Meerbusch: Erfolg für Meerbuscher Anträge in der Fluglärmkommission

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Die Fluglärmkommission des Flughafens Düsseldorf hat sich in ihrer jüngs­ten Sitzung mit drei von der Stadt Meerbusch ein­ge­reich­ten Anträgen beschäftigt.

Mit gro­ßer Mehrheit sprach sich die Kommission gegen die vom Flughafen beab­sich­tigte Kapazitätserweiterung in nach­fra­ge­star­ken Zeiten aus. Die Erweiterung würde dem Flughafen bis zu 60 Flugbewegungen pro Stunde ermög­li­chen. Die Begrenzung des Zweibahnbetriebes auf 50 Prozent der Betriebsstunden dürfe wei­ter­hin – auch hier stimmte die Kommission dem Meerbuscher Antrag zu – nur je Woche und nicht pro Kalenderjahr erfolgen.

Auf Beschluss des Meerbuscher Stadtrates brachte Bürgermeister Dieter Spindler zudem den Antrag ein, die Deutsche Flugsicherung zu bit­ten, eine Alternative für die der­zei­tige Abflugroute über Lank-​Latum zu ent­wi­ckeln. Diese alter­na­tive Route sollte eine Überfliegung des Zentralbereichs von Lank-​Latum mit dem Krankenhaus ver­mei­den, aber auch nicht zu einer Mehrbelastung bis­lang nicht betrof­fe­ner Wohngebiete füh­ren. Hintergrund: Im Jahr 2000 hatte die Flugsicherung nach Protesten aus dem Meerbuscher Norden bereits ver­sucht, die Abflugroute zwi­schen Lank-​Latum und Nierst zu ver­schie­ben. Beide Versuche hat­ten jedoch zu Mehrbelastungen geführt und waren des­halb ver­wor­fen wor­den. Die Fluglärmkommission ent­schied des­halb jetzt, dass sich eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten der Deutschen Flugsicherung, des Flughafens und Vertretern der umlie­gen­den Gemeinden mit die­sem Thema befas­sen und eine Alternative prü­fen soll.

Gleiches gilt für den drit­ten Meerbuscher Antrag. Demnach soll die Flugsicherung Maßnahmen vor­schla­gen, die dafür sor­gen, dass star­tende Maschinen Meerbusch in größt­mög­li­cher Höhe über­flie­gen. Dazu sei es wün­schens­wert, dass die so genannte Schubreduzierungshöhe der Jets, die der­zeit bei 1.500 Fuß liegt, ver­bind­lich erhöht werde. Auch hier soll eine Arbeitsgruppe prag­ma­ti­sche Lösungen entwickeln.

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