Rhein-​Kreis Neuss: „Kindern Demenz erklä­ren” – Tagung von Erzieherinnen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Mehr als 5000 Menschen mit Demenz leben der­zeit im Rhein-​Kreis Neuss. 

Bis zum Jahr 2020 wer­den es wegen des zuneh­men­den Lebensalters vor­aus­sicht­lich etwa 8500 sein, so dass auch immer mehr Kinder mit Demenz-​Kranken in Kontakt kom­men. Aus die­sem Grund nah­men rund 30 Erzieherinnen aus 19 Tagesstätten an der Tagung „Kindern Demenz erklä­ren” teil. Das Kreisgesundheitsamt und das Demenz-​Servicezentrum NRW für die Region Düsseldorf hat­ten dazu ins Kreishaus Neuss eingeladen.

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(von links): Dr. Joachim Gutzke, Sonja Steinbock, Karsten Mankowsky und Julia Brinker im Kreishaus Neuss.

Dr. Joachim Gutzke, Oberarzt in der Gerontopsychiatrie des St. Josef- /​St. Alexius-​Krankenhauses in Neuss, infor­mierte die Teilnehmerinnen zunächst über Symptome der Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten. In einem Workshop übten die Erzieherinnen dann, wie sie ihren Schützlingen in den Kindertageseinrichtungen das Thema „Demenz” näher brin­gen kön­nen. Unter ande­rem kön­nen sie jetzt auf einen Fundus an Liedern, Spielen, Übungen, Bildbetrachtungen, aber auch auf das Gestalten mit Farbe zurückgreifen.

Für Sonja Steinbock, Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin, sind die Kleinen in beson­de­rem Maß geeig­nete Mittler wert­schät­zen­der Haltungen in Bezug auf Menschen mit ein­ge­schränk­ter Alltagskompetenz: „Im Unterschied zu Erwachsenen sind Kinder vor­be­halt­los und unbe­fan­ge­ner im Umgang mit ihnen. Sie emp­fin­den es nicht als Mangel, wenn jemand nicht lesen, schrei­ben oder rech­nen kann – sie selbst kön­nen es ja auch nicht.” Eine Meinung, die Referentin Julia Brinker gern unterstützte.

Bei ihren Begegnungen mit Menschen mit Demenz erge­ben sich für Kinder häu­fig Fragen zum Verhalten und zu erleb­ten Situationen. Eltern, aber auch Erzieherinnen und Lehrer soll­ten auf diese Frage kom­pe­tent und sen­si­bel Auskunft geben kön­nen. Dazu benö­ti­gen sie not­wen­di­ges Hintergrundwissen”, erläu­terte Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky die Hintergründe der Veranstaltung.

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