Meerbusch: Motorboot in Flammen – Hund vermisst

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch Langst-​Kierst (ots) – Aus noch unge­klär­ter Ursache geriet am Freitag, den 30.05.2014, um 16:10 Uhr, ein 10 Meter lan­ges Motorboot auf dem Rhein, in Höhe Langst-​Kierst, in Brand. 

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Fotos(13): Feuerwehr Meerbusch/​Düsseldorf

Der 55- jäh­rige Bootsführer, der 54 – jäh­rige Mitfahrer und ein Kind im Alter von 12 Jahren konn­ten sich durch einen Sprung ins Wasser ret­ten. Am Ufer wurde das Kind von einem 56 – jäh­ri­gen Spaziergänger aus Ratingen ans Ufer gezo­gen. Die bei­den Männer konn­ten alleine das Ufer errei­chen. Die Schiffbrüchigen blie­ben unverletzt.

Die Feuerwehr Düsseldorf konnte mit Hilfe der Rheinfähre Michaela II ein Tanklöschfahrzeug an das füh­rer­los trei­bende, bren­nende Boot brin­gen und den Brand bekämp­fen. Nachdem das Feuer bekämpft war, wurde das hava­rierte Boot am Fähranleger in Langst-​Kierst gesi­chert und geborgen.

In dem Einsatz waren Boote der Feuerwehr, der Wasserschutzpolizei, die Löschzüge der Feuerwehr Düsseldorf und Meerbusch, ein Rettungshubschrauber und die Polizei Meerbusch eingebunden.

Feuerwehrmeldung

Meerbusch Langst-​Kierst – Am Freitagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr um 16:33 Uhr mit dem Hinweis über ein bren­nen­des Motorboot zum Rheinufer in Langst-​Kierst alarmiert.

Einige Minuten zuvor war ein Motorboot in Höhe der Flughafenbrücke auf dem Rhein aus bis­her unge­klär­ter Ursache in Brand gera­ten. Zu die­sem Zeitpunkt befan­den sich zwei Männer und ein Junge an Bord des Schiffes. Nachdem die Besatzung fest­stel­len musste, dass die eige­nen Löschversuche aus­sicht­los blie­ben, machte sie das Boot mit­ten auf dem Rhein mit einem Anker fest, ging über Bord und schwamm an das links­rhei­ni­sche Ufer in Höhe Langst-Kierst.

Die Berufsfeuerwehr Düsseldorf fuhr in Kaiserwerth mit zwei Löschfahrzeugen auf die Rheinfähre Michaela II, die kur­zer­hand zum Löschboot umfunk­tio­niert wurde und steu­erte zum bren­nen­den Boot. Während die Löscharbeiten von der Fähre aus lie­fen brannte die Ankerleine durch und das Boot trieb rund 500m wei­ter den Rhein ent­lang in Richtung Meerbuscher Fähranleger.

Dem zwi­schen­zeit­lich ein­ge­trof­fe­nen Rettungsboot der Löschgruppe Wittlar gelang es, zur noch im Innenraum bren­nende Yacht eine Leinenverbindung her­zu­stel­len und das Boot zum Fähranleger zu schlep­pen. Mit Hilfe der Fähre konnte das ca. 10m lange Boot links­rhei­nisch hin­ter den Fähranleger ein einer klei­nen Bucht gedrückt werden.

Während die Löscharbeiten vom Fähranleger aus fort­ge­setzt wer­den konn­ten und ein Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung an Bord des Schiffes ging, ver­sorg­ten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch sowie die Besatzung des mitt­ler­weile am Rheinufer gelan­de­ten Rettungshubschraubers und zweier Rettungswagen die drei Personen vor Ort. Im wei­te­ren Verlauf wur­den die ca. 45 Jahre alten Männer und der ca. zwölf Jahre alte Junge, vom Rheinwasser unter­kühlt, zum Aufwärmen und zur wei­te­ren Betreuung durch die Feuerwehr ins Gerätehaus Langst-​Kierst gebracht.

Der Löschzug Lank unter­stützte die Düsseldorfer Kollegen von der Feuerwache Flughafenstraße mit Löschwasser. Die Feuerwehr konnte drei Treibstoffkanister und eine Gasflasche vor den Flammen aus dem Boot ber­gen. Ein Auslaufen des Schiffstreibstoffs aus dem Tank konnte dank des erfolg­rei­chen Löscheinsatzes ver­hin­dert werden.

Die Feuerwehr Meerbusch war mit Einheiten aus Langst-​Kierst und Lank-​Latum sowie der Feuerwache Osterath mit 25 Kräften im Einsatz. Von Seiten der Feuerwehr Düsseldorf war die Wache 5 von der Flughafenstraße, die Freiwilligen Löschgruppen aus Kaiserswerth und Wittlar mit einem Boot, das Feuerlöschboot und ein Rettungsboot sowie Taucher vor Ort. Der Einsatz für die Feuerwehr Meerbusch war um 17:50 Uhr been­det. Das Boot wurde von einem Spezialunternehmen abtransportiert.

Ein Hund, der sich auch auf dem Boot befand, wird noch ver­misst. Über die Ursache und die Schadenshöhe lie­gen noch keine Informationen vor. Der Fährbetrieb wurde wäh­rend der Löscharbeiten ein­ge­stellt und Teile des Fähranlegers gesperrt.

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