Kaarst: Partnerschaftsverein im Louvre-Lens

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Wenige Wochen vor dem 25-​jährigen Partnerschaftsjubiläum am 21. und 22 Juni die­ses Jahres gab es am Wochenende das tra­di­tio­nelle „Treffen auf hal­bem Weg“ des Partnerschaftsverein mit den Freunden aus La Madeleine.

Treffpunkt war dies­mal Lens, im Département Pas-​de-​Calais in der Region Nord-​Pas-​de-​Calais 200 km nörd­lich von Paris und 35 km süd­lich von Lille. Der einst bedeu­tende Steinkohlebergbau ist heute wirt­schaft­lich bedeu­tungs­los, einige sei­ner Einrichtungen bil­den jedoch einen Teil des 2012 zum UNESCO-​Welterbe erklär­ten Nordfranzösischen Kohlereviers. Doch was das eigent­lich triste Städtchen beson­ders sehens­wert macht ist das Louvre-​Lens, eine Außenstelle des welt­be­rühm­ten Louvre in Paris. Erst im Dezember 2012 durch den fran­zö­si­schen Staatspräsidenten François Hollande eröff­net, zählt es bereits heute zu den tou­ris­ti­schen bedeu­tends­ten Sehenswürdigkeiten in Nordfrankreich.

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Fotos(2): Klaus Stevens

Das Museum befin­det sich auf dem auf­ge­las­se­nen Gelände der Zeche Nr. 9, die von 1886 bis 1980 Steinkohle för­derte. Das Gelände ist 20 Hektar groß und liegt etwa zwei Kilometer west­lich der Innenstadt. Das Gebäude wurde von den Architekten Kazuyo Sejima und Ryūe Nishizawa vom Architekturbüro SANAA ent­wor­fen. Ähnlich wie das Guggenheim-​Museum im spa­ni­schen Bilbao soll der neue Louvre das Ansehen der ehe­ma­li­gen Braunkohle-​Gegend ver­bes­sern und mit ver­stärk­tem Tourismus die lokale Wirtschaft ankur­beln. Dazu sind dem nord­fran­zö­si­schen Ableger für die nächs­ten fünf Jahre mehr als 220 Werke aus der Pariser Sammlung zur Verfügung gestellt wor­den. Die Werke sind in einer „Galerie du Temps“ („Galerie der Zeit“) chro­no­lo­gisch von der Antike bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts angeordnet.

2014-04-08-Kaa_Louvre-Lens_RubensFür die Reiseteilnehmer aus Kaarst und La Madeleine war es natür­lich ein beein­dru­cken­des Erlebnis, so bekannt Exponaten wie „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix, „Anna selb­dritt“ von Leonardo da Vinci sowie „Ixion, von Juno getäuscht“ von Peter Paul Rubens (siehe Foto) ein­mal im Original sehen zu kön­nen. Am Sonntag besuch­ten die Kaarster noch die fran­zö­si­sche Gemeinde Le Quesnoy, wo sie von der dor­ti­gen Bürgermeisterin Marie Sophie Lesne im Rathaus herz­lich emp­fan­gen wur­den. Die mit mäch­ti­gen Wehrmauern umge­bene Stadt war im 1. Weltkrieg von den Deutschen besetzt und 1918 von neu­see­län­di­schen Truppen zurück­er­obert wor­den. Nach dem Besuch eines nahe­ge­le­ge­nen Soldatenfriedhofs ver­ab­schie­de­ten sich die Gäste aus Kaarst und La Madeleine mit einem herz­li­chen Dank an Dr. Peter Handrock vom Partnerschaftsverein, der die­ses Treffen ganz her­vor­ra­gend orga­ni­siert hatte.

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