Zahlreiche Straftaten lan­des­weit auf­ge­klärt – Drei Festgenommene kamen in Untersuchungshaft

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Bonn/ Rhein-Kreis Neuss (Neuss, Dormagen, Grevenbroich, Meerbusch, Jüchen, Rommerskirchen, Kaarst) (ots) - Die Pressestelle der Polizei in Bonn bittet um Veröffentlichung der folgenden Pressemeldung: "Der Bonner Polizei gelang erneut ein Schlag gegen die Einbruchskriminalität:

In enger Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft und weiteren Polizeibehörden klärte eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe eine Serie von Wohnungseinbrüchen. Die Ermittler überführten mehrere Tatverdächtige, drei von ihnen gingen in Untersuchungshaft. Die Verdächtigen sollen landesweit zahlreiche Wohnungseinbrüche verübt beziehungsweise hierzu Tatbeiträge geleistet haben. Derzeit geht die Ermittlungsgruppe auch Bezügen in den Rhein-Kreis Neuss nach.

2014-05-16_sichergestellt_kinderbesteckAm Abend des 13. Dezember 2013 meldete ein aufmerksamer Zeuge der Bonner Polizei ein verdächtiges Fahrzeug mit drei Insassen in Bonn-Dottendorf. Kurz darauf stoppte eine Polizeistreife das Auto, in dem sich ein 21-jähriger Fahrer befand. Seine beiden mutmaßlichen Begleiter konnten nicht angetroffen werden. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten im Wageninneren mutmaßliches Einbruchswerkzeug und mehrere Wertsachen, darunter Taschen, Schmuckstücke und Laptops. Schnell stellte sich bei weiterführenden Recherchen heraus, dass ein Teil dieser Wertsachen am gleichen Tag bei mehreren Einbrüchen im Stadtbezirk Bonn-Bad Godesberg entwendet worden war.

Der 21-jährige Fahrer des Autos wurde unter Tatverdacht festgenommen und am folgenden Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt. Dieser schickte ihn in Untersuchungshaft. Doch damit waren die Ermittlungen des Kommissariats 34 noch nicht beendet. Im Zuge weiterer, akribischer Recherchen konnten die Ermittler Tatzusammenhänge zu zwei Einbruchsdelikten in Remscheid und Wuppertal erkennen. Schließlich kamen die Ermittler auf die Spur von zwei Männern im Alter von 23 und 25 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, am 13. Dezember 2013 mit dem 21-Jährigen gemeinsam, arbeitsteilig mehrere Einbrüche in Bonn, mit Schwerpunkt im Stadtbezirk Bad Godesberg, begangen zu haben.

2014-05-16_sichergestellt_kettenanhaengerDie weiteren Ermittlungen ergaben, dass diese beiden Männer zwischenzeitlich wegen des Verdachts der Begehung von Wohnungseinbrüchen in Helsinki festgenommen und inhaftiert worden waren. "Aufgrund dieser Erkenntnisse war davon auszugehen, dass wir es mit offenkundig hoch mobilen, bandenmäßig strukturierten und überregional agierenden Verdächtigen zu tun haben dürften. Zur weiteren Aufklärung und Erhellung der mutmaßlichen Bandenstrukturen richteten wir daher beim Kriminalkommissariat 34 eine Ermittlungsgruppe (EG) ein. Die Beamten der EG arbeiteten eng mit der Bonner Staatsanwaltschaft und im Sinne des landesweiten Konzeptes MOTIV (Mobile Täter im Visier) mit der Kriminalpolizei in Hagen und den Einbruchsermittlern der weiteren durch Einbruchstatorte betroffenen Polizeibehörden zusammen.

2014-05-16_sichergestellt_uhrDurch intensive, zum Teil verdeckt durchgeführte Ermittlungen kamen die Beamten der EG schließlich weiteren sechs Verdächtigen, fünf Männern und einer Frau im Alter von 21 bis 39 Jahren aus dem Ruhrgebiet und dem Sauerland, auf die Spur. Ihnen wird vorgeworfen, Tatbeiträge zu den Einbrüchen geleistet zu haben", erläuterte die Leitende Kriminaldirektorin Gerlinde Hewer-Brösch, Leiterin der Direktion Kriminalität der Bonner Polizei.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen diese Personen erhärtete, erwirkte die zuständige Bonner Staatsanwältin, Andrea Soboll, beim Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnanschriften und Aufenthaltsorte der Verdächtigen. Die Bonner Einbruchsermittler durchsuchten in den frühen Morgenstunden des 26.03.2014 insgesamt neun Wohnanschriften und Aufenthaltsorte im Großraum Hagen, Mettmann, dem Märkischen Kreis und Olpe. Dabei wurden sie durch Polizeibeamte der örtlich zuständigen Polizeibehörden unterstützt. Die Beamten stellten mehrere Beweismittel und mutmaßliches Diebesgut sicher. Bei den Durchsuchungen trafen die Ermittler alle Verdächtigen an.

Zwei 32-jährige Männer wurden festgenommen und gingen in Untersuchungshaft. Gegen einen 33-Jährigen bestand ein Haftbefehl, der jedoch gegen strenge Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Die weiteren Verdächtigen wurden nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt, sie erwartet ebenfalls ein Strafverfahren. "Nach intensiven Prüfungen konnten wir der Gruppierung nach dem derzeitigen Ermittlungsergebnis rund 50 Wohnungseinbrüche in der Zeit zwischen dem 23.November 2013 und dem 13. Dezember 2013 im Stadtbezirk Bonn zuordnen. Zudem prüfen wir zu rund 140 Wohnungseinbrüchen zwischen dem 15. Oktober 2013 und dem 30. Dezember 2013 in zahlreichen Städten landesweit, ob sie auf das Konto der Tatverdächtigengruppierung gehen.

Mehr als 100 der bei den Tatverdächtigen aufgefundenen Gegenstände konnten die Ermittler bereits konkreten Wohnungseinbrüchen zuordnen. Die gewonnenen Erkenntnisse werten wir derzeit aus, um die einzelnen Tatbeiträge weiter zu erhellen und sie beweissicher und anklagbar in das Strafverfahren einbringen zu können", erklärte Kriminalhauptkommissar Bernd Junkersfeld, der Leiter der Ermittlungsgruppe.

Zu weiteren, bei den Tatverdächtigen sichergestellten Gegenständen, darunter auch markante Schmuckstücke und ein Kinderbesteck, dauern die Ermittlungen noch an. Mit Fotos einiger besonders auffälliger Stücke bitten die Ermittler um Hinweise und fragen:

  •  Wem gehören die hier gezeigten Wertsachen?
  •  Wo wurden diese möglicherweise entwendet?

Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 34 der Bonner Polizei unter der Rufnummer 0228/15-0.

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