Rhein-​Kreis Neuss: Hilfen zur Erziehung – Kreisjugendamt setzt auf ambu­lante Maßnahmen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Während die Kosten für die so genann­ten Hilfen zur Erziehung bun­des­weit dra­ma­tisch gestie­gen sind, steu­ert das Jugendamt des Rhein-​Kreises Neuss erfolg­reich einen ande­ren Kurs.

Unser Konzept ist auf­ge­gan­gen. Durch den Ausbau der ambu­lan­ten Hilfen konn­ten wir nach­weis­bar die Kosten bei den sta­tio­nä­ren Hilfen im Vergleich zu ande­ren Kreisjugendämtern ver­rin­gern”, so der zustän­dige Dezernent Tillmann Lonnes im Jugendhilfeausschuss. Jugendamtsleiterin Marion Klein nannte kon­krete Zahlen:

Der Median bei den durch­schnitt­li­chen Kosten aller sta­tio­nä­rer Hilfearten für Kinder und Jugendliche im Alter von bis zu 20 Jahren liegt bei 273,25 Euro, der Höchstwert bei 352,18 Euro pro Tag. „Wir haben dage­gen mit 215,41 Euro das beste Ergebnis aller Teilnehmer beim Jugendhilfe-​Vergleichsring der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement erzielt”, so Klein.

Das Kreisjugendamt prüft schon lange, wel­che Möglichkeiten es gibt, Kosten zu sen­ken und den­noch eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige und ziel­füh­rende Arbeit zu gewähr­leis­ten. Es steu­ert durch prä­ven­tive und ambu­lante Hilfen gegen und über­prüft die eige­nen Konzepte auf deren Wirksamkeit. Die Teilnehmer beim Jugendhilfe-​Vergleichsring der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement sind alle­samt Kreisjugendämter mit ver­gleich­ba­ren Rahmenbedingungen und sehr guten Ergebnissen.

Unser Erfolg ist nicht nur in finan­zi­el­ler Hinsicht erfreu­lich, son­dern kommt auch den betrof­fe­nen Familien zu Gute, da jede Intervention durch das Jugendamt eine Belastung dar­stellt und die Familien im Erleben ihrer eige­nen Lösungskompetenzen schwächt”, so Marion Klein. Sie und ihre Kollegen wol­len dazu bei­tra­gen, dass sich Familien als hand­lungs­fä­hig wahr­neh­men und eigene Strategien ent­wi­ckeln kön­nen. „Dies ist uns mit dem Ausbau ambu­lan­ter Hilfen gelun­gen”, sagt Klein. Die neuen Zahlen zeig­ten, dass das Ziel der wir­kungs­volls­ten Hilfe nicht im Widerspruch zu einem ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit finan­zi­el­len Ressourcen stehe.

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