Neuss: Großhäcksler auf dem Kirmesplatz in Gnadental

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Mit den Schäden an Straßenbäumen und in Grünanlagen, die Sturm „Ela“ am Pfingstwochenende in Neuss ver­ur­sacht hat, wer­den die Mitarbeiter des Neusser Grünflächenamtes noch min­des­tens bis Ende des Jahres beschäf­tigt sein.

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Fotos(2): Stadt Neuss

Ein Teil der abge­bro­che­nen Äste und umge­stürz­ten Bäume wird zur­zeit auf dem Kirmesplatz in Gnadental gela­gert. Dort war jetzt ein Großhäcksler im Einsatz, um das Bruchholz zu besei­ti­gen. Wo wäh­rend des Schützenfestes in Gnadental die Kirmes auf­ge­baut ist und das Festzelt steht, zer­klei­nert der Großhäcksler nun Äste und grö­ßere Stämme bis zu einem Umfang von 80 Zentimetern. Innerhalb von einer Stunde wer­den bis zu 100 Kubikmeter zer­klei­nert, was in etwa einer LKW-​Ladung entspricht.

So füllt der Häcksler neun LKWs pro Tag. Diese fah­ren dann ein Kraftwerk an, wo die Holzspäne ver­brannt wer­den, erläu­tert Wolfgang Berthold von der Firma Brenner. Der Stadt ent­ste­hen hier­für keine Kosten, die Firma arbei­tet allein für das Bruchholz.

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Christoph Hölters (l.), tech­ni­scher Dezernent der Stadt Neuss, und Wolfgang Berthold vor dem Großhäcksler

Doch noch liegt auf dem Kirmesplatz ein Berg aus Stämmen, Ästen und Zweigen, meh­rere Meter hoch und mehr als hun­dert Meter lang. Rund 6.000 Kubikmeter Abraum lagern in Gnadental. „Das ist jedoch nur ein gerin­ger Teil der Gesamtmenge an Bruchholz, die noch im Stadtgebiet ver­teilt lie­gen“, erklärt Christoph Hölters, tech­ni­scher Dezernent der Stadt Neuss. Auf einen Anteil von 10% schätzt Hölters die schon beein­dru­ckende Menge auf dem Gnadentaler Festplatz. Und noch ist nicht genau bekannt, was die Mitarbeiter des Grünflächenamtes in den Parks und Grünanlagen erwar­tet. Diese sind wei­ter­hin gesperrt, da zunächst die Gefahrenstellen an den Verkehrswegen besei­tigt wer­den mussten.

Hölters ist sich sicher, dass die Neusser ihre Parks nicht mehr wie­der­erken­nen wer­den: „Das Landschaftsbild, das sich über Generationen gebil­det hat und das vie­len Neussern so ver­traut ist, wird wohl lei­der zer­stört sein.“ Zwar wer­den für gefällte und umge­stürzte Bäume Nachpflanzungen erfol­gen, bis diese jedoch das Erscheinungsbild ihrer Vorgänger auch nur annä­hernd errei­chen, wer­den wohl Jahrzehnte vergehen.

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