Rhein-​Kreis Neuss: Adoptionsvermittlungsstelle legte ihren aktu­el­len Jahresbericht vor

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Rhein-​Kreis Neuss – Insgesamt 14 Eignungsprüfungen, 46 Informationsgespräche und drei Adoptionsverfahren. 

Diese und viele andere Zahlen ste­hen im Jahresbericht der Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle für die Städte Grevenbroich, Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch sowie für die Gemeinden Jüchen und Rommerskirchen, die beim Jugendamt Rhein-​Kreis Neuss ange­sie­delt ist. Dessen Leiterin Marion Klein und ihre Mitarbeiter leg­ten die Bilanz jetzt dem Kreisjugendhilfeausschuss vor.

Wesentliche Aufgaben der Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle sind neben der Beratung die Durchführung des Bewerberverfahrens für Ehepaare, die ein Kind aus dem In- oder Ausland adop­tie­ren möch­ten, sowie die Vermittlung eines Kindes an Adoptiveltern. Zwei Mitarbeiterinnen sind mit jeweils 21 Wochenstunden für die Einrichtung zustän­dig und ver­fü­gen über eine beson­dere Qualifikation.

Die Gründe für die Aufnahme eines frem­den Kindes sind bei Paaren oder Einzelpersonen unter­schied­lich. Dies wird im Eignungsprüfungsverfahren erar­bei­tet”, heißt es im aktu­el­len Jahresbericht. Ungewollte Kinderlosigkeit sei für viele Paare eine Motivation, sich mit dem Gedanken an eine Adoption zu beschäf­ti­gen. Im Eignungsprüfungsverfahren erhal­ten alle Bewerber eine Beratung, die es ihnen ermög­licht, einen jeweils indi­vi­du­el­len Prozess zu durch­lau­fen. „So bedarf es für eine Selbsteinschätzung und für eine ver­ant­wort­li­che Entscheidung der Bewerber einer Auseinandersetzung mit den Motiven zu den zen­tra­len Adoptionsthemen”, sagen die Fachleute. Hierzu zäh­len auch die per­sön­li­chen Lebensziele, die part­ner­schaft­li­che Stabilität sowie die Vorstellungen von der Erziehung.

Es kommt auch vor, dass Adoptionsbewerber Pflegeeltern für ein Kind wer­den. Auch in lang­jäh­ri­gen Pflegeverhältnissen kann die Frage nach einer mög­li­chen Adoption auf­tre­ten. Eine dif­fe­ren­zierte Klärung erfor­dert dann ein beson­de­res Augenmerk”, so Marion Klein. Laut Jahresbericht gab es zuletzt außer­dem sie­ben Stiefeltern- bezie­hungs­weise Verwandten-Adoptionen.

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