Korschenbroich: Warnung für Pkw- und Lkw-​Fahrer: Die ers­ten Kröten wandern

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Aufgrund der war­men Witterung und des bis­her aus­ge­blie­be­nen Winters ist mit einer frü­he­ren Wanderung der Kröten zu rechnen. 

Dr. Theo Verjans aus dem zustän­di­gen Fachamt der Stadtverwaltung appel­liert daher an die Pkw- und Lkw-​Fahrer: „Seien Sie beson­ders in den Morgen- und Abendstunden vor­sich­tig – zu die­ser Zeit sind die Tiere haupt­säch­lich unter­wegs. Erfahrungsgemäß beginnt die Wanderung der Tiere bei etwa 5 bis 7 Grad Nachttemperatur, bevor­zugt bei Regen bzw. feuch­tem Wetter.“ Während die­ser regel­mä­ßi­gen Frühjahrswanderungen ver­las­sen die Tiere ihre Überwinterungsquartiere unter Laub und Schlamm, um zu den Laichgewässern zu ziehen.

Um die Erdkröten und Frösche zu schüt­zen haben die Stadtverwaltung und ihre Kooperationspartner daher bereits in der ers­ten Februarhälfte mit dem Aufbau und der Kontrolle der vor­han­de­nen Schutzvorrichtungen begonnen.

Los ging es mit dem Amphibienenschutzzaun an der Myllendonker Straße, den der Rhein-​Kreis Neuss errich­tet hat, weil es sich hier­bei um eine Kreisstraße – die K5 – han­delt. Mitglieder der BUND Ortsgruppe Korschenbroich und die bei der Stadt Korschenbroich beschäf­tig­ten FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr) über­neh­men hier die regel­mä­ßige Kontrolle.

Zusätzlich über­nahm der BUND-​Korschenbroich noch in Eigenregie den Aufbau und die Kontrolle des Schutzzaunes an der Überführung der L381 über den Trietbach. Doch warum sind die Zäune eigent­lich hilfreich?

Kröten und Frösche wer­den ent­lang der Schutzzäune gelei­tet, die sie nicht allein über­win­den kön­nen, und fal­len in die vor­be­rei­te­ten, in den Boden ein­ge­las­se­nen Eimer. Hier sam­meln Mitarbeiter und Helfer sie auf, zäh­len die Tiere und brin­gen sie auf die andere Straßenseite“, erläu­tert Dr. Verjans. Grundsätzlich müs­sen Lkw- und Pkw-​Fahrer in der Nähe aller ste­hen­den und lang­sam flie­ßen­den Gewässer mit Amphibien rechnen.

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