Energieausweis wird ver­ständ­li­cher – Gebäude bekom­men Effizienzklassen A+ bis H

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – (vz​-nrw​.de) Ein Buchstabe gibt künf­tig den ener­ge­ti­schen Zustand jedes Wohngebäudes an, das gebaut, ver­kauft oder neu ver­mie­tet wird. 

Klassen+Kennwerte+Kosten_neu3Ab Mai gel­ten für Häuser Effizienzklassen, wie Verbraucher sie von vie­len Haushaltsgeräten ken­nen: Von A+ bis H. Miet- und Kaufinteressenten fin­den sie in allen ab 1. Mai aus­ge­stell­ten Energieausweisen und den zuge­hö­ri­gen Immobilienanzeigen. Auf die Klasse A+ soll­ten sich jetzt aller­dings nicht alle Wohnungssuchenden festlegen.

Denn was bei Kühlschränken der Mindeststandard für Neugeräte ist, beschreibt bei Gebäuden wirk­lich das spar­samste Modell: Passivhäuser, die kaum Energie benö­ti­gen. Worauf Verbraucherinnen und Verbraucher beim neuen Energieausweis ach­ten soll­ten, erklärt die Verbraucherzentrale NRW:

  • Effizienzklassen: Die Klassen A+ bis H erlau­ben eine erste Einschätzung und den Vergleich meh­re­rer Gebäude. Gebildet wer­den sie anhand des Endenergiebedarfs oder ‑ver­brauchs, der auch in älte­ren Energieausweisen der zen­trale Kennwert ist. Je höher die­ser Wert ist, desto schlech­ter ist der ener­ge­ti­sche Zustand des Gebäudes, und desto wei­ter hin­ten im Alphabet liegt die Effizienzklasse. Ein Beispiel: Ein Altbau ohne Wärmedämmung und mit alter Heiztechnik hat den Kennwert 220 und ran­giert damit weit hin­ten, in Klasse G. Durch eine umfas­sende Sanierung des Gebäudes kann sein Kennwert auf 70 gesenkt wer­den, und es bekommt ein B. Bei den Heizkosten eines Einfamilienhauses mit 125 Quadratmetern Wohnfläche kann das eine Ersparnis von rund 1.500 Euro pro Jahr ausmachen.
  • Informationspflicht: Bei jeder Wohnungs- und Hausbesichtigung ab 1. Mai müs­sen Verkäufer und Vermieter den Energieausweis unauf­ge­for­dert vor­le­gen. Außerdem ist der Wert für Endenergiebedarf oder ‑ver­brauch in allen Immobilienanzeigen anzu­ge­ben. Liegt ein neuer Ausweis mit Effizienzklasse vor, muss auch diese genannt wer­den. Verbraucher kön­nen sich den Vergleich von Anzeigen mit und ohne Klassenangabe erleich­tern, indem sie sich eine Liste der Grenzwerte bereit­le­gen. Zu fin­den ist sie unter www​.vz​-nrw​.de/​e​n​e​r​g​i​e​a​u​s​w​eis. Mieter in einem lau­fen­den Mietverhältnis haben kei­nen Anspruch auf Vorlage des Energieausweises.
  • Vergleichbarkeit: Jeder Energieausweis hat eine grün-​gelb-​rote Farbskala. Auf die­ser wird der Kennwert des Gebäudes ver­or­tet. Diese Skala wurde über­ar­bei­tet und reicht nicht mehr wie bis­her bis 400, son­dern nur noch bis 250. Damit rückt der unsa­nierte Altbau vom gel­ben, annehm­ba­ren Mittelfeld in den ein­deu­tig roten Bereich. Das ist rea­lis­ti­scher, erschwert aber den Vergleich mit älte­ren Ausweisen. Am sichers­ten ist die Orientierung an den genauen Werten.
  • Aussagekraft: Der Energieausweis ersetzt nicht den kri­ti­schen Blick bei der Besichtigung. Direkte Rückschlüsse auf künf­tige Heizkosten lässt er nicht zu, denn diese hän­gen vom indi­vi­du­el­len Heizverhalten ab. Außerdem gilt der Ausweis immer für ein gan­zes Gebäude. Er bil­det also Unterschiede zwi­schen ein­zel­nen Wohnungen, die zum Beispiel auf­grund ihrer Lage im Gebäude ent­ste­hen, nicht ab. Beim Vergleich meh­re­rer Häuser ist zudem zu beach­ten, dass es zwei Arten gibt, den Kennwert zu bestim­men. Man spricht ent­spre­chend ent­we­der vom Bedarfs- oder vom Verbrauchsausweis. Aussagekräftiger ist der Bedarfsausweis, der nicht auf frü­he­ren Heizkostenrechnungen beruht, son­dern auf den tech­ni­schen Gebäudedaten. Diese Berechnung führt jedoch oft zu etwas höhe­ren Kennwerten als ein Verbrauchsausweis.

Ausführliche Informationen zum Energieausweis fin­den Verbraucher unter www​.vz​-nrw​.de/​e​n​e​r​g​i​e​a​u​s​w​eis.
Tipps zum Energiesparen und zur ener­ge­ti­schen Sanierung geben die Energieberater der Verbraucherzentrale NRW. Informationen und Termine gibt es unter www​.vz​-nrw​.de/​e​n​e​r​g​i​e​b​e​r​a​t​ung

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