Grevenbroich: Fällung alte Rosskastanie am Herig-​Bogen unvermeidbar

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Der Baumliebhaber wird sich wie in jedem Jahr am Austrieb des Blattwerks der Kastanie und den immer wie­der bein­dru­cken­den Blüten in Kerzenform erfreuen. 

Nichts ist momen­tan zu ahnen von der schwe­ren Erkrankung des Baumes und der dar­aus fol­gen­den Fällung. Diese ist für Samstag geplant und wird durch die Mitarbeiter der WGV ausgeführt.

Im ver­gan­ge­nen Jahr haben erkenn­bare Defizite in der Entwicklung des äuße­ren Kronenraums und die Bildung von Pilzfruchtkörpern am Stamm den zustän­di­gen Fachdienst der Stadtverwaltung ver­an­lasst, ein Fachgutachten über den Gesundheitszustand der ca. 80 Jahre alten Kastanie auf der Anlage Ostwall Ecke Parkstraße in Auftrag zu geben.

2014-04-11_GV_Rosskastanie
Stadt Grevenbroich

Die Standortsituation des Baumes ist durch eine weit­ge­hend offene mit Schotter befes­tigte Kronentraufe gekenn­zeich­net. Mangels Eintrag von Nährstoffen hat sich Bodenmüdigkeit ein­ge­stellt, die sich in einem küm­mer­li­chen Wachstum äußert. Vom Laien wird diese Erscheinung erst nach dem kom­plet­ten Laubaustrieb im Frühsommer wahr­ge­nom­men wer­den kön­nen. Im Stammbereich sind die Fruchtkörper des Austernseitlings der­zeit noch sicht­bar. Hierbei han­delt es sich um einen holz­zer­set­zen­den Sekundärschädling, der an bereits vor­ge­schä­dig­ten Bäumen in Erscheinung tritt. Die durch diese Pilzart ent­wi­ckelte Weißfäule ist rasch fort­schrei­tend und kann kurz­fris­tig die Bruchsicherheit des betrof­fe­nen Baumes gefähr­den. Ziel des beauf­trag­ten Gutachtens ist die Überprüfung der Stand- und Bruchsicherheit durch eine visu­elle Baumdiagnose. Dabei wer­den alle sicht­ba­ren Defekte sowie andere Defizite erfasst und mit Foto doku­men­tiert. Zusammenfassend kann auf­grund der Untersuchung gesagt wer­den, dass die Stand- und Bruchsicherheit der Rosskastanie nicht mehr gege­ben sind. Die Lebenserwartung ist nur noch kurz­fris­tig und baum­chir­ur­gi­sche Maßnahmen hel­fen nicht gegen die mehr­sei­tig aus­ge­bil­dete Holzfäule im Stammbereich. Das Urteil für den prä­gnan­ten Altbaum lau­tet lei­der auf Fällung.

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