Jüchen: Rolf Erke regiert im kom­men­den Jahr

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Mit einer Première star­te­ten die Jüchener Schützen am (ver­gan­ge­nen) Samstag in die „heiße Phase“ vor dem gro­ßen Schützenfest am letz­ten Mai Wochenende: 

Als sich nach­mit­tags ab 14.30 Uhr die über 70-​Jährigen zu einer gemüt­li­chen Feier bei Kaffee und Kuchen erst­mals in der Sporthalle an der Stadionstraße tra­fen, wett­ei­fer­ten auf dem eigens errich­te­ten Schießstand nebenan ins­ge­samt 39 Mannschaften aus 29 Schützenzügen um den Königspokal des Bürgerschützen- und Heimatvereins.

Zwei Kinder- und Jugendtanzgruppen des TV Jüchen sorg­ten für mun­tere Tänze auf der Bühne. Günther Wilms aus Gierath hatte mit sei­ner Geschichte vom Mann „mit dem Höötche“ die Lacher auf sei­ner Seite. Aufgelockert wurde der Senioren-​Nachmittag auch durch einige Volkslieder und mund­art­li­che Beiträge von Ehrenpräsident Hubert Klinkhammer (88). Höhepunkt war der Auftritt von HaPe Jonen, der mit köl­schen und Tiroler Tönen die Senioren zu begeis­tern wusste.

Kurz nach 19.30 Uhr begann dann die Generalversammlung der Schützen in der Bürgerhalle. Auf dem Programm stan­den neben den übli­chen Regularien auch Beförderungen durch Regimentskommandeur Oberst Gerhard Schreiber: Die Führungen der neu­ge­grün­de­ten Züge Kaisergarde II (Miko Peters) und Kaiserschützen II (Tim Schnitzler) sowie der Infanterie „Kaiser-​Wilhelm“ (John Hell) wur­den in den Offiziersrang erhoben.

Präsident Hans-​Hubert Krall dankte allen Beteiligten, die für die neue Form der tra­di­tio­nel­len Dreifach-​Veranstaltung gesorgt hat­ten und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Ich denke, das Ergebnis kann sich durch­aus sehen las­sen,“ betonte der Präsident unter dem Beifall der rund 250 anwe­sen­den Schützen. Krall legte aber auch ange­sichts des gro­ßen Aufwandes, der für die Dreifach-​Veranstaltung hatte betrie­ben wer­den müs­sen, den Finger in die Wunde: „Es kann nicht sein, dass es in Jüchen-​Mitte keine grö­ßere Veranstaltungsstätte mehr gibt!“

Zum Ende der Generalversammlung öff­nete Präsident Krall den Umschlag mit den sieg­rei­chen Mannschaften beim Königsschießen. Unter gro­ßem Jubel ver­kün­dete er die Mannschaft der Weißen Husaren (Hans-​Peter Reipen, Jürgen Paulußen, Hans-​Rainer Jagdfeld und Albert Küppers) mit 179 Ringen als Sieger des span­nen­den Wettbewerbs. Zuvor hatte es zwei hoch-​spannende Stechen gegeben.

Foto: Rita Lonyai
Foto: Rita Lonyai

Damit stand auch der Kronprinz fest: Rolf Erke aus dem Artillerizug stand als ein­zi­ger Bewerber um das höchste Amt der Jüchener Schützen zur Verfügung.

Sichtlich bewegt nahm der 48-​jährige den berühmt-​berüchtigten grü­nen „Kronprinzenhut“ mit Lorbeerkranz aus den Händen von Präsident Hans-​Hubert Krall in Empfang und bejahte um 20.44 Uhr unter gro­ßem Jubel und stan­ding ova­tions der voll­be­setz­ten Bürgerhalle seine Bereitschaft, das Königsamt zu über­neh­men. Unterdessen don­nerte vor der Halle die Kanone sei­nes Artilleriezuges die frohe Kunde weit­hin hör­bar in das Dorf.

Die Generalversammlung schloss mit einem stim­mungs­vol­len Konzert der Jägerkapelle Hochneukirch. Kronprinz Rolf Erke, Steuerfachwirt, ist „spät­be­ru­fe­ner“ Jüchener und kam erst 1995 in die Gemeinde. Vom ers­ten Moment an hatte er Kontakt mit dem Artilleriezug, in dem er seit 1999 akti­ves Mitglied zunächst als Reiter, dann als Kanonier und Schatzmeister ist. Seine Gattin Birgit (42) wird an sei­ner Seite das Königsjahr bestrei­ten. In einer ers­ten Regierungserklärung gab der Kronprinz am Samstagabend auch die Zusammensetzung sei­nes Kabinetts bekannt.

Als Adjutant der Königin wird Marc Lonyai (Sappeure) fun­gie­ren. Das Ministerium besteht aus Dietmar Esser, Jürgen Lemke und Achim Möller (alle Artilleriezug). „Unser Motto für das Königsjahr heißt: Zusammen:90!“, gab Erke zu Protokoll. Damit spielte er auf das anste­hende Jubiläum sei­nes Artilleriezuges wie auf sein und das Alter sei­ner Frau an. Der Kronprinz zeigte sich beson­ders erleich­tert, dass am Samstag alles so gut geklappt hat, war ihm doch das Schützenglück 2011 nicht hold.

Damals stand er als einer von vier Kandidaten schon ein­mal für das höchste Amt bereit. Seine Mannschaft scheiterte
letzt­lich im Stechen um einen Ring, was sei­ner­zeit ver­ständ­li­cher­weise bit­ter für ihn war. Doch das ist längst ver­ges­sen. Voller Élan bat das Kronprinzenpaar im Anschluss an das Konzert der Jägerkapelle

Am Dienstagabend des dies­jäh­ri­gen Schützenfestes (27. Mai 2014) wird Rolf Erke mit sei­ner Gattin Birgit zu Seiner Majestät Rolf II. und Ihrer Majestät Königin Birgit gekrönt werden.

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