Dormagen: Firmenparcours – 500 Schüler – Einblick ins Berufsleben

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Einmal tüchtig Hobelspäne fliegen lassen, auf Platinen löten, Gewinde schneiden, selber Heilsalben anrühren oder Tortenschmuck aus Marzipan anfertigen – das alles konnten Jugendliche beim Dormagener "Firmenparcours".

2014-07-03_Dor_Firmenparcours-Loeten
Fotos(4): Stadt Dormagen

Rund 550 Schüler aus den achten Klassen erhielten bei der großen Ausbildungsmesse, die bereits zum vierten Mal in der Turnhalle der Realschule Hackenbroich startete, einen praktischen Einblick ins Berufsleben. "Auch auf Seiten der Ausbildungsbetriebe war das Interesse enorm", berichtet Mitorganisatorin Angelika Fernhomberg vom städtischen Jugendbildungsbüro. Insgesamt 19 Firmen und Institutionen nutzten die Gelegenheit, in Kooperation mit fünf beteiligten Schulen verstärkt um Nachwuchskräfte zu werben. "Das ist eine der größten Veranstaltungen dieser Art in ganz Deutschland", sagt Karin Ressel vom Technikzentrum Minden, wo das Konzept des Firmenparcours entwickelt wurde.

Bei einem spannenden Speeddating mit den Ausbildungsbetrieben konnten die Jugendlichen zum Beispiel die typische Ausrüstung eines Bundeswehrsoldaten kennenlernen oder unter Anleitung einer Friseurin fachgerecht Locken wickeln. Mit dem Slogan "Ein Segen sein" warb das Erzbistum Köln um junge Priester, Diakone, Pastoralreferenten oder Religionslehrer. Der Chempark Dormagen war gleich mit mehreren Ständen zu verschiedenen Berufen vertreten. Das Spektrum reichte hier vom Chemikanten über den Industriemechaniker bis zu Küchen und Fachkräften im Gastgewerbe. Mit Ford Köln präsentierte sich ein weiterer großer Arbeitgeber der Region. "Wenn wir 550 potenzielle Auszubildende auf einen Schlag informieren können, ist das für uns eine wichtige Chance", sagte Dirk Gärtner von der Technischen Berufsausbildung bei Ford.

Das Personalmanagement der Stadt Dormagen absolvierte mit dem Schülern ein originelles Bewerbungstraining, indem sie selbst in die Rolle des Personalchefs versetzt wurden und anhand von fiktiven Bewerbungsschreiben entscheiden mussten, wer eine Ausbildungsstelle bei der Stadtverwaltung erhalten sollte. Beim Schulbuchverlag Westermann konnten die Jugendliche kurze Werbetexte für Bücher entwerfen und so den Beruf des Kaufmanns im Dialogmarketing kennenlernen. Wie der Alltag in der Altenpflege aussieht, vermittelte das Diakonische Werk anschaulich. So konnten die Jugendlichen eine Aufstehhilfe für nicht mehr gehfähige Personen bedienen. Vom Maler und Lackierer über den Konditor bis zur Polizistin oder der Pharmazeutisch-Technischen Assistentin reichten die weiteren vorgestellten Berufszweige.

"Wir wollen den Jugendlichen damit Perspektiven geben und ihnen bei der Berufsorientierung helfen", sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld, der sich bei einem Rundgang über den Firmenparcours viel Zeit für Gespräche mit den Schülern nahm. Besonders bedankte er sich auch bei dem Hackenbroicher Schulleiter Alois Moritz für die engagierte Unterstützung durch die Realschule.

(1 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)