Meerbusch: 750 Stieleichen erset­zen alters­schwa­che Pappeln

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Meerbusch – Städtische Bäume, die wegen Krankheit, mangelnder Standsicherheit oder Altersschwäche der Motorsäge weichen müssen, werden in Meerbusch grundsätzlich durch neue ersetzt - und das bisweilen auch sehr großzügig.

Nach der Fällung von rund 30 maroden Pappeln am Westufer des Latumer Sees im vergangenen Jahr hat die Stadt das Gelände nun wie angekündigt mit 750 jungen Stieleichen aufgeforstet. Landschaftsgärtner der städtischen Grünkolonne setzten die 1,20 bis 1,50 Meter großen und etwa vier Jahre alten Bäumchen jetzt ins Erdreich. Ein Zaun schützt die Schonung vor Wildverbiss.

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Ausbilder Florian Heimann (links) und Forstwirt Ulrich Anstötz (rechts) pflanzten mit den Azubis der Ausbildungskolonne 750 Stieleichen. Foto: Stadt Meerbusch

Die Stieleiche kann bis zu 40 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von drei Metern erreichen. Die Bäume, die durch ihre kräftige Pfahlwurzel sehr sturmsicher sind, können 500 bis 1.000 Jahre alt werden. Die Stieleiche blüht von April bis Mai, ihre Eicheln dienen etlichen Tieren als Nahrung und werden von ihnen weiter verbreitet.

Neu: Erstmalig bei einer Forstpflanzung der Stadt wurden die Setzlinge mit einem so genannten Ekto-Mykorrhiza-Pilz geimpft. Der Pilz, der mit dem Baum eine Symbiose eingeht, stärkt die Pflanzen gegen äußere Stresseinflüsse wie zum Beispiel Trockenheit, Schadstoffbelastung, Nährstoffmangel oder Infektionen. Michael Betsch, Leiter des Servicebereichs Grünflächen, Baubetriebshof und Friedhöfe, setzt auf die Nachhaltigkeit der Aufforstung. "Dass die Pappeln weichen mussten, war schmerzlich aber unumgänglich. An den Eichen werden noch etliche nachfolgende Generationen Freude haben."

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