Neuss: Veranstaltung zum Thema „Neuss unter dem Halbmond .. ?“

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Neuss – Sebastian Rosen, Mitglied des Neusser Stadtrates, nahm die Diskussion um die Wahlkampfutensilien von Yasar Calik, eine Tasche mit Halbmond/​Stern inner­halb des C des CDU Logos, zum Anlass für eine Veranstaltung.

Der Neusser Werbeanzeige hatte das Thema auf­ge­grif­fen und so eine Diskussion, auch inner­halb der CDU Neuss, ent­facht. Redakteur Frank Möll, ver­ant­wort­lich für diese Berichterstattung, und Sebastian Rosen sind per­sön­lich sehr gut bekannt. Herr Möll war bei der Veranstaltung jedoch nicht zugegen.

Ein Referenten die­ser Veranstaltung war Michael Hesemann: „.. ein deut­scher Historiker, Autor, Dokumentarfilmer und Fachjournalist für para­wis­sen­schaft­li­che, zeit- und kir­chen­ge­schicht­li­che Themen.“ Quelle Wikipedia

2014-05-02_Ne_versaml-halbmond_002Im Pfarrsaal des Kardinal Bea Haus, in Vogelsang, fan­den sich ca. 150 Zuhörer ein. Sebastian Rosen eröff­nete die Veranstaltung mit den Worten: „Die Botschaften von Parteien müs­sen für ihre jewei­li­gen Wähler erkenn­bar sein.“ In sei­nen wei­te­ren Ausführungen lag ein Schwerpunkt auf der Feststellung, dass in einer Parteiendemokratie auch für Migranten der Weg, in sel­bige, offen­ste­hen sollte.

Neben einem Seitenhieb gegen die SPD, deren Status er als „Splitterpartei“ titu­lierte, legte Herr Rosen einen wei­te­ren Schwerpunkt auf Toleranz betref­fend der unter­schied­li­chen Religionen.

Herr Rosen über­gab das Wort an Herrn Michael Hesemann. Dieser erklärte zu einer Versachlichung der Thematik bei­tra­gen zu wollen.

2014-05-02_Ne_versaml-halbmond_003Herr Hesemann bestritt die Aussage eines Druckirrtums: „Natürlich war der Halbmond im CDU-​Logo kein Unfall. Wer behaup­tet, ein Drucker habe da eigen­mäch­tig gehan­delt, der drückt sich vor der Verantwortung. Kein Drucker würde ohne Auftrag je ein Logo ver­än­dern.

Und wei­ter: „Wenn ein Bewerber um ein poli­ti­sches Amt Druckaufträge lie­ber ins Ausland ver­gibt als in die Stadt, in der er kan­di­diert, muss er sich die Frage gefal­len las­sen, mit wel­cher Heimat er ver­bun­den ist.“ Anmerk. d. Red.: Die Taschen wur­den in der Türkei bedruckt

Es folgte: „Wenn er (Yasar Calik, Red.) sich dage­gen mit einer dum­men Ausrede aus der Affäre holen will, belegt er damit nur seine Unfähigkeit, Verantwortung für einen Fehler zu über­neh­men – aller Wahrscheinlichkeit nach sogar sei­nen eige­nen Fehler. Man muss sich fra­gen, ob ein sol­cher Mensch noch wähl­bar ist.

2014-05-02_Ne_versaml-halbmond_001Es folgte ein Ausflug in die Geschichte des Symbols Halbmond. In deren Verlauf der Weg über die „..sume­ri­schen, akka­di­schen, assy­ri­schen und baby­lo­ni­schen Rollsiegeln, wo er für den Mondgott Sin steht.“ bis zu Muhammad, der seine Religion mit Gewalt durch­setzte „Wer fortan nicht den Islam anneh­men wollte, wurde getö­tet – dar­un­ter auch ein jüdi­scher Stamm, der zuvor mit ihm ver­bün­det gewe­sen war.

Das Töten der Ungläubigen, die über den Islam regie­ren wol­len, wird nun zur hei­li­gen Pflicht … Wer einen Ungläubigen tötet, ob im Verborgenen oder offen, der wird von Gott belohnt.

.. Der Begriff „Islam“ bedeu­tet „Unterwerfung“. Und das eben nicht nur spi­ri­tu­ell, son­dern auch ganz welt­lich, durch Eroberung und Tributpflichtigmachung reli­giö­ser Minderheiten und durch ein rigi­des Strafgesetzbuch, die Scharia.

Mit den vor­ste­hen­den Zitaten wurde von Herrn Hesemann der Unterschied zur christ­li­chen Glaubenslehrer ein­dring­lich ver­deut­licht. Michael Hesemann been­dete seine Ausführungen u. A. mit die­sem Satz:

Dies, meine Damen und Herren, ist kein Gericht. Wir wol­len nie­man­den ver­ur­tei­len, wir wol­len aus Fehlern ler­nen. Das geschieht nicht, indem man diese unter den Teppich kehrt oder hys­te­risch gegen jene pole­mi­siert, die einen Fehler erkannt haben.

Im Vergleich zu der Vortragslänge von Michael Hesemann fasste sich der zweite Redner, Albrecht von Croÿ, Experten für Kommunikation, Unternehmensberater und Journalisten, kurz.

Hier wurde die unzu­rei­chende Kommunikationsfähigkeit der Parteien und deren Anliegen kritisiert.

Das Ziel von poli­ti­sche Kommunikation kann nie­mals sein, mög­lichst oft in den Medien prä­sent zu sein oder mög­lichst oft und auf­fal­lend eine neue Sau durchs Dorf zu trei­ben.

Und im Bezug auf Zugehörige ande­rer Religionen in der CDU führte er aus: „Es ist ein rich­ti­ges und im Sinne der Integration ermu­ti­gen­des Zeichen, einen mus­li­mi­schen Kandidaten auf­zu­stel­len. Aber im Sinne einer strin­gen­ten Kommunikation doch nur dann, wenn die­ser mit bei­den Beinen fest auf der Basis der Partei und deren Werte steht.

Viele Passagen der Redner wur­den vom Publikum mit Applaus bedacht. Besonders diese, wo es um die Abgrenzung christ­li­cher Werte ging. Michael Hesemann traf die Geisteshaltung und erhielt Zuspruch für seine Ausführungen. Es stellt sich nur die Frage, warum ein Referent des­sen Ziel es war ver­mit­telnd zu agie­ren, sich in die­ser Art und Weise aus­drückt und als Historiker so mas­siv eine Einzelperson angreift? Ob die Zwischenausführungen von Herrn Hesemann, „.. Hochachtung vor den gott­su­chen­den Menschen..“, in der Gesamtheit der Ausführungen eine ver­mit­telnde Ausrichtung zulässt, sollte der Leser für sich entscheiden.

Sebastian Rosen wird die ein­ge­la­de­nen Referenten gezielt und mit Bedacht aus­ge­wählt haben, wohl wis­send um deren Wirkung. Dies erscheint für die Einheit der Neusser CDU eher abträg­lich und lässt inner­par­tei­li­che Missgunst ver­mu­ten oder soll­ten die Zuhörer anneh­men, die Angriffe von Herrn Hesemann auf Yasar Calik sein für Sebastian Rosen uner­war­tet erfolgt?

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