Jüchen: Mundartabend des Bürgerschützen – und Heimatvereins

Jüchen – Schon eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn, am Freitag den 31.01.2014, war der ehrwürdige Saal im Haus Katz in Jüchen bis auf den letzten Platz gefüllt.

Zahlreiche Gäste aus Jüchen und aus den umliegenden Dörfern harrten auf den Beginn der Veranstaltung und wurden nicht enttäuscht. Unter den Anwesenden waren neben bekannten Gesichtern der Lokalpolitik auch S.M. Kurt Leines mit Gattin Ute und S.M Richard Sachse aus Bedburdyck-Stessen. Zu dem Reigen der Vortragenden gehörten neben S.M. Richard Sachse, Urgestein und Ehrenpräsident Hubert Klinkhammer auch Bürgermeister Harald Zillikens und das Duett aus der ehemaligen Bürgermeisterin Margarete Kranz und der souverän debütierenden Sophie Küster. Gerade Hans Müller und Sophie Küster zeigten in ihren authentischen Beiträgen, mit welcher Leichtigkeit das Jöcher Platt gesprochen werden kann.

Musikalisch und stimmlisch überzeugten die bekannt guten Jööcher Bänkelsänger mit ihren eingängigen Melodien und Texten, der ganze Saal sang die Refrains gerne mit. Heinz Luchtmann zeigte sein Können außerdem im Redevortrag. Hubert Prisack sang vom Kinddäuf Feß, Peter Kronenberg begleitete ihn dazu auf der „Quättschbühl“. So wechselte das Publikum von der Freude am Gesang immer wieder in ein ansteckendes Gekichere und in einige herbe Lacher, wenn das weich klingende Platt den deftigen Witz gekonnt auf den Punkt brachte.

Ganz besonders hervorzuheben war neben dem Vortrag von Günter Wilms aus Gierath „üver sing Höötche“ auch der Sketch des Teams der Realschule Jüchen. Lehrerin Monika Streger ließ Anna Bak, Lara Schrills und Maurice Steiner überzeugend und mit Witz vortragen, wie die Skype-Smartphone-Generation sich – den situativ-spontanen Erziehungsansätzen der Lehrer ausgeliefert – fragte: „Jett donn oder Nix donn?“. Hedwig Kuhn machte dann sogar das Jüchener Original Hubert Prisack zur Hauptfigur ihres Vortrags, als sie erzählte, wie dieser in Rom zur Beichte schritt. Ja, vermutlich werden so Dorflegenden geboren…

Für und gegen Hunger sorgte nicht nur Raimund Görtz mit einem „Prumetaat“-Rezept, sondern auch der Vorstand des Bürgerschützen und Heimatvereins Jüchen. Unterstützt von Michael Ermer bot er den Gästen in der Pause und im Nachgang knackige Würstchen mit Senf und etwas gegen den Durst.

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