Korschenbroich: Warnung für Pkw- und Lkw-​Fahrer: Die ers­ten Kröten wan­dern

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Korschenbroich – Aufgrund der warmen Witterung und des bisher ausgebliebenen Winters ist mit einer früheren Wanderung der Kröten zu rechnen.

Dr. Theo Verjans aus dem zuständigen Fachamt der Stadtverwaltung appelliert daher an die Pkw- und Lkw-Fahrer: „Seien Sie besonders in den Morgen- und Abendstunden vorsichtig – zu dieser Zeit sind die Tiere hauptsächlich unterwegs. Erfahrungsgemäß beginnt die Wanderung der Tiere bei etwa 5 bis 7 Grad Nachttemperatur, bevorzugt bei Regen bzw. feuchtem Wetter.“ Während dieser regelmäßigen Frühjahrswanderungen verlassen die Tiere ihre Überwinterungsquartiere unter Laub und Schlamm, um zu den Laichgewässern zu ziehen.

Um die Erdkröten und Frösche zu schützen haben die Stadtverwaltung und ihre Kooperationspartner daher bereits in der ersten Februarhälfte mit dem Aufbau und der Kontrolle der vorhandenen Schutzvorrichtungen begonnen.

Los ging es mit dem Amphibienenschutzzaun an der Myllendonker Straße, den der Rhein-Kreis Neuss errichtet hat, weil es sich hierbei um eine Kreisstraße - die K5 - handelt. Mitglieder der BUND Ortsgruppe Korschenbroich und die bei der Stadt Korschenbroich beschäftigten FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr) übernehmen hier die regelmäßige Kontrolle.

Zusätzlich übernahm der BUND-Korschenbroich noch in Eigenregie den Aufbau und die Kontrolle des Schutzzaunes an der Überführung der L381 über den Trietbach. Doch warum sind die Zäune eigentlich hilfreich?

„Kröten und Frösche werden entlang der Schutzzäune geleitet, die sie nicht allein überwinden können, und fallen in die vorbereiteten, in den Boden eingelassenen Eimer. Hier sammeln Mitarbeiter und Helfer sie auf, zählen die Tiere und bringen sie auf die andere Straßenseite“, erläutert Dr. Verjans. Grundsätzlich müssen Lkw- und Pkw-Fahrer in der Nähe aller stehenden und langsam fließenden Gewässer mit Amphibien rechnen.

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