Grevenbroich: Versuchtem Raubüberfall ging soge­nann­ter „Schockanruf” voraus

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich-​Südstadt (ots) – Am Mittwochnachmittag (16.04.), gegen 15:40 Uhr, klin­gelte eine bis­lang unbe­kannte männ­li­che Person bei einem 56-​jährigen Grevenbroicher auf der Straße „Zur Waldwiese”. 

Als ihm geöff­net wurde, drang der Unbekannte sofort in die Wohnung ein und for­derte die Herausgabe von Bargeld. Während es nun zu einer kör­per­li­chen Auseinandersetzung kam, gelang es dem Bewohner, den Täter zunächst zu Boden zu brin­gen. Aufgrund sei­nes erheb­li­chen Widerstandes schaffte es der Eindringling mit einem Sprung über die Balkonbrüstung in den Nachbargarten uner­kannt zu entkommen.

Eine Fahndung nach dem Flüchtigen durch die zwi­schen­zeit­lich infor­mierte Polizei ver­lief bis­lang ohne Erfolg. Der Täter konnte vom Opfer und von einem Zeugen, der den Flüchtigen über das Gartengrundstück ver­schwin­den sah, fol­gen­der­ma­ßen beschrie­ben werden:

  • Etwa 25 bis ‑30 Jahre alt, unge­fähr 175 Zentimeter groß, sport­li­che Figur, schwarze kurze Haare zirka 2 Zentimeter lang, dunkel-​braune Hautfarbe, braune Augen,
  • gepflegte Erscheinung, beklei­det mit schwar­zer Stoffhose, schwar­zen Lederschuhen einem schwar­zen Shirt und einem schwar­zen sport­li­chen Jacket,
  • vom Erscheinungsbild her könnte es sich um einen Mann aus Afghanistan oder Tschetschenien.
  • Der Tatverdächtige erlitt bei der Auseinandersetzung eine blu­tende Kopfplatzwunde.

Dieser steht wahr­schein­lich mit einem vor­aus­ge­gan­ge­nen „Schockanruf” in Verbindung. Bereits gegen 12:00 Uhr mel­dete sich bei der Ehefrau des Opfers tele­fo­nisch eine unbe­kannte männ­li­che Person, die sich als des­sen Sohn aus­gab. Er erklärte, bei einem Verkehrsunfall ein Kind schwer ver­letzt zu haben.

Die aus Litauen stam­men­den Eltern ver­lang­ten nun eine Entschädigung, damit wäre die Angelegenheit recht­lich erle­digt. Anschließend been­dete der Unbekannte das Gespräch.

Gegen 15:40 Uhr erfolgte ein zwei­ter Anruf, dies­mal beim Opfer selbst. Eine männ­li­che Person gab sich als Rechtsanwalt aus und täuschte in dem in rus­si­scher Sprache geführ­ten Gespräch vor, dass der Sohn einen schwe­ren Unfall ver­ur­sacht hätte, bei dem ein Mädchen schwere Verletzungen erlit­ten hat. Aufgrund der anste­hen­den Operation wären sofort 25000 Euro fäl­lig. Noch wäh­rend die­ses Gesprächs erschien der oben beschrie­bene Täter in der Wohnung des 56-​jährigen Grevenbroichers und es kam zu dem ver­such­ten Raubüberfall.

Die Polizei hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men und erbit­tet Hinweise auf den Flüchtigen unter der Telefonnummer 02131–3000.

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