Meerbusch: Gemeinsamer Workshop der Jugendfeuerwehr und der Johanniter-Jugend

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Mit gro­ßer Begeisterung nah­men Ende Juni knapp fünf­zig Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren der Jugendfeuerwehr Meerbusch und der Johanniter-​Jugend Meerbusch am ers­ten gemein­sa­men „Workshop Erste-​Hilfe & Feuerwehr“ teil. 

Die Feuerwehr Meerbusch und die Johanniter-​Unfall-​Hilfe, die den Rettungsdienst in Meerbusch stellt, sind im täg­li­chen Einsatzgeschehen auf­ein­an­der ange­wie­sen und arbei­ten Hand in Hand. So liegt es nahe, die Zusammenarbeit auch auf die Jugendgruppen der bei­den Organisationen auszudehnen.

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Fotos(7): Ffw Meerbusch

Berit Sonnenburg (Johanniter) und Daniel Marzinzik (Jugendfeuerwehr) hat­ten ein inter­es­san­tes Programm auf die Beine gestellt. Hauptkommissar Baumeister von der Polizeiinspektion Büderich sen­si­bi­li­siert die Teilnehmer in einem ca. 20 minü­ti­gen Vortrag über die Außenwirkung und das ange­mes­sene Verhalten als Mitglied der Feuerwehr bzw. der Johanniter-​Unfall-​Hilfe. Im Anschluss bil­de­ten die Teilnehmer in fünf alters­ge­recht gemischte Helferteams und absol­vier­ten sechs Ausbildungsstationen.

Als ers­tes übten die Teilnehmer an Übungstelefonen einen kor­rek­ten Notruf über die euro­pa­weit ein­heit­li­che Notrufnummer 112 abzu­set­zen. Ziel war die wich­ti­gen Informationen anhand der bekann­ten W‑Fragen („Wo ist es pas­siert?“, „Was ist pas­siert?“, „Wie viele ver­letzte Personen?“, „Welche Verletzungen haben diese Personen?“, „Warten auf Rückfragen!“) zu über­mit­teln. Anschließend wur­den feu­er­wehr­tech­ni­schen Grundtätigkeiten spie­le­risch durch Umspritzen von Feuerwehrfiguren mit einem Strahlrohr geübt.

Die nächste Übung bestand darin, eine Person aus einem ver­un­fall­ten Auto zu befreien, Erste-​Hilfe Maßnahmen durch­zu­füh­ren und die Person pati­en­ten­ge­recht zu ret­ten. Das Fahrzeug wurde freund­li­cher­weise von der Firma Kamp zur Verfügung gestellt. Hierbei kam auch das soge­nannte Glasmanagement zum Einsatz, bei dem die Scheiben des Fahrzeuges split­ter­frei ent­fernt wer­den. Auch hydrau­li­sche Rettungsgeräte zum Öffnen der Türen und zur Entfernung des Daches wur­den mit Unterstützung von akti­ven Einsatzkräften eingesetzt.

Unter fach­li­cher Anleitung von Ausbildern der Johanniter-​Unfall-​Hilfe wurde die Reanimation an Übungspuppen geübt. Dem Alter der Teilnehmer ent­spre­chend stan­den neben einer „erwach­se­nen“ Puppe auch eine Kinder- und eine Babypuppe als Übungsgerät zu Verfügung. Es zeigte sich, dass auch hier Teamwork gefor­dert ist, um sich gegen­sei­tig bei der, ins­be­son­dere für Jugendliche, anstren­gen­den Herzdruckmassage abzuwechseln.

Wie man mit­tels Krankentrage eine ver­letzte Person mög­lichst scho­nend und umsich­tig trans­por­tie­ren kann, wurde auf einem vor­be­rei­te­ten Parcours simu­liert. Hier musste die Trage durch ein Fenster beför­dert, ein enges Treppenhaus bewäl­tigt und eine Wippe über-​wunden wer­den. Besonders kniff­lig war hier­bei, dass ein Topf mit Wasser auf der Trage befes­tigt war und kein Wasser ver­schüt­tet wer­den durfte.

Das rich­tige Anlegen eines Druckverbandes zur Stillung einer Blutung war Schwerpunkt der letz­ten Station. Aber auch wie man z.B. am Oberarm den Druckpunkt fin­det, um die Blutung zu stop­pen und das Anlegen eines Dreiecktuch-​Verbandes wurde aus­führ­lich dar­ge­stellt und geübt.

Abschließend wurde allen Teilnehmern eine Urkunde für die erfolg­rei­che Teilnahme über-​reicht. Im Anschluss konn­ten sich alle Teilnehmer und Ausbilder bei einem gemein­sa­men Grillen ver­brauchte Kräfte zurück­ho­len und das Gelernte in per­sön­li­chen Gesprächen ver­tie­fen. Als Fazit kann fest­ge­hal­ten wer­den, dass diese Veranstaltung Allen gut gefal­len hat und eine Wiederholung im nächs­ten Jahr schon fest ein­ge­plant ist.

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