Kinder und ihre Medienhelden: „Ich will sein wie Thomas Müller!”

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Gerade zur Fußball-​WM in Brasilien sind die Spieler der Nationalmannschaft in allen Medien und die­nen gerade vie­len Heranwachsenden als Idol. 

SCHAU HIN!“ emp­fiehlt Eltern, ihre Kinder für einen bewuss­ten und rea­lis­ti­schen Umgang mit Medienidolen zu ermuntern.

Kinder und Jugendliche ori­en­tie­ren sich oft an Vorbildern aus den Medien. Zur WM-​Zeit sind gerade die Spieler der deut­schen Nationalmannschaft wie Thomas Müller, Mario Götze und Mesut Özil stän­dig prä­sent und im Fernsehen, im Internet, auf Fanseiten in sozia­len Netzwerken und in der Presse zu sehen. Es gibt sie auf Plakaten, als Aufsteller und Sammelbild oder in Computerspielen.

Kinder brau­chen reale und alters­ge­rechte Vorbilder
„Kinder brau­chen posi­tive und alters­ge­rechte Orientierungshilfen beim Heranwachsen und Erlernen sozia­ler Kompetenzen. Idole aus der Sport- und Medienwelt hel­fen den Kindern mit Stärke, Fantasie und Humor beim Großwerden, soll­ten aber nicht die wich­tigs­ten Bezugspunkte sein“, so Kristin Langer, Mediencoach von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, dem Medienratgeber für Familien. Eltern kön­nen oft viel über ihr Kind erfah­ren, wenn sie dar­auf ach­ten, wel­che Idole bei ihrem Kind gerade ange­sagt sind und warum. Wichtig ist, dass es auch reale Vorbilder hat.

Sportidole auch hin­ter­fra­gen
Gerade sport­be­geis­terte Kinder sind zur Fußball-​WM moti­viert, sich inten­si­ver mit dem Geschehen aus­ein­an­der­zu­set­zen und freuen sich, dass sie mit­re­den kön­nen. Sie fie­bern mit ihren Vorbildern mit und ver­glei­chen dies mit eige­nen Erfahrungen. So ler­nen Kinder, sich Gedanken über Anforderungen und Bewertungen in sport­li­chen Wettkämpfen zu machen, sie sehen, wie sich etwa Trainer oder Mannschaftskameraden ver­hal­ten und kön­nen dies mit eige­nen Wünschen abgleichen.

Eltern kön­nen sie dabei unter­stüt­zen, indem sie mit ihnen über Vorbilder und deren Image in den Medien spre­chen und sie auch dazu ani­mie­ren, ihre Inszenierung und Vermarktung kri­tisch zu betrach­ten. Wichtige Denkanstöße sind, sich in die Sport- und Medienhelden hin­ein­zu­ver­set­zen: Welche Anforderung bedeu­tet das für die Sportler, was erwar­ten die Zuschauer? Welche Rolle spie­len dabei die Medien und wie prä­sen­tie­ren sie Helden und Verlierer? Fußballstars sind sehr beliebt und ver­die­nen sehr viel Geld, tra­gen aber auf­grund der hohen öffent­li­chen Erwartung auch eine große Verantwortung und sind einem star­ken Druck ausgesetzt.

Ansporn oder Überforderung?
Die Orientierung an Idolen kann sich posi­tiv auf die Entwicklung von Heranwachsen aus­wir­ken, indem sie ler­nen, dass man durch eigene Leistung etwas errei­chen kann. Wichtig ist nur, dass sie sich von ihnen nicht ein­schüch­tern las­sen oder ihrem Vorbild zu sehr nach­ei­fern, etwa was das Äußere betrifft, wenn sie unbe­dingt die glei­che Frisur oder die glei­che Markenkleidung tra­gen möch­ten. Orientieren sich Jugendliche aber an ste­reo­ty­pen Personen, die sich auf­fäl­lig insze­nie­ren, kann sie das in ihrer Selbstfindungsphase unter Druck setzen.

Die Wahl des Vorbilds hängt stark vom jewei­li­gen Alter der Kinder, ihren Vorlieben, ihrem Umfeld und nicht zuletzt vom Zeitgeist ab. Medienhelden sind beson­ders für Kinder inter­es­sant, wenn diese auch bei ihren Freunden beliebt sind und man sich etwas von ihnen abschauen kann oder bewun­dert, ob cha­rak­ter­lich oder für ihren Ruhm und Erfolg. Gerade jün­gere Kinder im Vor- und Grundschulalter brau­chen Unterstützung dabei: Sie bevor­zu­gen meist fik­tive Figuren, etwa Superhelden wie Spiderman oder Märchenfiguren wie Prinzessin Lillifee, erle­ben ihre Helden häu­fig als Freunde und kön­nen oft nur schwer zwi­schen Fiktion und Realität unter­schei­den. Erst ab etwa zehn Jahren begin­nen sie sich an rea­len Menschen in den Medien zu ori­en­tie­ren. Mädchen schwär­men meist eher für Musik- und Film-​Stars wie Justin Bieber, Jungen haben häu­fig Sportidole.

Weitere Informationen
SCHAU HIN!“ hat auf www​.schau​-hin​.info meh­rere Bildstrecken mit Medientipps für Kinder zur WM zusam­men­ge­stellt. Hier fin­den Eltern kind­ge­rechte Webseiten, Filme, TV-​Tipps, Bücher und Apps um das runde Leder sowie gol­dene Regeln für die Mediennutzung und inter­ak­tive Angebote wie eine kos­ten­lose App mit Medientipps für unter­wegs, anschau­li­che Animationsfilme mit der „Familie Schaumann“, ein „30-​Tage-​Programm“ und einen Medienpass.

SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemein­same Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der bei­den öffentlich-​rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programm-​zeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unter­stützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

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