Meerbusch: Feuerwehr Meerbusch – Verantwortungsvolle Jugendarbeit

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – (Ffw Meerbusch) Einen fes­ten Bestandteil der Feuerwehr Meerbusch bil­det die Jugendfeuerwehr mit ihren rund 70 Mädchen und Jungen im Alter zwi­schen zehn und 18 Jahren. 

Neben dem Ziel, Jugendliche für die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu gewin­nen und eine gute Basis für die spä­tere Ausübung die­ses Ehrenamtes zu legen sieht die Feuerwehr auch ihre gesell­schaft­li­che Aufgabe im Bereich der Jugendarbeit. Dieser Aufgabe stel­len wir uns gerne und wol­len den Jugendlichen ein Umfeld bie­ten, in dem sie mit Spaß und Freude ler­nen, wie wich­tig ehren­amt­li­ches Engagement in der sich stän­dig ver­än­dern­den Gesellschaft ist.

Um diese sehr viel­schich­tige Aufgabe metho­disch und fach­lich rich­tig aus­üben zu kön­nen sind unsere Betreuer und Jugendfeuerwehrwarte für jugend­pfle­ge­ri­sche Tätigkeiten beson­ders geschult.

Ein Aspekt hier­bei ist der Schutz des Kindeswohls, den die Jugendfeuerwehr Meerbusch sehr ernst nimmt. Seit drei Jahren beschäf­ti­gen sich die Jugendwarte sehr inten­siv mit die­sem Thema. So wurde nicht zuletzt im März 2013 in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Meerbusch ein Workshop zum Thema Kindeswohlgefährdung durch­ge­führt. Dabei soll ver­hin­dert wer­den, dass Personen Zugang zu Jugendgruppen erhal­ten, die auf Grund ihrer Neigung nie­mals diese Gelegenheit bekom­men dür­fen. Zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes refe­rier­ten vor allen Betreuern und Jugendwarten und ver­mit­tel­ten wei­ter­ge­hen­des Wissen auf die­sem Gebiet. Damit war die Jugendfeuerwehr, die erste Jugendgruppe in Meerbusch, die aktiv die­ses Seminar durch­führt hat, das Thema mit allen Jugendwarten offen bespricht und sich von den Experten schu­len lässt.

Ergänzend hierzu haben alle Jugendwarte frei­wil­lig eine Selbstverpflichtungserklärung für ehren­amt­li­che Mitarbeiter in der Jugendarbeit der Stadt Meerbusch unter­schrie­ben. Zusätzliches wurde von jedem Jugendwart ein erwei­ter­tes Führungszeugnis bean­tragt und der Leitung der Feuerwehr Meerbusch zur Einsichtnahme vor­ge­legt. Mit die­ser pro­ak­ti­ven Maßnahme setzt die Jugendfeuerwehr Meerbusch ein ein­deu­ti­ges Signal in Richtung ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang in der Jugendarbeit.

Leider zeigt der aktu­elle Fall(*), dass diese Maßnahmen sehr erfor­der­lich sind aber keine hun­dert­pro­zen­tige Sicherheit bie­ten. Nachdem die Feuerwehr Meerbusch Kenntnis über die Vorwürfe aus dem aktu­el­len Fall erhal­ten hat, wur­den sofort Maßnahmen ergrif­fen, die beschul­digte Person von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr fern­zu­hal­ten. Nach der Verurteilung durch das Neusser Amtsgericht ist die Person unmit­tel­bar aus der Feuerwehr Meerbusch ausgetreten.

Derzeit füh­ren die Jugendwarte per­sön­lich inten­sive Gespräche mit den Eltern der Jugendfeuerwehrmitglieder.

Dieser bedau­er­li­che Einzelfall zeigt, wie wich­tig die vor­beu­gen­den Schulungen zu dem Thema sind und wie ernst die­ses Thema genom­men wer­den muss. An die­ser Ernsthaftigkeit wer­den wir zu kei­ner Zeit zwei­feln und zukünf­tig noch wach­sa­mer auf etwaige Hinweise oder Signale ach­ten. Umso bestürz­ter reagiert die gesamte Feuerwehr Meerbusch auf die Vorkommnisse und hofft nun, dass die­ser Einzelfall nicht zu einer Verallgemeinerung führt. Für den Bestand der Freiwilligen Feuerwehr in Meerbusch und somit die Sicherstellung der kom­pe­ten­ten und zeit­na­hen Hilfe bei Bränden oder Unglücksfällen ist eine große und gut aus­ge­bil­dete Jugendfeuerwehr eine not­wen­dige Voraussetzung. Von Seiten der Feuerwehr und der Jugendwarte tun wir alles, damit diese Voraussetzung auch in den kom­men­den Jahren gewähr­leis­tet ist.

Anmerk. d. Red.:
Ein 21-​Jährige hatte ein zwölf­jäh­ri­ges Mädchen aus Meerbusch, in einem Internet-​Chat, zu sexu­el­len Handlungen auf­ge­for­dert. Selbiger wurde vom Neusser Amtsgericht wegen sexu­el­len Missbrauchs von Kindern zu einer Geldstrafe von ins­ge­samt 2400 Euro verurteilt.

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