Meerbusch: Erfolg für Meerbuscher Anträge in der Fluglärmkommission

Meerbusch – Die Fluglärmkommission des Flughafens Düsseldorf hat sich in ihrer jüngsten Sitzung mit drei von der Stadt Meerbusch eingereichten Anträgen beschäftigt.

Mit großer Mehrheit sprach sich die Kommission gegen die vom Flughafen beabsichtigte Kapazitätserweiterung in nachfragestarken Zeiten aus. Die Erweiterung würde dem Flughafen bis zu 60 Flugbewegungen pro Stunde ermöglichen. Die Begrenzung des Zweibahnbetriebes auf 50 Prozent der Betriebsstunden dürfe weiterhin - auch hier stimmte die Kommission dem Meerbuscher Antrag zu - nur je Woche und nicht pro Kalenderjahr erfolgen.

Auf Beschluss des Meerbuscher Stadtrates brachte Bürgermeister Dieter Spindler zudem den Antrag ein, die Deutsche Flugsicherung zu bitten, eine Alternative für die derzeitige Abflugroute über Lank-Latum zu entwickeln. Diese alternative Route sollte eine Überfliegung des Zentralbereichs von Lank-Latum mit dem Krankenhaus vermeiden, aber auch nicht zu einer Mehrbelastung bislang nicht betroffener Wohngebiete führen. Hintergrund: Im Jahr 2000 hatte die Flugsicherung nach Protesten aus dem Meerbuscher Norden bereits versucht, die Abflugroute zwischen Lank-Latum und Nierst zu verschieben. Beide Versuche hatten jedoch zu Mehrbelastungen geführt und waren deshalb verworfen worden. Die Fluglärmkommission entschied deshalb jetzt, dass sich eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten der Deutschen Flugsicherung, des Flughafens und Vertretern der umliegenden Gemeinden mit diesem Thema befassen und eine Alternative prüfen soll.

Gleiches gilt für den dritten Meerbuscher Antrag. Demnach soll die Flugsicherung Maßnahmen vorschlagen, die dafür sorgen, dass startende Maschinen Meerbusch in größtmöglicher Höhe überfliegen. Dazu sei es wünschenswert, dass die so genannte Schubreduzierungshöhe der Jets, die derzeit bei 1.500 Fuß liegt, verbindlich erhöht werde. Auch hier soll eine Arbeitsgruppe pragmatische Lösungen entwickeln.

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