Dormagen: Alte Trauerweide am Bivetsweg muss gefällt werden

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Gohr – Sicherheitszäune umge­ben den rund 20 Meter hohen Baum schon seit meh­re­ren Wochen. Jetzt steht fest: 

Eine mehr als 80 Jahre alte Trauerweide am Bivetsweg muss wegen feh­len­der Standfestigkeit und aku­ter Bruchgefahr in der Krone gefällt wer­den. Dies ergab ein Fachgutachten im Auftrag der zustän­di­gen Technischen Betriebe Dormagen. „ ”Wir bit­ten um Verständnis, das uns zum Schutz der Passanten lei­der keine andere Wahl bleibt”, erklärt der Leiter der Technischen Betriebe, Gottfried Koch.

Schon eine erste Überprüfung des Baumes durch Mitarbeiter des städ­ti­schen Tochterunternehmens und die Untere Landschaftsbehörde des Kreises hatte eine akute Umsturzgefahr erge­ben. Auch auf­grund von Anwohnerbeschwerden gaben die Technischen Betriebe dann noch ein­mal ein Gutachten bei einem ver­ei­dig­ten Sachverständigen in Auftrag. Dieser kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Trauerweide nahe an dem all­ge­mei­nen Höchstalter für Weidenarten von „unter 100 Jahren” befin­det. Durch Pilzbefall sei der Stamm stark geschä­digt. Hohlklänge seien in Teilen des Stammes bis in eine Höhe von rund zwei Metern ver­nehm­bar. Dies lasse den Rückschluss zu, „dass ein Drittel des Stammes bereits von der Weißfäule zer­setzt ist”.

Auch die Wurzeln und die Krone sind laut Gutachter durch den Pilzbefall geschä­digt. Die Krone weise „an zahl­rei­chen Stellen Holzfäule und dadurch beding­tes Totholz” auf. „Daher geht auch von der Krone eine erheb­li­che Bruchgefahr aus”, so der Sachverständige. Durch einen mög­li­chen Rückschnitt lasse sich die Standsicherheit des Baumes wegen des hohen Alters und der vor­han­de­nen Schäden nicht mehr gewähr­leis­ten. Auch nach einer Verkleinerung der Krone sei die Trauerweide wei­ter­hin bruchgefährdet.

Der Baum muss aus Gründen der Verkehrssicherheit kurz­fris­tig ent­fernt wer­den”, heißt es abschlie­ßend in dem Gutachten. Voraussichtlich in der Woche ab dem 16. Juni las­sen die Technischen Betriebe die Fällung vornehmen.

(4 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)