Dormagen: Feen- und Zwergenkostüme zie­hen in frü­he­ren Drogeriemarkt

Dormagen-Zons – Aufatmen bei der Spielschar der Freilichtbühne Zons: Für ihren wertvollen Kostümfundus hat sich jetzt ein provisorisches Ausweichquartier gefunden.

Stattliche 2500 Kostüme sind in der mehr als 60-jährigen Geschichte der Zonser Märchenspiele geschneidert worden. "Die ältesten Stücke stammen noch aus unserem Gründungsjahr 1953", erzählt Elisabeth Krumbein, Geschäftsführerin der Spielschar. Den Wert des gesamten Fundus beziffert der Verein mit rund 300 000 Euro. Bisher lagern die Kostüme im ehemaligen Ratssaal des Bürgerhauses Zons. Dort können sie aber nicht bleiben, da der marode Betonklotz aus den 70-er Jahren in Kürze abgerissen wird und einem Neubau für das Archiv des Rhein-Kreises Neuss weicht. Im Untergeschoss des Neubaus soll dann auch der Kostümfundus eine dauerhafte neue Bleibe erhalten.

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Elisabeth Krumbein und Josef Tesch (links) von der Zonser Märchenspielschar freuten sich über die Einigung mit Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann (3. von links) und Stadtkämmerer Kai Uffelmann (rechts). Foto Stadt

Bis es soweit ist, ziehen die Gewänder von Prinzen, Feen, Zwergen und vielen weiteren Märchengestalten vorübergehend in den früheren Drogeriemarkt an der Ecke Lessigstraße/ Nievenheimer Straße in Zons um. Die Spielschar der Freilichtbühne wird die leerstehenden Räumlichkeiten anmieten. Die Stadt gibt ihr dafür einen Zuschuss in Höhe von 6000 Euro jährlich. "Das entspricht in etwa den bisherigen Unterhaltungskosten im Bürgerhaus, sodass die Stadt keinen nennenswerten Mehraufwand hat. Gleichzeitig können wir dem Wunsch des Vereins nachkommen, dass die Kostüme aus praktischen Gründen weiterhin in Nähe der Freilichtbühne gelagert werden", sagt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann.

"Uns fällt mit dieser Lösung ein Stein vom Herzen", zeigt sich auch der Vorsitzender der Spielschar, Josef Tesch, zufrieden. Am 8. Juni (Pfingstsonntag) startet wieder die Saison auf der Freilichtbühne. In diesem Jahr steht das Märchen "Kalif Storch" von Wilhelm Hauff auf dem Programm.

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