Korschenbroich: Baustart – Barrierefreie Personentunnel

Korschenbroich – Der nächste wichtige Schritt zum barrierefreien Ausbau der beiden Bahnhöfe und deren Umfelder steht kurz bevor.

Das Tiefbauamt wird zuerst den Personentunnel in Kleinenbroich umbauen, der unter der Bahnlinie hindurch von der Ladestraße an den Aufgängen zu den Bahnsteigen vorbei zur Rhedung führt. Was tut sich hier?

„Wir schaffen hier einen Durchgang mit einer 6-prozentigen Neigung, die Rollstuhlfahrer und Menschen mit dem Rollator besser passieren können als die bisherige steilere Rampe. Außerdem ziehen wir so genannte Ruhepodeste neu ein. Das sind ebene Flächen, auf denen die Menschen auf dem Weg runter und hoch verschnaufen können“, erklärt Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner. Die Arbeiter beginnen im Laufe dieser Woche mit kleineren Arbeiten im Randbereich.

Ab 17. März um 8 Uhr bleibt der Durchgang für sieben Wochen aber ganz gesperrt, weil er mit 2,50 Meter Breite zu schmal für eine Teilschließung ist. Offen bleibt für Fußgänger und Bahnreisende der Treppenzugang im Nordwesten des Bahnhofs, der über den P&R-Platz zu erreichen ist. Wer keine Treppen nutzen kann, muss leider für die Bauzeit des Tunnels einen Umweg in Kauf nehmen.

Für die betreffenden Passanten führt der Weg von der Rhedung aus gesehen die Matthiasstraße hinunter, rechts über die Fußgängerbrücke auf die Südseite und über den Parkplatz zur Ladestraße – und somit dem anderen Tunnelende. „Gerade weil zum Beispiel Menschen mit Behinderungen bisher nicht ohne eine Treppe zu passieren zu den Gleisen gelangten, haben wir als Stadt so lange gemeinsam mit Politik und Bürgern für den Ausbau unserer Bahnhöfe gerungen. Jetzt sind wir kurz vor dem Ziel. Bis dahin müssen wir mit dieser Einschränkung, die mit dem Behindertenbeauftragten abgestimmt ist, leider zurechtkommen“, sagt Georg Onkelbach.

Anders sind die baulichen Bedingungen im Personentunnel am Bahnhof Korschenbroich, der von der Hindenburgstraße zur Herrenshoffer Straße führt. Er ist vier Meter breit, so dass immer nur eine Hälfte für die Arbeiten zu sperren ist, während die Bahnreisenden und Fußgänger die jeweils andere Hälfte nutzen.

Hier sind ab 12. März keine Räder mehr an den Geländern zum Durchgang abzustellen, weil dann die Vorarbeiten im Umfeld starten. Einen Termin für die Teilsperrung gibt es noch nicht, er hängt vom Fortschritt der anderen Bauarbeiten ab.

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