Rhein-​Kreis Neuss: Kampf gegen Infektionen in Altenheimen

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Rhein-​Kreis Neuss/​Grevenbroich – Das Bewusstsein in der Pflege für Fragen der Infektionsvorbeugung muss wei­ter geschärft werden. 

Diese Meinung ver­trat der Leiter des Kreisgesundheitsamts, Dr. Michael Dörr, bei der Auftaktveranstaltung „Qualitäts- und Transparenzsiegel: Infektionsprävention für Alten- und Pflegeheime in der Euregio Rhein-​Maas-​Nord” im Kreishaus Grevenbroich. Rund 50 Verantwortliche aus den Alten- und Pflegeheimen des Rhein-​Kreises Neuss, der Kreise Kleve und Viersen sowie der Städte Mönchengladbach und Krefeld waren der Einladung gefolgt. Sie inter­es­sie­ren sich für die Mitarbeit an die­sem wich­ti­gen Teilprojekt der deutsch-​niederländischen Initiative „EurSafety Health-​net”, an der der Rhein-​Kreis Neuss seit 2009 erfolg­reich mitwirkt.

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Die Auftaktveranstaltung „Qualitäts- und Transparenzsiegel: Infektionsprävention für Alten- und Pflegeheime in der Euregio Rhein-​Maas-​Nord” fand im Kreishaus Grevenbroich statt. Foto: Rhein-​Kreis Neuss

Durch zehn ver­bind­li­che Qualitätsziele, die in der gesam­ten Grenzregion gel­ten, soll das Thema „Infektionsvorbeugung” in den Pflegeheimen wei­ter ins Bewusstsein der Verantwortlichen rücken. Bestehende Strukturen kön­nen gemein­sam kri­tisch beleuch­tet und über­prüft wer­den, die gemein­same Arbeit im Netzwerk soll die Kommunikation zwi­schen allen Akteuren im Gesundheitswesen ver­bes­sern. „Wenn die Hygienestandards auf einem hohen Niveau gehal­ten wer­den, kommt dies den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alten- und Pflegeheime unmit­tel­bar zu Gute”, so Dörr.

Unter dem Motto „Yes, we care” erhiel­ten die ers­ten 23 nie­der­län­di­schen Pflegeeinrichtungen in der Region Nimwegen 2011 ein „Qualitätssiegel für Pflegeheime”. Dieses Siegel wurde im Rahmen des grenz­über­schrei­ten­den Projekts „EurSafety Health-​net” durch Professor Andreas Voss ent­wi­ckelt. Voss ist ver­ant­wort­lich für Infektionsprävention an der Universitätsklinik „UMC St. Radboud” in Nimwegen und lei­tet das „EurSafety”-Projekt in der Euregio Rhein-Waal.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) Nordrhein-​Westfalen hat die in den Niederlanden ent­wi­ckel­ten Qualitätskriterien für die deut­sche Seite bear­bei­tet und ange­passt. Dr. Sebastian Thole vom LZG stellte in Grevenbroich das Konzept und die prak­ti­sche Umsetzung vor. Die teil­neh­men­den Einrichtungen bekom­men zu den zehn Qualitätszielen alle not­wen­di­gen Arbeitshilfen, Materialien und Dokumente zur Verfügung gestellt. Im Laufe der Projektlaufzeit kön­nen die Einrichtungen durch Umsetzung der Ziele über eine Punktbewertung das Qualitätssiegel erwerben.

Die Übergabe der Siegel an die erfolg­rei­chen Teilnehmer soll Ende die­ses Jahres im offi­zi­el­len Rahmen erfol­gen. Die Projektarbeit wird von den zustän­di­gen Fachleuten der Kreisverwaltung beglei­tet und unterstützt.

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