Rommerskirchen: Konverteranlage – Resolution gegen den Bau

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Bei der Informationsveranstaltung der Fa. Amprion zu den Standortbereichen des nörd­li­chen Konverters wurde bekannt gege­ben, dass sich auch zwei der favo­ri­sier­ten Standorte teil­weise auf dem Gebiet der Gemeinde Rommerskirchen befinden.

Es wur­den zwar keine Standorte benannt, aber Vorzugsbereiche auf­ge­zeigt. Neben Gebieten in Meerbusch, Kaarst, Neuss, Grevenbroich und Dormagen geht es um einen Suchbereich rund um das Umspannwerk Gohr und die angren­zen­den Ortschaften, wozu auch Widdeshoven gehört.

Das Thema „Konverter” hat den Rat der Gemeinde Rommerskirchen seit dem Jahr 2012 beschäftigt.

Bereits in der Sitzung vom 13.12.2012 ver­ab­schie­dete der Rat eine ein­stim­mige Resolution gegen den Bau eines Konverters auf dem Gebiet der Gemeinde Rommerskirchen. Die Resolution wurde fol­gen­den Institutionen zuge­lei­tet: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bezirksregierung Düsseldorf, Landesregierung NRW, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Deutscher Bundestag, Landtag NRW, Rhein – Kreis Neuss und der Fa. Amprion GmbH.

In der Resolution heißt es: „Der Rat der Gemeinde Rommerskirchen ist sich sei­ner Verantwortung im Zuge der Energiewende bewusst und steht dem Ausbau der Stromtrassen für die Einspeisung von Erneuerbaren Energien grund­sätz­lich posi­tiv gegen­über. Die Bevölkerung der Gemeinde Rommerskirchen hat die Belastungen durch den Betrieb und den Neubau von Braunkohlekraftwerken in der unmit­tel­ba­ren Nachbarschaft aus ihrer Verantwortung gegen­über der natio­na­len Versorgungssicherheit bis­lang stets akzeptiert.”

Gerade die bereits hohen Belastungen der Bevölkerung haben aber nun ein Maß erreicht, die den Grad des Zumutbaren erreicht haben.

Deshalb heißt es wei­ter: „Der Rat der Gemeinde Rommerskirchen spricht sich des­halb hier­mit gegen den Bau einer Konverterhalle auf dem Gebiet der Gemeinde Rommerskirchen, die eine zusätz­li­che Belastung für die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Rommerskirchen bedeu­tet, aus.”

An die­ser Grundhaltung, da sind sich der noch amtie­rende Bürgermeister Albert Glöckner und der neu gewählte Bürgermeister Martin Mertens sicher, wird auch der neue Rat fest­hal­ten. Beide zeig­ten sich ent­täuscht dar­über, dass die Resolution des Gemeinderates bis­her keine Berücksichtigung bei der Flächensuche gefun­den hat.

Intensive Gespräche mit den Nachbarkommunen, dem Rhein-​Kreis Neuss und dem zustän­di­gen Landtagsabgeordneten wer­den in den kom­men­den Wochen stattfinden.

Wir wer­den nun wei­tere Argumente sam­meln, die dem Anliegen der Bevölkerung gerecht wer­den, wei­tere Belastungen für die Rommerskirchenerinnen und Rommerskirchener zu ver­mei­den“, so Glöckner und Mertens.

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