Dormagen: Stadt rät nach dem Unwetter: Waldwege vor­erst meiden

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Vollalarm herrschte wegen des Unwetters am gest­ri­gen Abend auch bei der Feuerwehr Dormagen. Zu 26 Einsätzen muss­ten die Helfer ausrücken. 

Neben ent­wur­zel­ten Bäumen und schwe­ren Ästen, die viel­fach auf Straßen und Häuser fie­len, war ein Schwerpunkt der Stürzelberger Rheinhafen. Dort drohte ein 780 Tonnen schwe­rer Kran von der Kaimauer in den Fluss zu stür­zen. „Die Rheinschifffahrt musste aus Sicherheitsgründen vor­über­ge­hend kom­plett gesperrt wer­den. Auch heute noch ist der Rhein an die­ser Stelle nur ein­sei­tig befahr­bar, weil der Kran sich in Schräglage befin­det”, berich­tet Feuerwehrleiterin Sabine Voss. Der Schaden für das betrof­fene Unternehmen dürfte in die Millionenhöhe gehen.

Die Bundesstraße 9 war am gest­ri­gen Abend wegen der Wassermassen und zahl­rei­cher Äste auf der Fahrbahn nicht mehr befahr­bar. Umgestürzte Bäume lie­gen dort auch auf dem neuen Radweg am süd­li­chen Stadteingang. Auf die Alte Schule in Hackenbroich stürzte ein 30 Meter hoher Baum, der vor dem Eingang stand. Auch der Friedrich-​Ebert-​Straße wur­den ein Haus und ein Fahrzeug durch umstür­zende Bäume beschä­digt. Die Platanen auf dem Marktplatz sind durch das Unwetter schwer in Mitleidenschaft gezo­gen wor­den. Am Ehrenfriedhof musste der Bereich um die Kapelle an der Ecke Römerstraße/​Nettergasse wegen umge­ris­se­ner Bäume abge­sperrt wer­den. Dies sind nur einige Beispiele für die Auswirkungen der schwe­ren Gewitterböen. Im Hochbetrieb befin­den sich die Mitarbeiter der Grünflächenabteilung bei den Technischen Betrieben Dormagen. Einen Überblick zu Schäden an städ­ti­schen Gebäuden ver­schafft sich der­zeit der zustän­dige Eigenbetrieb.

Wegen zahl­rei­cher umge­stürz­ter Bäume sind die Waldwege der­zeit nicht pas­sier­bar. Das städ­ti­sche Ordnungsamt rät den Bürgern, Waldwege und den Wald wegen anhal­ten­der Windbruchgefahr nicht zu betre­ten und all­ge­mein auf den Straßen beson­dere Vorsicht wal­ten zu las­sen. Die Feuerwehr kann bei Schäden an Häusern oder Bäumen nur hel­fen, wenn Gefahr im Verzug ist. Auch heute noch sind die Einsatzkräfte neben den Mitarbeitern der Technischen Betriebe voll­auf damit beschäf­tigt, die Straßen und Wege frei­zu­räu­men. Wie gefähr­lich die Situation bei dem Unwetter war, musste ein Feuerwehrmann ges­tern Abend selbst erfah­ren. Auf dem Weg zum Gerätehaus fuhr er mit sei­nem Wagen in einen umge­stürz­ten Baum. Er selbst kam unver­letzt davon, das Fahrzeug erlitt jedoch einen Totalschaden.

Der Löschzug Gohr war im benach­bar­ten Neuss im Einsatz. Dort herrschte Großalarm wegen des ein­ge­stürz­ten Schützenzelts auf der Neusser Furth.

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