Meerbusch: Feuerwehr Meerbusch – Unwetterbilanz: 215 Feuerwehreinsätze

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – 72 Stunden nach Beginn des Unwetters am Pfingstmontag zieht die Freiwillige Feuerwehr eine abschlie­ßende Einsatzbilanz. 215 Einsätze galt es ins­ge­samt abzu­ar­bei­ten, 200 davon in den ers­ten 48 Stunden. 

Die deut­li­che Erhöhung der Einsatzzahlen gegen­über der ers­ten Meldung von Dienstagabend resul­tiert aus dem Umstand, dass das Einsatzaufkommen im stärks­ten betrof­fe­nen Stadtteil Büderich erst nach Abschluss der Arbeiten am Donnerstag aus­ge­wer­tet und in die Gesamtbilanz auf­ge­nom­men wer­den konnte. Alleine im größ­ten Meerbuscher Stadtteil wurde die Feuerwehr 186 mal geru­fen und fast immer auch tätig.

Die wei­tere Verteilung der Einsätze auf die Stadtteile sieht wie folgt aus:

  • Osterath: 10
  • Lank: 5
  • Nierst: 5
  • Bösinghoven: 5
  • Langst-​Kierst: 2
  • Strümp und Ilverich je 1

Zusätzlich wurde der Löschzug Lank auch noch in der Stadt Neuss tätig und unter­stützte die Kollegen bei der Abarbeitung von zehn Einsätzen.

Besonders betrof­fene waren in Büderich die Niederdonker Straße mit neun Einsatzstellen, die Lessingstraße mit fünf sowie die Düsseldorf Straße, die Oststraße, die Niederdonkerstraße, die Büdericher Allee und der Alte Kirchweg mit je 4 Einsatzstellen.

In ca. 15 doku­men­tie­ren Fällen fie­len ganze Bäume oder grö­ßere Äste auf geparkte Autos. Genau so oft tra­ten Schäden an Häusern durch umge­stürzte Bäume auf. Über 130 mal fie­len Bäume oder Aststücke auf Straßen oder Gehwege.

Am Montagabend und Dienstag waren die bei­den Drehleitern der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch, die bis zu einer Einsatzhöhe von 23m aus­ge­fah­ren wer­den kön­nen und auf der Feuerwehrwache in Osterath sowie im Büdericher Gerätehaus sta­tio­niert sind, nahezu durch­gän­gig im Einsatz. Immer, wenn abge­bro­chene Äste in Baumkronen, lose Ziegel auf Dächern oder sons­tige Gegenstände in luf­ti­ger Höhe vor dem unkon­trol­lier­ten Abstürzen in die Tiefe abge­nom­men wer­den muss­ten, fuh­ren die Einsätze in dem Korb der Drehleiter in die Höhe.

Neben den Eindrücken über die auf­ge­tre­te­nen Schäden in Folge der recht kur­zen aber sehr inten­si­ven Naturgewalten bein­druckte die Freiwilligen Frauen und Männer um den Wehrleiter Herbert Derks auch die große Anteilnahme und der spür­bare Dank aus der Bevölkerung. Sei es der ste­hende Beifall der Besucher nach den Dankesworten an die Feuerwehr im Büdericher Schützenfestzelt, die Einträge auf unse­rer Facebook Seite oder viele Mails die uns in den letz­ten Stunden erreich­ten haben uns sehr gefreut und sicher­lich für einige anstren­gende Stunden ent­lohnt. Vielen Dank dafür!

Auch inner­halb der Feuerwehr war man mit der eige­nen Leistung und dem Teamgeist in den eige­nen Reihen sehr zufrie­den. Dirk Garten, stell­ver­tre­ten­der Löschzugführer in Büderich, lobte die immense Einsatzbereitschaft sei­ner 45 Löschzugmitglieder in den letz­ten Tagen. „Ausnahmslos jeder ver­füg­bare Aktive war im Einsatz. Und die, die gesund­heits­be­dingt der­zeit nicht fit für den kör­per­lich anspruchs­vol­len Einsatz waren, küm­mer­ten sich im Gerätehaus um die Getränkeversorgung sowie Verpflegung und sorg­ten durch eine funk­tio­nie­rende Logistik im Hintergrund dafür, dass im Einsatz alles rund lief,“ so Garten vol­ler Anerkennung. „Teilweise muss­ten wir unsere Jungs mit Nachdruck nach Hause schi­cken, damit sie end­lich mal ein paar Stunden ruhen soll­ten“, beschreibt der stell­ver­tre­ten­den Löschzugführer die uner­müd­lich Einsatzbereitschaft sei­ner Truppe.

Rückblickend auf die Einsatzstatistik nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007 ergibt sich eine fast iden­tisch Anzahl an Einsätzen. Anders als vor sie­ben Jahren ist aller­dings die Konzentration der Schäden auf den Stadtteil Büderich deut­lich erkenn­bar. Zu Beginn des Unwetters am Montagabend hatte die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch 120 Frauen und Männer mobi­li­siert und war mit mehr als 30 Einsatzfahrzeuge unterwegs.

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