Dormagen: Nachtwächter gab es einst­mals auch in Dormagen und Hackenbroich

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Sie waren die Sicherheits-​Kräfte der Vergangenheit und nah­men viel­fäl­tige Aufgaben vom heu­ti­gen Polizeidienst über das Ordnungsamt bis zum Feuerschutz wahr: 

In die Geschichte der Nachtwächter führt eine Ausstellung mit 40 Bildtafeln in der Zonser Touristinfo ein. Bürgermeister Peter-​Olaf Hoffmann wird sie am Samstag, 12. April, um 11 Uhr gemein­sam mit dem Zonser Nachtwächter Hermann Kienle als Organisator eröff­nen. Mit dabei ist auch der Zunftmeister der Europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft, Johannes Thier. Denn die lie­be­voll gemachte Präsentation ist zugleich der Auftakt zum gro­ßen Treffen der euro­päi­schen Nachtwächter und Türmer, das vom 29. Mai bis zum 1. Juni in Zons stattfindet.

Hört ihr Leut” und lasst euch sagen...” – bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren diese berühm­ten Worte auch in der ehe­ma­li­gen kur­köl­ni­schen Zollfeste am Niederrhein zu hören. Bei sei­nen his­to­ri­schen Forschungen fand Hermann Kienle dar­über hin­aus auch Hinweise auf frü­here Nachtwächter in Dormagen-​Mitte und Hackenbroich. In der Ausstellung macht er die Besucher mit alten Eidesformeln und den Stundenliedern des Sicherheitspersonals ver­traut. Auf Fotos und zum Teil auch im Original wer­den die unter­schied­li­chen Trachten der Nachtwächter aus neun euro­päi­schen Nationen von Dänemark bis zur Schweiz gezeigt. Ein Bild zeigt das bri­ti­sche Königshaus bei einem Nachtwächterempfang im eng­li­schen Ripon. Detailliert wird anhand von Dokumenten auch die Geschichte der Zonser Nachtwächter ab dem 16. Jahrhundert ver­folgt. In Zons hie­ßen die Nachtwächter übri­gens „Churwächter”.

Die Ausstellung in der Tourist-​Info an der Schloßstraße 2–4 in Zons läuft bis zum 1. Juni. Öffnungszeiten: diens­tags bis frei­tags von 10 bis 16 Uhr, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

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