Rhein-​Kreis Neuss: Schützenfest-​Saison beginnt – Jugendamt warnt vor zu gro­ßem Alkohol-Konsum

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Pfingsten wird im Rhein-​Kreis Neuss tra­di­tio­nell die Schützenfest-​Saison ein­ge­lei­tet. In viel­fa­cher Hinsicht sind auch Kinder und Jugendliche bei den Umzügen und bei den Veranstaltungen in den Zelten beteiligt.

Während sich die Schützenvereine auf die kom­men­den Feste vor­be­rei­ten, treibt die anste­hende Zeit den Mitarbeitern im Jugendamt Rhein-​Kreis Neuss oft­mals Sorgenfalten auf die Stirn. „Kinder und Jugendliche grei­fen beson­ders an sol­chen Festtagen ver­mehrt zur Flasche”, wis­sen die Experten.

Diesen Trend beob­ach­tet das Jugendamt seit meh­re­ren Jahren. Dabei bleibt es für viele Jugendliche nicht beim „Probieren”, son­dern ihr Umgang mit dem Alkohol ver­ur­sacht oft ernste gesund­heit­li­che Schäden und macht medi­zi­ni­sche Hilfe erfor­der­lich. Begriffe wie „Koma-​Saufen” beschrei­ben auf dras­ti­sche Weise das fehl­ge­lei­tete Konsumverhalten. Polizei, Ordnungsämter und das Jugendamt Rhein-​Kreis Neuss nah­men die bevor­ste­hen­den Festtage des­halb noch ein­mal zum Anlass, um auf die Bestimmungen des Jugendschutzes hin­zu­wei­sen und an die Verantwortlichkeit der Erwachsenen zu appel­lie­ren. „Während der bevor­ste­hen­den Tage wer­den die Behörden ein beson­de­res Augenmerk auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen legen”, heißt es.

In einer gro­ßen Verantwortung ste­hen die Veranstalter und die Gewerbetreibenden im Bereich des Getränke- und Genussmittelverkaufs. Aber auch die Eltern und all­ge­mein alle Erwachsenen soll­ten in die­ser Zeit mit beson­de­rer Aufmerksamkeit dazu bei­tra­gen, dass Kinder und Jugendliche, ent­ge­gen gesetz­li­cher Bestimmungen, nicht zum Konsum alko­ho­li­scher Getränke ver­lei­tet wer­den. Es sind jedoch nicht nur Veranstaltungen mit öffent­li­chem Charakter, die dabei Beachtung fin­den soll­ten. Auch bei pri­va­ten Treffen der Schützen gera­ten Kinder und Jugendliche oft­mals allzu leicht mit Alkohol in Kontakt. „Hierbei ist es die beson­dere Verantwortung von Eltern und ande­rer Erwachsener, dafür zu sor­gen, dass auch im häus­li­chen Bereich geeig­nete Absprachen und Regelungen getrof­fen wer­den”, so die Fachleute.

Mit einer beson­de­ren Aktion macht das Jugendamt auf den über­mä­ßi­gen Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen auf­merk­sam. Im Rahmen des Präventionsprojekts „ProJugend statt ProMille”, das es in Kooperation mit dem Caritasverband und dem Kommissariat „Vorbeugung” der Polizei durch­führt, rollt das „PrEvent-​Mobil” zu einem der größ­ten Schützenfeste, zu „Unges Pengste” in Korschenbroich. Dort wer­den am Samstag, 7. Juni, alko­hol­freie Cocktails, ein „Rausch-​Parcour”, ein Alkoholquiz und diverse Informationen rund ums Thema „Sucht” ange­bo­ten und spie­le­risch vermittelt.

Die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes im Bereich der Alkoholabgabe sind klar und deut­lich: Sogenannte „harte Alkoholika” wie Schnäpse, Liköre, Rum oder Whisky dür­fen gene­rell nicht an Minderjährige unter 18 Jahren abge­ge­ben wer­den. Dies gilt auch für alle brand­wein­hal­ti­gen Mixgetränke bezie­hungs­weise Alcopops. Bier oder Wein dür­fen bereits an 16-​Jährige abge­ge­ben wer­den; wenn die Eltern dabei sind, sogar schon an 14-Jährige.

Wer sich als Veranstalter oder Gewerbetreibender in beson­de­rer Weise für den Kinder- und Jugendschutz enga­gie­ren möchte und dies auch sicht­bar nach außen doku­men­tie­ren will, erhält kos­ten­los vom Jugendamt Rhein-​Kreis Neuss eine Aushangtafel mit den Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes und bei Bedarf auch wei­tere Beratung. Näheres bei Michael Hackling. Seine Telefonnummer lau­tet 0 21 61/​61 04 51 33, seine E‑Mail-​Adresse michael.hackling@rhein-kreis-neuss.de. 

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