Meerbusch: Motorboot in Flammen – Hund vermisst

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Meerbusch Langst-Kierst (ots) - Aus noch ungeklärter Ursache geriet am Freitag, den 30.05.2014, um 16:10 Uhr, ein 10 Meter langes Motorboot auf dem Rhein, in Höhe Langst-Kierst, in Brand.

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Fotos(13): Feuerwehr Meerbusch/ Düsseldorf

Der 55- jährige Bootsführer, der 54 - jährige Mitfahrer und ein Kind im Alter von 12 Jahren konnten sich durch einen Sprung ins Wasser retten. Am Ufer wurde das Kind von einem 56 - jährigen Spaziergänger aus Ratingen ans Ufer gezogen. Die beiden Männer konnten alleine das Ufer erreichen. Die Schiffbrüchigen blieben unverletzt.

Die Feuerwehr Düsseldorf konnte mit Hilfe der Rheinfähre Michaela II ein Tanklöschfahrzeug an das führerlos treibende, brennende Boot bringen und den Brand bekämpfen. Nachdem das Feuer bekämpft war, wurde das havarierte Boot am Fähranleger in Langst-Kierst gesichert und geborgen.

In dem Einsatz waren Boote der Feuerwehr, der Wasserschutzpolizei, die Löschzüge der Feuerwehr Düsseldorf und Meerbusch, ein Rettungshubschrauber und die Polizei Meerbusch eingebunden.

Feuerwehrmeldung

Meerbusch Langst-Kierst – Am Freitagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr um 16:33 Uhr mit dem Hinweis über ein brennendes Motorboot zum Rheinufer in Langst-Kierst alarmiert.

Einige Minuten zuvor war ein Motorboot in Höhe der Flughafenbrücke auf dem Rhein aus bisher ungeklärter Ursache in Brand geraten. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwei Männer und ein Junge an Bord des Schiffes. Nachdem die Besatzung feststellen musste, dass die eigenen Löschversuche aussichtlos blieben, machte sie das Boot mitten auf dem Rhein mit einem Anker fest, ging über Bord und schwamm an das linksrheinische Ufer in Höhe Langst-Kierst.

Die Berufsfeuerwehr Düsseldorf fuhr in Kaiserwerth mit zwei Löschfahrzeugen auf die Rheinfähre Michaela II, die kurzerhand zum Löschboot umfunktioniert wurde und steuerte zum brennenden Boot. Während die Löscharbeiten von der Fähre aus liefen brannte die Ankerleine durch und das Boot trieb rund 500m weiter den Rhein entlang in Richtung Meerbuscher Fähranleger.

Dem zwischenzeitlich eingetroffenen Rettungsboot der Löschgruppe Wittlar gelang es, zur noch im Innenraum brennende Yacht eine Leinenverbindung herzustellen und das Boot zum Fähranleger zu schleppen. Mit Hilfe der Fähre konnte das ca. 10m lange Boot linksrheinisch hinter den Fähranleger ein einer kleinen Bucht gedrückt werden.

Während die Löscharbeiten vom Fähranleger aus fortgesetzt werden konnten und ein Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung an Bord des Schiffes ging, versorgten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch sowie die Besatzung des mittlerweile am Rheinufer gelandeten Rettungshubschraubers und zweier Rettungswagen die drei Personen vor Ort. Im weiteren Verlauf wurden die ca. 45 Jahre alten Männer und der ca. zwölf Jahre alte Junge, vom Rheinwasser unterkühlt, zum Aufwärmen und zur weiteren Betreuung durch die Feuerwehr ins Gerätehaus Langst-Kierst gebracht.

Der Löschzug Lank unterstützte die Düsseldorfer Kollegen von der Feuerwache Flughafenstraße mit Löschwasser. Die Feuerwehr konnte drei Treibstoffkanister und eine Gasflasche vor den Flammen aus dem Boot bergen. Ein Auslaufen des Schiffstreibstoffs aus dem Tank konnte dank des erfolgreichen Löscheinsatzes verhindert werden.

Die Feuerwehr Meerbusch war mit Einheiten aus Langst-Kierst und Lank-Latum sowie der Feuerwache Osterath mit 25 Kräften im Einsatz. Von Seiten der Feuerwehr Düsseldorf war die Wache 5 von der Flughafenstraße, die Freiwilligen Löschgruppen aus Kaiserswerth und Wittlar mit einem Boot, das Feuerlöschboot und ein Rettungsboot sowie Taucher vor Ort. Der Einsatz für die Feuerwehr Meerbusch war um 17:50 Uhr beendet. Das Boot wurde von einem Spezialunternehmen abtransportiert.

Ein Hund, der sich auch auf dem Boot befand, wird noch vermisst. Über die Ursache und die Schadenshöhe liegen noch keine Informationen vor. Der Fährbetrieb wurde während der Löscharbeiten eingestellt und Teile des Fähranlegers gesperrt.

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