Neuss: Feuerwehr zieht Bilanz nach dem Unwetter – 414 Unwettereinsätze

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das Unwetter am 9.6. und die Beseitigung von aku­ten Gefahrenstellen und den gröbs­ten Schäden stell­ten die Feuerwehr Neuss, die wei­te­ren Hilfsdienste und Ämter der Stadtverwaltung vor eine tage­lange Herausforderung.

2014-06-13-Ne_sturmschaeden_006Von Seiten der Feuerwehr waren alle Kräfte, Fahrzeuge und Kettensägen im Einsatz. In der ers­ten Woche nach dem Unwetter wur­den 414 Sturmeinsätze sowie 53 wei­tere Einsätze bear­bei­tet. Die ehren­amt­li­chen Feuerwehrkräfte leis­te­ten inner­halb die­ser Zeit ins­ge­samt 4.142 Stunden Einsatzdienst. „Ich möchte ganz per­sön­lich allen Feuerwehrkräften für Ihren Einsatz, den Angehörigen und Arbeitgebern für deren Verständnis und den Hilfsorganisationen und Ämtern der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit dan­ken“ äußert sich Joachim Elblinger in Anbetracht der geleis­te­ten Arbeit. Verpflegt wur­den die Einsatzkräfte durch den DRK-​Kreisverband Neuss e.V. und den Malteser Hilfsdienst e.V..

Bei der Beseitigung von Sturmschäden unter­stütz­ten Kräfte aus 17 Ortsverbänden des THW (Nörvenich, Wesel, Moers, Euskirchen, Erkelenz, Hückelhoven, Kempen, Krefeld, Mönchengladbach, Nettetal, Neuss, Übach-​Palenberg, Viersen, Attendorn, Lüdinghausen, Düren und Grevenbroich), die aus der Geschäftsstelle in Mönchengladbach koor­di­niert wur­den. Auch den Feuerwehren Kaarst und Meerbusch dan­ken wir für deren Unterstützung im Neusser Stadtgebiet.

Einsatzschwerpunkte:

2014-06-13-Ne_sturmschaeden_007Anders als bei vor­he­ri­gen Stürmen und Schlechtwetterfronten ver­teil­ten sich die Einsatzorte über das gesamte Stadtgebiet, wie eine Karte über die ers­ten 253 Einsätze nur vom 9.6. und 10.6. zeigt. Um weite Fahrten zu ver­mei­den wur­den die Löschzüge der ein­zel­nen Stadtteile mög­lichst in ihren ori­gi­nä­ren Ausrückebereichen ein­ge­setzt. Hubrettungsfahrzeuge und andere Unterstützung wur­den jeweils geson­dert ange­for­dert. Für Verpflegung, Naschub wie Ketten für Kettensägen und Treibstoff wurde die Feuerwache angefahren.

Zusätzlich zu den Unwetterbedingten Einsatzaufkommen musste die Wehr noch in der Sturmnacht 9 aus­ge­löste Brandmeldeanlagen kon­trol­lie­ren. Am 12.6. kam es zum Unfall eines Linienbusses mit meh­re­ren Verletzten und einer ein­ge­klemm­ten Person in Holzheim. Am 17.6. ver­letz­ten sich 9 Personen bei der Vollbremsung eines Busses in der Innenstadt.

Neben den in der ers­ten Woche (bis 17.6.) bear­bei­te­ten 414 Sturmeinsätzen war die Feuerwehr Neuss inner­halb die­ser Woche 17x bei Bränden, 11x bei Brandmeldeanlagen, 5x bei Menschen in Notlagen, 8x bei Ölspuren, 6x bei Tieren in Notlagen, 1x bei einem Verkehrsunfall und bei 5 sons­ti­gen Hilfeleistungen gefordert.

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