Meerbusch: Feuerwehr Meerbusch – Unwetterbilanz: 215 Feuerwehreinsätze

Meerbusch – 72 Stunden nach Beginn des Unwetters am Pfingstmontag zieht die Freiwillige Feuerwehr eine abschließende Einsatzbilanz. 215 Einsätze galt es insgesamt abzuarbeiten, 200 davon in den ersten 48 Stunden.

Die deutliche Erhöhung der Einsatzzahlen gegenüber der ersten Meldung von Dienstagabend resultiert aus dem Umstand, dass das Einsatzaufkommen im stärksten betroffenen Stadtteil Büderich erst nach Abschluss der Arbeiten am Donnerstag ausgewertet und in die Gesamtbilanz aufgenommen werden konnte. Alleine im größten Meerbuscher Stadtteil wurde die Feuerwehr 186 mal gerufen und fast immer auch tätig.

Die weitere Verteilung der Einsätze auf die Stadtteile sieht wie folgt aus:

  • Osterath: 10
  • Lank: 5
  • Nierst: 5
  • Bösinghoven: 5
  • Langst-Kierst: 2
  • Strümp und Ilverich je 1

Zusätzlich wurde der Löschzug Lank auch noch in der Stadt Neuss tätig und unterstützte die Kollegen bei der Abarbeitung von zehn Einsätzen.

Besonders betroffene waren in Büderich die Niederdonker Straße mit neun Einsatzstellen, die Lessingstraße mit fünf sowie die Düsseldorf Straße, die Oststraße, die Niederdonkerstraße, die Büdericher Allee und der Alte Kirchweg mit je 4 Einsatzstellen.

In ca. 15 dokumentieren Fällen fielen ganze Bäume oder größere Äste auf geparkte Autos. Genau so oft traten Schäden an Häusern durch umgestürzte Bäume auf. Über 130 mal fielen Bäume oder Aststücke auf Straßen oder Gehwege.

Am Montagabend und Dienstag waren die beiden Drehleitern der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch, die bis zu einer Einsatzhöhe von 23m ausgefahren werden können und auf der Feuerwehrwache in Osterath sowie im Büdericher Gerätehaus stationiert sind, nahezu durchgängig im Einsatz. Immer, wenn abgebrochene Äste in Baumkronen, lose Ziegel auf Dächern oder sonstige Gegenstände in luftiger Höhe vor dem unkontrollierten Abstürzen in die Tiefe abgenommen werden mussten, fuhren die Einsätze in dem Korb der Drehleiter in die Höhe.

Neben den Eindrücken über die aufgetretenen Schäden in Folge der recht kurzen aber sehr intensiven Naturgewalten beindruckte die Freiwilligen Frauen und Männer um den Wehrleiter Herbert Derks auch die große Anteilnahme und der spürbare Dank aus der Bevölkerung. Sei es der stehende Beifall der Besucher nach den Dankesworten an die Feuerwehr im Büdericher Schützenfestzelt, die Einträge auf unserer Facebook Seite oder viele Mails die uns in den letzten Stunden erreichten haben uns sehr gefreut und sicherlich für einige anstrengende Stunden entlohnt. Vielen Dank dafür!

Auch innerhalb der Feuerwehr war man mit der eigenen Leistung und dem Teamgeist in den eigenen Reihen sehr zufrieden. Dirk Garten, stellvertretender Löschzugführer in Büderich, lobte die immense Einsatzbereitschaft seiner 45 Löschzugmitglieder in den letzten Tagen. „Ausnahmslos jeder verfügbare Aktive war im Einsatz. Und die, die gesundheitsbedingt derzeit nicht fit für den körperlich anspruchsvollen Einsatz waren, kümmerten sich im Gerätehaus um die Getränkeversorgung sowie Verpflegung und sorgten durch eine funktionierende Logistik im Hintergrund dafür, dass im Einsatz alles rund lief,“ so Garten voller Anerkennung. „Teilweise mussten wir unsere Jungs mit Nachdruck nach Hause schicken, damit sie endlich mal ein paar Stunden ruhen sollten“, beschreibt der stellvertretenden Löschzugführer die unermüdlich Einsatzbereitschaft seiner Truppe.

Rückblickend auf die Einsatzstatistik nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007 ergibt sich eine fast identisch Anzahl an Einsätzen. Anders als vor sieben Jahren ist allerdings die Konzentration der Schäden auf den Stadtteil Büderich deutlich erkennbar. Zu Beginn des Unwetters am Montagabend hatte die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch 120 Frauen und Männer mobilisiert und war mit mehr als 30 Einsatzfahrzeuge unterwegs.

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