Meerbusch: 750 Stieleichen erset­zen alters­schwa­che Pappeln

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Städtische Bäume, die wegen Krankheit, man­geln­der Standsicherheit oder Altersschwäche der Motorsäge wei­chen müs­sen, wer­den in Meerbusch grund­sätz­lich durch neue ersetzt – und das bis­wei­len auch sehr großzügig. 

Nach der Fällung von rund 30 maro­den Pappeln am Westufer des Latumer Sees im ver­gan­ge­nen Jahr hat die Stadt das Gelände nun wie ange­kün­digt mit 750 jun­gen Stieleichen auf­ge­fors­tet. Landschaftsgärtner der städ­ti­schen Grünkolonne setz­ten die 1,20 bis 1,50 Meter gro­ßen und etwa vier Jahre alten Bäumchen jetzt ins Erdreich. Ein Zaun schützt die Schonung vor Wildverbiss.

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Ausbilder Florian Heimann (links) und Forstwirt Ulrich Anstötz (rechts) pflanz­ten mit den Azubis der Ausbildungskolonne 750 Stieleichen. Foto: Stadt Meerbusch

Die Stieleiche kann bis zu 40 Meter hoch wer­den und einen Stammdurchmesser von drei Metern errei­chen. Die Bäume, die durch ihre kräf­tige Pfahlwurzel sehr sturm­si­cher sind, kön­nen 500 bis 1.000 Jahre alt wer­den. Die Stieleiche blüht von April bis Mai, ihre Eicheln die­nen etli­chen Tieren als Nahrung und wer­den von ihnen wei­ter verbreitet.

Neu: Erstmalig bei einer Forstpflanzung der Stadt wur­den die Setzlinge mit einem so genann­ten Ekto-​Mykorrhiza-​Pilz geimpft. Der Pilz, der mit dem Baum eine Symbiose ein­geht, stärkt die Pflanzen gegen äußere Stresseinflüsse wie zum Beispiel Trockenheit, Schadstoffbelastung, Nährstoffmangel oder Infektionen. Michael Betsch, Leiter des Servicebereichs Grünflächen, Baubetriebshof und Friedhöfe, setzt auf die Nachhaltigkeit der Aufforstung. „Dass die Pappeln wei­chen muss­ten, war schmerz­lich aber unum­gäng­lich. An den Eichen wer­den noch etli­che nach­fol­gende Generationen Freude haben.”

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