Korschenbroich: Sonne satt und Fußball pur: Glehner Pfingstturniere boten viel Liebe zum Detail

Korschenbroich-Glehn – „In diesem Jahr kann ich endlich einmal etwas Negatives vom Glehner Pfingstturnier berichten" schreibt Michael Fehr, Spielervater eines Kickers von Teutonia Kleinenbroich, in seinen Internet-Blog:

"Es war mit über 30 Grad definitiv zu heiß!". Diesen Kritikpunkt ließen sich die Macher der 19. Martin-Drillges-Gedächtnisturniere natürlich gerne gefallen, verliefen doch die vier Turniertage auch aus der Sicht der Gäste nahezu perfekt und die rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den 70 Mannschaften hatten sichtlich Spaß am Turnierreigen, den der SV Glehn wieder einmal besonders kindgerecht mit viel Liebe zum Detail ausgerichtet hatte.

Einziger Wehrmutstropfen war am Montagabend dann der Orkansturm, der die Organisatoren beim Abbau der Einrichtungen überraschte und durch Schäden an den Zelten, Schirmen und Getränkewagen sowie an den Bäumen der Sportanlage einen Schaden im hohen vierstelligen Bereich anrichtete. Zuvor hatten sich Gäste und Einheimische über tolle Fußballspiele an den vier Turniertagen gefreut, bei denen der "Girls Day" am Freitag den Auftakt machte: Dabei sicherten sich die Mädchen der SVG Weißenberg bei dem U11-Juniorinnen mit nur einem mehr geschossenen Treffer den Turniersieg vor den Gastgeberinnen. Bei der U13 blieb der "Pott“ in Glehn und die SV-Mädchen feierten bei angenehmen Temperaturen nach gewonnenem Pokalfinale und Kreismeisterschaft das historische "Triple". Bei den jungen Damen der U15 ging der Turniersieg wie im Vorjahr an die sehr starken Mädchen des 1. FC Mönchengladbach.

Am Pfingstsamstag standen bei den 4-6-jährigen Bambinis weder Punkte noch Tabellenplätze auf dem Programm, sondern nur um das Erlebnis Fußball pur. Auf vier Spielfeldern gleichzeitig zeigten zwölf Bambini- und sechs Mini-Mannschaften ihren mitgereisten Eltern und Großeltern, dass sie teilweise schon recht gut mit dem Ball umgehen können und begeisterten ihre "Fans" durch unbändige Leidenschaft im Kampf um den Ball. Als Krönung übergab Turnierleiter Markus Drillges mit vielen leuchtenden Kinderaugen auch einen kleinen Pokal an jeden Spieler. Ebenso gab es eine Trophäe für den Schützen mit dem härtesten Schuss an der Torschuss-Geschwindigkeits-Messanlage.

Pfingstsonntag duellierten sich insgesamt 18 F-Jugend-Mannschaften der Jahrgänge 2005 und 2006 um den Turniersieg, den ein starker SC Kapellen mit 16 von 18 möglichen Punkten für sich verbuchen konnte. Zuvor erlebte SV-Finanzchef Oliver Hoppe eine Schrecksekunde, als beim Einlaufen der Kinderstars unter den Klängen von Alan Parsons „Sirius“ kurzzeitig ein Gewitter drohte, was den Abbruch der Veranstaltung bedeutet hätte. Glücklicherweise verzogen sich die Wolken so schnell wie sie aufgezogen waren und die Temperaturen stiegen nochmals bis an die Schmerzgrenze der Kinder. Viele Wassereimer rund und um die drei Spielfelder sorgten für eine kühle Erfrischung und in manch Eimern wurden nicht nur die Hände sondern gleich der ganze Kopf getaucht.

Wie am Sonntag, so ging auch am Montag der "Große" Wanderpokal an die Gelb-Schwarzen vom SC Kapellen. Das Team von Trainer Norbert Schiffer, der zum neunten Mal in Folge mit einer Mannschaft das Pfingstturnier besuchte, holte sich in einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld erst durch einen Treffer in den letzten zehn Sekunden den Turniersieg. Vor Beginn der letzten Spielrunde im "Schweizer System" hatten noch fünf der sechs Teams Chancen auf den Turniersieg gehabt. „Das war Spannung pur“ sagte Schiedsrichter Emre Küplemez, der zusammen mit seinen beiden durch den Verband angesetzten Kollegen Christopher Asal und Mohamed Shraideh im Verbund mit SV-Nachwuchsspieler Niklas Mertens für einen mehr als reibungslosen Ablauf der Spiele sorgte.

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