Meerbusch: Integrationsrat will Kandidaten gewinnen

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Am 25. Mai 2014 ist auch in Meerbusch „Großwahltag“: Neben den Kommunal- und Europawahlen steht nach der Première im Jahr 2010 zum zwei­ten Mal die Wahl zum Integrationsrat an.

Laut Gemeindeordnung NRW muss in allen Kommunen, in denen mehr als 5.000 aus­län­di­sche Mitbürger leben, ein Integrationsrat gewählt wer­den, der die Interessenten der Migrantinnen und Migranten ver­tritt. Idealerweise setzt er sich aus zwei Dritteln direkt gewähl­ter Migrantenvertreter und einem Drittel Ratsmitglieder zusammen.

Die Größe des Gremiums ist in der Gemeindeordnung nicht fest­ge­legt. Es ist nur fest­ge­schrie­ben, dass der Integrationsrat aus direkt gewähl­ten Migrantenvertretern sowie aus der Mitte des Stadtrates ent­sand­ten Ratsmitgliedern besteht.

Jetzt kön­nen sich neue Kandidaten mel­den. Damit das funk­tio­niert, rührt der Integrationsrat selbst die Werbetrommel: „Wir möch­ten mög­lichst viele Meerbuscher ermu­ti­gen, zu kan­di­die­ren“, so Ingrid Maas. „Die Mitarbeit im Integrationsrat ist eine ideale Möglichkeit, sich in das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Geschehen unse­rer Stadt ein­zu­brin­gen.“ Dies gelte ins­be­son­dere für Migranten aus außer­eu­ro­päi­schen Staaten, die nicht an der Kommunalwahl teil­neh­men dür­fen. Einige Mitglieder des amtie­ren­den Rates wer­den erneut kan­di­die­ren, andere schei­den aus. „Es ist also Platz für neue Kräfte und neue Ideen.“

Wegen der ange­stie­ge­nen Zahl von Flüchtlingen haben wir uns in den ver­gan­ge­nen Monaten auch mit der Situation der Flüchtlingsarbeit und der Unterbringung der Menschen in den Flüchtlingsheimen beschäf­tigt“, berich­tet Ingrid Maas. Der Integrationsrat will dar­auf hin­wir­ken, dass die städ­ti­schen Hilfsangebote für Flüchtlinge – zum Beispiel bei der Sprachförderung oder bei der Wohnungssuche – aus­ge­baut werden.

Aktuell dis­ku­tiert das Gremium Möglichkeiten, die Stadtverwaltung inter­kul­tu­rell zu öff­nen. Dabei geht es unter ande­rem darum, her­aus­zu­fin­den, wel­che inter­kul­tu­relle Kompetenz die Verwaltung besitzt und wie vor­han­dene Sprachkenntnisse der Mitarbeiter opti­mal genutzt wer­den kön­nen. Ingrid Maas hat dazu eine klare Auffassung: „Wir sind über­zeugt, dass Integration nur dann dau­er­haft gelin­gen kann, wenn sie auf allen Ebenen der Gesellschaft ankommt.“ Umso wich­ti­ger sei es, einen star­ken Integrationsrat zu bil­den, der Initiative ergreift und die Interessen der Migranten deut­lich artikuliert.

Jetzt hofft der Integrationsrat auf neue Mitstreiter, die etwas bewe­gen und sich ein­brin­gen wol­len. „Wir berich­ten den Interessenten gern noch detail­lier­ter über unsere Arbeit und infor­mie­ren natür­lich auch gern über die Wahlmodalitäten“, so Ingrid Maas. Den Kontakt zu den Mitgliedern des Integrationsrates stellt Anja Flintrop her. Als Mitarbeiterin im Fachbereich Soziales und Jugend der Stadtverwaltung betreut sie denn Integrationsrat als „Geschäftsstelle“. Fragen beant­wor­tet Anja Flintrop unter der Telefonnummer 02159 /​916–529.

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