durch Umspritzen von Feuerwehrfiguren mit einem Strahlrohr geübt.

Die nächste Übung bestand darin, eine Person aus einem verunfallten Auto zu befreien, Erste-Hilfe Maßnahmen durchzuführen und die Person patientengerecht zu retten. Das Fahrzeug wurde freundlicherweise von der Firma Kamp zur Verfügung gestellt. Hierbei kam auch das sogenannte Glasmanagement zum Einsatz, bei dem die Scheiben des Fahrzeuges splitterfrei entfernt werden. Auch hydraulische Rettungsgeräte zum Öffnen der Türen und zur Entfernung des Daches wurden mit Unterstützung von aktiven Einsatzkräften eingesetzt.

Unter fachlicher Anleitung von Ausbildern der Johanniter-Unfall-Hilfe wurde die Reanimation an Übungspuppen geübt. Dem Alter der Teilnehmer entsprechend standen neben einer „erwachsenen“ Puppe auch eine Kinder- und eine Babypuppe als Übungsgerät zu Verfügung. Es zeigte sich, dass auch hier Teamwork gefordert ist, um sich gegenseitig bei der, insbesondere für Jugendliche, anstrengenden Herzdruckmassage abzuwechseln.

Wie man mittels Krankentrage eine verletzte Person möglichst schonend und umsichtig transportieren kann, wurde auf einem vorbereiteten Parcours simuliert. Hier musste die Trage durch ein Fenster befördert, ein enges Treppenhaus bewältigt und eine Wippe über-wunden werden. Besonders knifflig war hierbei, dass ein Topf mit Wasser auf der Trage befestigt war und kein Wasser verschüttet werden durfte.

Das richtige Anlegen eines Druckverbandes zur Stillung einer Blutung war Schwerpunkt der letzten Station. Aber auch wie man z.B. am Oberarm den Druckpunkt findet, um die Blutung zu stoppen und das Anlegen eines Dreiecktuch-Verbandes wurde ausführlich dargestellt und geübt.

Abschließend wurde allen Teilnehmern eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme über-reicht. Im Anschluss konnten sich alle Teilnehmer und Ausbilder bei einem gemeinsamen Grillen verbrauchte Kräfte zurückholen und das Gelernte in persönlichen Gesprächen vertiefen. Als Fazit kann festgehalten werden, dass diese Veranstaltung Allen gut gefallen hat und eine Wiederholung im nächsten Jahr schon fest eingeplant ist.

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