Meerbusch: Wahlbenachrichtigungen kom­men – Briefwahl kann jetzt bean­tragt wer­den

Meerbusch – Der Super-Wahl-Sonntag am 25. Mai rückt spürbar näher. Die Wahlplakate der Parteien hängen, das Wahlamt der Stadtverwaltung an der Wittenberger Straße in Lank hat offiziell eröffnet.

"Nachdem die ersten Wahlbenachrichtigungen bei den Leuten eingegangen sind, spüren wir jetzt auch zunehmendes Wählerinteresse", so Wahlamtsleiter Holger Reith. Entsprechend häufig klingelt in seinem Büro das Telefon, gehen Fragen bei den Mitarbeitern ein. Wer jetzt noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, muss übrigens nicht unruhig werden. Bis zum kommenden Wochenende sollten die letzten der insgesamt rund 45.000 wahlberechtigten Meerbuscherinnen und Meerbuscher ihre Unterlagen im Briefkästen liegen. "Wer bis dahin noch keine Post von uns hat, sollte sich zügig bei uns melden und prüfen lassen, ob er im Wählerverzeichnis eingetragen ist", so Reith. "Am Wahltag ist es zu spät."

Wie immer ist schon Wochen vor dem Wahltag die Briefwahl ein zentrales Thema in Meerbusch, der Anteil der Briefwähler ist traditionell hoch. Bis zu 7.000 Wahlberechtigte entschieden sich in den vergangenen Jahren, per Post ihre Stimme abzugeben. Die ersten Anträge auf Zusendung der Briefwahlunterlagen sind bereits eingegangen. Wer am 25. Mai nicht im Wahllokal wählen möchte, kann seine Unterlagen online über die Internetseite der Stadt, per E-Mail an wahlamt@meerbusch.de, mit einem formlosen Fax oder per Post beantragen, in dem er die Rückseite seiner Wahlbenachrichtigung ausgefüllt ans Wahlamt schickt.

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Reichlich Papier: Zur besseren Orientierung beim Versand, bei der Stimmabgabe und bei der Auszählung haben die Stimmzettel und Umschläge für die einzelnen Wahlen unterschiedliche Farben. Fotos: Stadt Meerbusch

Nur telefonisch dürfen die Mitarbeiter des Wahlamtes aus rechtlichen Gründen keine Briefwahlanträge entgegennehmen.

Wer das Online-Formular auf der städtischen Internetseite www.meerbusch.de ausfüllt, sollte allerdings beachten, für welche Wahlen er wahlberechtigt ist. Nur diese dürfen im Online-Antrag auf Briefwahlunterlagen angekreuzt werden, ansonsten reagiert das System mit einer Fehlermeldung. An der Integrationsratswahl dürfen zum Beispiel nur 6.900 Meerbuscher mit ausländischem Pass teilnehmen. Die Europawahl und die Kommunalwahlen bringen unterschiedliche Wahlrechtsvoraussetzungen mit. Insbesondere ist hier – neben der Staatsangehörigkeit - das Lebensalter ausschlaggebend.

Für die Europawahl muss man am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sein, für die kommunalen Wahlen beträgt das Mindestalter 16 Jahre. Etwa 2.500 Meerbuscher Jungwählerinnen und Jungwähler können erstmalig an die Urnen.

Wer seine Briefwahlunterlagen selbst abholen und dann in Ruhe zu Hause ausfüllen möchte, kann dies im Wahlamt an der Wittenberger Straße (Technisches Dezernat, Raum 030) tun. Wichtig: Personalausweis mitbringen. In den Bürgerbüros gibt es wegen des diesmal deutlich aufwändigeren Verfahrens keine Briefwahlunterlagen. "Das würde den Service in den Bürgerbüros zu sehr blockieren und für unnötig lange Wartezeiten sorgen", so Holger Reith..

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