Meerbusch: Infoabend – Die Bundesnetzagentur im Dialog mit betrof­fe­nen Bürgern

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber

Weitere Infos hier oder hier:


Meerbusch-Osterath – Die Bundesnetzagentur ist für die Bundesfachplanung zuständig, insbesondere für die Genehmigung der beiden HGÜ – Stromtrassen, die an das Umspannwerk Osterath angebunden werden sollen.

2014-03-06_Mb_Konverter-Infos_009Auf Einladung der Initiative „Initiative gegen den Doppelkonverter Osterath“ hatte Herr Achim Zerres, Abteilungsleiter Energieregulierung der Bundesnetzagentur, einen Präsentation vorbereitet, die den Anwesenden die technischen Voraussetzungen und Erwägungen näher bringen sollte. Im Saal befanden sich ca. 80 Zuhörer.

Eine zentrale Aussage von Herrn Zerres war „Osterath ist technisch gesehen der beste Standort“. Jedoch folgten im Laufe des Abends einige, interessante Relativierungen. Wie ohnehin Herr Zerres immer wieder die „trockenen“, technischen Inhalte, mit Einlagen a la „Lehrer Bömmel – aus der Feuerzangenbowle“, zu würzen wusste.

2014-03-06_Mb_Konverter-Infos_010Herr Zerres führte die Zuhörer in die nähere Zukunft und sprach über die Entwicklung des Energiebedarfs (Bundesbefarfsplan) bis 2025. Weiter wurden die unterschiedlichen Energieerzeugerquellen ausgeführt und die Problematik der kontinuierlichen Einspeisung der erneuerbaren Energiequellen, Sonne scheint nicht immer und der Wind ist auch nicht konstant, erläutert.

Die Notwendigkeit neuer Stromtrassen ergab sich aus den künftigen Standorten der Energieerzeugungsstandorte. „Es findet eine Süd-/ Nordverschiebung statt“ führte Herr Zerres aus. Die überwiegend im Süden angesiedelten Kernkraftwerke werden mittelfristig abgeschaltet, hier muss für einen lückenlosen Ersatz gesorgt werden. Daher liegt der erste Schwerpunkt in der Erstellung der HGÜ nach Philippsburg (Baden-Württemberg/ HGÜ = Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung.) In diese soll der Strom aus der Braunkohle eingespeist werden.

2014-03-06_Mb_Konverter-Infos_014Für die Osterather ist es jedoch erheblich interessanter, an welchem Standort die Konverteranlage errichtet werden soll. Hier gab und gibt es erheblichen Widerstand. In der weiteren Frage eines „Netzverknüpfungspunktes“ (NVP) gab es wenig Kontroversen, die Einspeisung wird von Anwohnern als wenig kritisch angesehen.

Und hier gab es eine der spannenden Aussagen von Herrn Zerres: Der Konverter muss nicht zwangsweise direkt an einem „NVP“ liegen. Somit wäre der „Netzverknüpfungspunkt“ möglicherweise in Osterath, der Konverter jedoch nicht. Dieser könnte sich in einem Umkreis von bis zu ca. 50 Km befinden, mit einer 380 KV „Stichleitung“ als Anbindung.

„Der Konverterstandort Osterath wird noch einmal genau geprüft“ war die zweite Aussage.

Somit gibt es zwar den Wunsch des Netzbetreibers Amprion, dauerhaft entschiede ist, dank des Widerstandes, der Konverterstandort Osterath offensichtlich noch nicht.

(1 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

Leserhinweise oder Tipps

Bitte geben Sie ihre E-Mail ein, sodass wir in Kontakt bleiben können.